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Tomte
Tomte: Buchstaben über der Stadt - Eine Liebeserklärung
Eigentlich habe ich nie wirklich Tomte gehört. Seit einer Nacht im Januar ist das anders.
Fürs neue Jahr hatte ich mir nicht viel vorgenommen: Keine Diäten mehr, kein exzessiver Alkoholkonsum, keine Männergeschichten. Jetzt stehe ich auf Anjas Geburtstagsparty, spüre, wie sich nach zwei Wochen Fasten das dritte Bier den Expressweg über die Blutbahn direkt in mein Gehirn bahnt, und flirte mit dem attraktivsten Mann ihm Raum, dessen Augen noch blauer sind als ich. „Baby, du wirst gerade peinlich!“, raunt mein Bruder mir warnend ins Ohr. Egal. Der Abend endet, wie solche Abende eben enden. Was mich aus der Bahn wirft, ist der Morgen danach. „Danke für den schönen Abend“ sagt der attraktivste Mann im Raum zum Abschied. „Ein Kuss auf die Stirn und danke für die Stunden“, schießt es mir durch den Kopf. Von mir ist dieser Satz sicher nicht, aber von wem dann? Google weiß wie immer die Antwort: Tomte – New York.
Nun gut, wenn sich diese Band schon aus dem Nichts in mein Bewusstsein schleicht, kann ich auch gleich versuchen, den postkoitalen Kater damit zu bekämpfen. So landet „Buchstaben über der Stadt“ auf meinem iPod. Und meine Wahrnehmung der Welt ändert sich: Es lohnt sich doch gar nicht, sich über das Wetter aufzuregen. Wie schön es hier ist, seitdem es verschneit ist! Hinter den grauen Wolken, die ich von meinem Bürofenster aus sehe, leuchten Buchstaben über der Stadt. Ich taufe die beiden Katzen meiner Freundin in Links und Rechts um. Ich verbringe keine Zeit mehr damit, mein Handy zu hypnotisieren, denn ich weiß, ich werde dich wiedersehen, weil ich es will. Wie viel leichter das Leben plötzlich ist, wie viel schöner, bunter die Welt! So soll es sein, so war's erdacht.
Ich drücke noch einmal „Play“ und danke Anja, die mich überredet hat, endlich wieder zu schreiben, für eine der letzten großen Freundschaften der Welt.
Fürs neue Jahr hatte ich mir nicht viel vorgenommen: Keine Diäten mehr, kein exzessiver Alkoholkonsum, keine Männergeschichten. Jetzt stehe ich auf Anjas Geburtstagsparty, spüre, wie sich nach zwei Wochen Fasten das dritte Bier den Expressweg über die Blutbahn direkt in mein Gehirn bahnt, und flirte mit dem attraktivsten Mann ihm Raum, dessen Augen noch blauer sind als ich. „Baby, du wirst gerade peinlich!“, raunt mein Bruder mir warnend ins Ohr. Egal. Der Abend endet, wie solche Abende eben enden. Was mich aus der Bahn wirft, ist der Morgen danach. „Danke für den schönen Abend“ sagt der attraktivste Mann im Raum zum Abschied. „Ein Kuss auf die Stirn und danke für die Stunden“, schießt es mir durch den Kopf. Von mir ist dieser Satz sicher nicht, aber von wem dann? Google weiß wie immer die Antwort: Tomte – New York.
Nun gut, wenn sich diese Band schon aus dem Nichts in mein Bewusstsein schleicht, kann ich auch gleich versuchen, den postkoitalen Kater damit zu bekämpfen. So landet „Buchstaben über der Stadt“ auf meinem iPod. Und meine Wahrnehmung der Welt ändert sich: Es lohnt sich doch gar nicht, sich über das Wetter aufzuregen. Wie schön es hier ist, seitdem es verschneit ist! Hinter den grauen Wolken, die ich von meinem Bürofenster aus sehe, leuchten Buchstaben über der Stadt. Ich taufe die beiden Katzen meiner Freundin in Links und Rechts um. Ich verbringe keine Zeit mehr damit, mein Handy zu hypnotisieren, denn ich weiß, ich werde dich wiedersehen, weil ich es will. Wie viel leichter das Leben plötzlich ist, wie viel schöner, bunter die Welt! So soll es sein, so war's erdacht.
Ich drücke noch einmal „Play“ und danke Anja, die mich überredet hat, endlich wieder zu schreiben, für eine der letzten großen Freundschaften der Welt.
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