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Eigentlich wollte ich gerade einen neuen Artikel für den MotorBlog kreieren. Wieder einmal ein Glanzstück. Ein angenehm zu lesender Beitrag mit Aussage. Mit Stil und nicht bloß einer Schreibe verfasst. Zu dem Thema, wie die Staatsbeteiligungen an Banken bei Gewinneinnahmen in das kränkelnde Musikbusiness investiert werden könnten. Fragen ob Musik Kunst oder Unterhaltung sei. Und ob beides als autarke Gruppen existieren würden schwirren mir durch den Kopf. Nur sind meine Gedanken heute nicht in der Lage, sich ihren Weg in meine Finger zu bahnen. Schreibblockade. Oder nah dran. So dachte ich, Inspiration tut gut. Nicht einfach imitieren oder adaptieren. Da surf ich auf die Motor-Seite und klick ein wenig rum. Hier und da.
Da entdecke ich in Tim Renners Blog folgende Passage: "Aber was passiert mit dem Mittelstand, all denen, die zwischen Starschreiber und Rookie stehen. Die Antwort habe ich, genauso wie in der Musik, noch nicht parat. Aber die Frage hat Arrington erstaunlicherweise auch keiner gestellt"
Und ich denke so bei mir: Es wird sich alles zeigen. Erst wurden die Bauern weniger. Dann die Industriearbeiter. Und jetzt eben der Mittelstand. Ob im Musikbiz oder in der Finanzwelt. Mittelstand braucht kein Mensch - scheint zumindest ein Motto der gegenwärtigen Entwicklungen zu sein.
Gut, sehr vereinfacht. Und dann wende ich meine Gedanken schnell davon ab. Diese Themen lägen mir und meiner Stimmung zu schwer im Magen. Und dann müsste ich fragen, warum jemand wissentlich Firmen gegen die Wand fahren darf und dann diese auch noch gerettet werden müssen. Wegen der schwerwiegenden Folgen, die eine Pleite haben würde. Andere werden abgewickelt... Aber nein, das wollte ich ja sein lassen! Ich hör mich mal bei der World Money Fair um am Wochenende. Vielleicht geht ja was.
Als nächstes schau ich mir die Top-Listen an. Vielleicht kann ich mich ja auf dem Weg, zurück an die Spitze der am häufigsten gelesenen Autoren, inspirieren lassen. Und siehe da - es hat funktioniert.
Ich werde in all meinen Überschriften ab nun immer (vielleicht aber auch nicht) Kraftausdrücke (wie es meine Mutti immer nannte) oder andere catchy Worthülsen verwenden. Die Top5 der MotorBlog Artikel liest sich jetzt schon so:
1. Schlampe
2. Ficken
3. Wichsen
4. Pimp
5. Madonnas Dickdarm
Sind wir eigentlich wirklich so einfach gestrickt? Obgleich ich das Wort "ficken" generell super finde. Muss ich so crazy - indie - alternativ - etc. sein, dass ich mich vom Teufel ficken lassen soll? Ich bin mir da nicht sicher. Aber leben und leben lassen.
Abgesehen davon. Geht musikalisch grad was? Bin ein bisschen raus. Nicht so krawallig. Ein wenig ruhig und gut wäre schön. Danke!
ja juliane, da hast wahrscheinlich recht. heute habe ich aber den ganzen tag mit menschen im anzug und aufgesetzter freundlichkeit zu tun gehabt. und mir vorgestellt ein gespräch begänne so: Ah, hallo Herr Mustermann. Mein Name ist Felix Saubermann, Gebietsleiter Ost. Heute schon gefickt?
Vielleicht sollten wir gute Unterhaltung gut sein lassen - auch die Überschriften. Und nur unnötige Gespräche respektive Texte mit verbalen Entgleisungen schmücken. Damit diese dann wenigstens ein wenig Gehalt bekommen. Jedenfalls mit meinem Sido-esk geschulten Schimpfwortbestand sollte das kein Problem sein.
Und ehrlich: In meinem Kopf sind diese Situationen echt lustig. Vielleicht werde ich das einfach morgen beim Plausch am Mittagstisch probieren.
P.S. danke für den Tipp. Hab bei den Sambassadeurs reingehört und bin begeistert. Wieder was entdeckt. Herzlichen dafür.
callsen, du hast das sytem verstanden. mit ficken an die spitze.
allerdings stellt sich dennoch die frage, wo wir denn hinkämen, wenn jetzt jeder nur noch das zugebenermaßen wirklich großartige und nahezu überall einsetzbare wort ficken in seine überschriften setzt. wahrscheinlich nicht an die spitze der guten unterhaltung.
ich hör übrigens gerade den ganzen tag sambassadeur. is aber nicht neu. und pop total.

Ich versteh nur eines nicht: Was soll uns diese ganze durchgepreßte Schreibaktivität eigentlich suggerieren und injizieren ? Klar, eine Welt zwischen Monatskarte und Marshall McLuhan ist unübersichtlich, verwirrend und trivial. Trotzdem bleiben doch die Regeln klar. Und niemand wird sie außer Kraft setzen können.
Ja, Schwänze sind manchmal sehr unruhig und verlangen nach Translation, alleine um der Gefahr eines akuten Samenkollers zu verhindern und die Symthome deutlich abzulindern.
Da woll'n wir nur offen hoffen, dass der Selbige nicht in irgendeinem fremden After landet und dort für immer strandet. Selbst das wäre durchaus noch Ok, nur, was würde die nichtaufgeklärte islamische Diaspora in B davon halten ?
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