shit,istdervomzoffklein-mitmr_tomoffline(6)

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shit,istdervomzoffklein-mitmr_tomoffline(6)

ein sonntag im august, das streufahrzeug mit seiner orangegelbstrahlenden rundumleuchte erhellt die kaschemme als eine art kostenloses discolight für dieses synonym der hochwertigen gastlichkeit in der castingallee. ein angestellter kratzt auf der ladefläche streumittel zusammen und verteilt dieses kurze zeit später auf dem dreckeisverkrusteten gehweg. russische kälte läßt mich im geschenkten mantel frösteln und an das titelbild der aktuellen 'art' denken: schöner junger mann, stolzer auftritt, resolute farbauswahl des malers, der heute das herz von spekulanten höher schlagen ließe, wenn sie denn eines hätten. was wird wohl der holbein dem 'haus hessen' einbringen, bevor das gemälde in einem safe in dubai verschwindet? in den nachrichten läßt eine nachwuchsreporterin den arm in die menschenmenge schweifen, die auf nahrung und wasser von einem lkw-konvoi der hilfsorganisation wartet und meine assoziation wandert zu dem textilfabrikanten, der auch in zukunft nur in deutschland produzieren und diese arbeitsplätze sichern will. sie wird auch in zukunft jedes elend als bildware verkaufen, daß ihr den aufregenden beruf an exotischen plätzen garantiert, keine systemverändernden fragen stellen und sichert damit ihren lebensstandard und den arbeitsplatz des festen freien, der die mietkamera auf der schulter trägt. der abschnittsbevollmächtigte eines polizeipräsidiums informiert anwohner, daß aus anlaß eines staatsbesuches umfangreiche verkehrseinschränkungen in einem innenstadtbereich erlebt werden müssen und abgestellte fahrräder kostenpflichtig umgesetzt werden. ein montag im januar, welche gesichter das blaulicht flackernd erhellen wird, kennt das protokoll und die dienstbeflissenen beamten, welche die bereitzuhaltenden personaldokumente kontrollieren dürfen und werden. diplomatie in krisenzeiten, floskeln im kanzleramt, rahmenbedingungen der kreditlinie, alte menschen in karossen, routiniers vor kameras. ich denke an den tag, als ein valutaklammes land der vergangenheit den weltkongreßchef in einer limousine vor die ruine in der oranienburger karrte, in der irrigen annahme, der plakative, aber wenig profitable antifaschismus der ddr würde ein wenig finanziellen spielraum bewirken. dann lese ich über die rolle der fincks in den dreißiger jahren - nein, nicht 'der baron baut dem führer ein museum', eher 'wien 1938 und der finck hat eine neue bank' und 'der finck ist einer der reichsten deutschen mit geschätzten 4kommanochwas milliarden und kauft dem frankfurter museum trotzdem nicht den holbein, weil ein westerwelle billiger ist und der baron sich selber ausmalen kann, was danach kommt...' (das ist jetzt nur teilweise wirklich gelesen, aber was ist im rechtsstaat schon wirklichkeit?). die fincks, quandts, thyssen - die respektable grundlage für die 'wechselspiele' des jetzt, einträglicher als sozialistische experimente und gebrechliche alte, die im kommunistischen widerstand waren und erlebt haben, wie schnell die fincks, quandts und andere häuser in hessen und anderswo ihre weiße weste unter der arisierenden uniform hervorzaubern konnten. herzlich willkommen in der hauptstadt, herr präsident...





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