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in der regional-tv-ablenkungssendung mit weißlächelnder böhmecathrin, die den aushilfsstalker zum splitstoßfeger macht, liest ein ahne-nder von seinen gesprächen mit gott und der welt, die für ihn ein kamerateam noch einmal regional-tv-ablenkungssendungsgerecht ausleuchtet und wiedergibt, auf das die cathrin ihre weißen beißerchen blecken kann und der wedding zum mekka des kleinstbegabungsschriftstellers mutiert - zur buchmesse kann der ahne-nde, mitsamt buch und empfehlung der regional-tv-ablenkungssendung: alle nichtachtung. eine stadt kann nicht sexy sein, sagt sein zwiesprachengott eigener erfindung, der auch prompt sendegenehmigung beim öffentlich-berechtigten jugendfunk und leseberechtigung beim öffentlich-besuchbaren burgerkaffee erhält. neckisch tröpfelt der regen auf die kameralinse, als der popliterat seine mätzchenliteratur vorlesen und der tröpfelregenkameralinsenführer seine cathrin visuell glücklich machen darf. lesebühne im staatsfernsehen und - sie ahne-n es - der radikale anspruch einer selbsternannten szene zerfällt in peinliche pose und den verdacht der kumpanei mit der trivialkulturindustrie, die für jeden bildplatz im mövenpick-hotel den pinsel schwingen, für jeden leopard-panzer den werbetext erdichten und für jeden wundervonbernnazitrainerverherrlichungsschmonzettchenfilm den fünfbeinhasen tanzen würde.
überall dürfen sie ehrenvoll ihren senf dazugeben, weil die harmlosigkeit dieser armen würstchen nach pappigem untergrund schreit und das schalbierglas daneben nicht halbvoll oder halbleer, sondern nie gefüllt sein wird, um den wissensdurst des lesers wirklich zu löschen. politisch-literarischer anspruch eines mitglieds einer boheme der alternativschanklizenzinhaberbekannten, die man einmal für ihre organisation von oder teilnahme an fußmärschen anläßlich des internationalen kampf- und feiertags der arbeitslosen bewunderte, entpuppt sich als kleinstkunstbühnenauftritt der akzeptierten harmlosigkeit, so daß ein weinender gott seine tropfen auf die linse des zeugnis gebenden objektivs tröpfelt. ahne-s stadt kann sexy sein, es ist die metropolenerotik der schulmädchenreport-er, die ahne-n, wo die karriereleiter steht, welche der harmlosen cathrin die zähnchen weißt und wo das kriechlochärschchen buch- oder zeitungsverlag, radio- oder fernsehsender wackelt - die bühnenbretter, die für manche die lesewelt bedeuten und in dieser nichtqualität kein regal ergeben, welches auch nur das gewicht eines guten buches aushalten könnte.
