Fest van Cleef die Zweite

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    Verspätet, aber besser als nie. hier ein kleiner Abriss der Erlebnisse des Fest van Cleefs in Karlsruhe.

    An gleicher Stelle wurde ja schon vom Fest van Cleef in Potsdam berichtet. Da meine Wenigkeit eher aufder südlichen Hemisphäre Zuhause ist, habe ich meinen geschundenen Körper in die Badische Metropole (lach) bewegt.

    Beginn am 08.07.2007 war eigentlich um 14 Uhr, da ich aber einen Tag zuvor ein Sommerfest in unserer Firma organisiert hatte, mußte ich Sonntags Vormittags schwer saubermachen, und kam auch nicht vor 15 Uhr dazu mich Richtung Fest van Cleef zu bewegen.

    Ich verschwitzt, zumindest frisches Deo unter die Achseln gesprüht, ins Auto, aus der Schwäbischen Metropole 90 km Richtung Baden. Normalerweise eine Sache von 45 Minuten, wenn die Autobahn frei, man keine Freunde abholen muß, und Baustellen kein Dauerzustand sind. Eigentliche Ankunft in Karlsruhe 17:40 Uhr *Mist jetzt spielt grad Bernd Begemann, den wolltest du doch unbedingt sehen. Bis wir einen Parkplatz gefunden hatten, und meine doch so ausgehungerten Freunde was zum mampfen gefunden hatten, was ihren Vorstellungen entsprach, und dazu gehörte nicht die Verköstigung des Fest van Cleefs. Für Flesichesser war irgendwie nichts dabei und auf Crepes hatte keiner Bock.

    Wie sagte mein Kumpel doch, "Ein Königreich für eine Currywurst mit Pommes". Das Ende vom Lied, die erste Band die ich vors Auge bekam, war die Hansen Band. Ihr letztes Konzert. Als Projekt für einen Film ausersonnen, eine CD veröffentlicht, die garnicht mal schlecht ist, obwohl Juergen Vogel nicht singen kann, zumindest nach eigener Aussage, bestätigt durch die Bandkollegen.

    Juergen Vogel freute sich wie ein Kind, weil es sein erstes Konzert war bei dem es regnete. Quasi sein erstes und letztes Regenkonzert. Während die Hansen Band aufbaute erfolgte ein Heiratsantrag über Mikro, wem es gefällt ok, Ich fands unpassend. Das lief quasi nach dem Motto ich gestehe dir vor Tausenden meine Liebe, dann hast du auch keine Chance dich zu verstecken oder Nein zu sagen.

    Zurück zur Musik, Hansen Band waren Klasse, Einige Songs: Kamera, 18. Stock. Einfach Musik zum mittanzen und Mitsingen, egal ob es regnet oder schneit. Wirklich guter Auftritt, der Beendet wurde durch einen Spruch von Thees Ulmann an Juergen Vogel gerichtet: "Du kammst als Star und gehst als Freund".

    Nach Hansen Band dann Kante, die ein zwei gute Lieder hatten, der Frontmann Peter Thiessen hat mit seinen Erzählungen versucht auf ihre Songs hinzuleiten was ihm mit seiner monoton depressiven Stimme nicht immer gelang. 1-2 Songs, waren anhörbar und fanden ihren Rhythmus in meinem Fuß wieder, allerdings konnte Kante insgesamt mich nicht überzeugen.

    Während der Umbaupausen sah man den einen oder anderen Kettcar oder Tomte Musiker unter den Zuschauern wieder. Eines der wenigen Konzerte bei denen die Musiker sich unter die Menge trauen können, ohne von 14 jährigen Mädelz belagert zu werden, die nachdem Sie "Hallo" kreischend, kreislaufkollpaserleidend vom Platz getragen werden müßten.

    Der Regen war mittlerweile auf dem Höhepunkt, es goß in Kübeln, so das die Technik auf der Bühne Schwierigkeiten bekam. Zum Glück bekamen die Techniker alles relativ schnell in den Griff. Kettcar auf der Bühne hinter einen Vorhang aus Wasser. Ich habe Kettcar jetzt schon 3 mal gesehen und muß sagen diesesmal waren die Jungas am lockersten, zwischen den Songs kleine Geschichten, die das Leben schreibt. (Reimer: Die Story mit dem Saltoschlagenden Guano Apes Drumer nehm ich dir nicht ab" ;-) ) Es wurden 2 neue Songs vorgetragen, der eine rockte von Beginn an, der andere ist ein Spätzünder, schade das ich die Texte nur halb verstanden habe, aber die kommen sicher noch auf der nächsten Platte nach. Der eine hieß Graceland, der andere irgendwas mit 0, ich weiß es nicht mehr.

    Nach der zweiten Zugabe gingen die Lichter aus, eine Aftershow Disco gabs leider nicht, da die biederen Badenser (ich bin auch einer) am Montag arbeiten müßen und deshalb keine Genehmigung für eine Party hinterher gegeben wurde. Ich jedenfalls mit meinen Freunden begeistert, mit Kettcar im Ohr den Schlachthof verlassend. Im Auto das Nachtrönen der Lieder über Mp3 Player.

    Ich war glücklich.

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    tim.kollande
    tim.kollande vor 1804d 30min 

    Stimmt, wenn ich mal an vergangene Open Airs denke, die waren meist auch sehr gut, und es hat immer geregnet!
    Das mit dem Lars ist mir auch aufgefallen, der schien eine Menge Spaß gehabt zu haben ;)

    antworten

    Nasal
    Nasal vor 1804d 33min 

    Ja das Wetter, ich sag mal so, die besten Open Airs, waren bei schlechtem Wetter, die Menge solidarisiert dann irgendwie. Die wenigen die dann gehen, sind wohl mit Darwins Worten gesprochen die natürliche Auslese. Wir waren zwar nass aber uns gings wirklich gut. Wenn man dann noch bedenkt das die Buben auf der Bühne richtig Spass hatten, Reimer mit seinen Geschichten, Lars mit einem grinsen im Gesicht, das vermutlich erst wieder verschwindet wenn er hinter seinem Keyboard weg muß, einfach gut, da merkt man den Regen nicht, bzw. der geht einem am Ärmel vorbei.

    antworten

    tim.kollande
    tim.kollande vor 1804d 50min 

    Dann scheint's euch ja mit dem Wetter schlechter erwischt zu haben, bei uns hat es nicht so stark geregnet (immer mal ein 3 Minuten Geniesel und das war es dann schon). Schöner Bericht, übrigens! :)

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