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LONSKI & CLASSEN + CHASE THE DRAGON live am 8.1.2010 im NBI
Freitag, 08.01.2010 // NBI (Berlin-Prenzlauer Berg, Schönhauser Allee 36, U-Bhf. Eberswalder Str.)
Live: LONSKI & CLASSEN + CHASE THE DRAGON
Einlass 21:00, Beginn 22:00
AK 6 EUR, Party mit DJs Eckez + Tollwütiger Hund (Indie, Brits, Electro) feat. SCARLET SOHO (UK) live! (Interview), Eintritt 3 EUR
LONSKI & CLASSEN
"Ich musste alles aus dem Musikstudium vergessen und Mut fassen, Popsongs zu schreiben", sagt Lukas Lonski. Wie viel Kopf braucht Musik, wie viel Bauch? Das Berliner Duo LONSKI & CLASSEN hat seinen ganz eigenen Weg gefunden (Popmonitor Act des Monats November 09 / Interview). In einem Kreuzberger Hinterhof an der Spree arbeiteten LONSKI & CLASSEN ein Jahr lang auf 40 Quadratmetern an ihrem zweiten Album. Das erste hatten sie in den Clubs der Hauptstadt bekannt gemacht, Barbara Morgenstern und Schneider TM wurden sofort Fans. Denn live sind LONSKI & CLASSEN eine Klasse für sich.
Aber wie bekommt man das auf eine CD, ohne sich im Gefrickel zu verlieren? Der Weg ist nicht neu, Bands wie Talk Talk und Radiohead haben ihn begangen - mit Plattenfirma im Rücken. LONSKI & CLASSEN gingen ihn alleine. Feinschliff gaben Künstler wie Jayrope (Rope, The Sighs, Girls United) und zuletzt am Mischpult der audiophile Bayer Mark Bihler (Bridge and Tunnel). 11 Songs beschreiben LONSKI & CLASSENs Welt zwischen Hinterhof und zeitlosem Pop.
Mal ist das Album Climbing On Branches episch, mal auf den Kern reduziert. Das lässt genug Platz für den ganz eigenen Film im Kopf, und jeder hat seinen eigenen Traum. Mal legt sich die Welt wie ein atmosphärischer Teppich über einen Song wie 'Strain Everything', mal tauchen sie mit 'Day Oh Day' in die Tiefen der Melancholie. Nie wird sie zu wehmütig und drückend. Denn das Duo entscheidet sich bei der Frage Kopf oder Bauch eindeutig für das Herz.
www.myspace.com/lonskiandclassen
CHASE THE DRAGON
CHASE THE DRAGON, zwei Protagonisten mit drei Werkzeugen in ungewöhnlicher Konstellation. Akustik-Gitarre und fragiler Gesang treffen auf Synthesizer und Klavier mit intuitivem Gespür für große Melodien und performative Schönheit. Ups and downs, Stimmungen im Wandel - von optimistischen Popklängen bis hinunter zur "nonstop lane melancholy".
Völlig zu Recht ergingen sich namhafte Musik-Fachblätter anlässlich der Veröffentlichung ihrer EP Replacing Space in uneingeschränkten Lobeshymnen, so spricht beispielsweise die Visions von "gänshautstreichelnd gut", und die Intro verortet das Duo, das in der noch relativ kurzen Zeit seines Bestehens bereits drei Deutschland-Touren und eine Schweden-Tour sowie Konzerte mit Kevin Devine, Boy Omega, Miss Li, Musika 77 uvm. auf der Habenseite verbuchen kann, kurzerhand in einer schon jetzt äußerst Trademark-tauglichen Distinktions-Nische "zwischen 90er-Britpop-Ballade und Schubert".
www.myspace.com/letschasethedragonhome
PARTY ab 00:30 feat. SCARLET SOHO (UK) live:
SCARLET SOHO
Dass sich Indie, Pop und New Wave zu gar wunderbaren Romanzen zusammenfinden können, ist dieser Tage kein sorgsam gehütetes Geheimnis mehr. Die teilweise ziemlich bittere Erkenntnis, dass vor einigen Jahren hingegen die (Britrock-/Alternative-) Ohren (noch) nicht ganz so wohlwollend darauf reagierten, ereilte SCARLET SOHO (Interview), als sie eine Weile lang konsequent bei jedem Auftritt von mindestens einem Besucher mehr oder weniger dezent darauf hingewiesen wurden, dass doch bitteschön ein Drummer fehle – ungeachtet der Tatsache, dass die restliche Instrumentierung sowie vor allem das Endprodukt dies eigentlich nie missen ließen.
Heute müssen sich die drei Briten kritische Zwischenrufe gefallen lassen, die ihnen unterstellen, genretypisch rein aus der Konserve zu spielen. Tun sie aber nicht – die Freude, liebevoll im Studio Eingespieltes und Zusammengedrehtes auch live und ohne (große) Dose umzusetzen und wiederzugeben, wollen sie sich nämlich nicht nehmen lassen. Wenn dann also manch einer ob des Resultats nicht glauben mag, dass auch Electrobands nicht allein davon leben, auf bunte Knöpfchen zu drücken, sondern durchaus fähig sind, ganz "normale" Instrumente zu bedienen, darf man das ja fast schon als Kompliment verstehen.
Zwei Alben (Divisions Of Decency und Warpaint) haben SCARLET SOHO mittlerweile veröffentlicht, und die haben beispielsweise Razorlight, den Delays, IAMX oder Zoot Woman so gut gefallen, dass diese höchstpersönlich hinsichtlich Toursupport anfragten. Am dritten Werk wird aktuell fleißig gearbeitet – weiterhin ohne Drummer, dafür aber mit umso mehr Liebe zu einem Synthiesound, der unterschiedlichste Epochen, Genres und Einflüsse mit der nötigen Portion Eigenständigkeit sanft umarmt.
www.myspace.com/scarletsohouk
www.popmonitor.de
www.myspace.com/popmonitor.berlin
www.neueberlinerinitiative.de
Fotos © Lonski & Classen, Maximilian Reuss (Chase The Dragon), Scarlet Soho
Autor: popmonitor.berlin
Live: LONSKI & CLASSEN + CHASE THE DRAGON
Einlass 21:00, Beginn 22:00
AK 6 EUR, Party mit DJs Eckez + Tollwütiger Hund (Indie, Brits, Electro) feat. SCARLET SOHO (UK) live! (Interview), Eintritt 3 EUR
LONSKI & CLASSEN
"Ich musste alles aus dem Musikstudium vergessen und Mut fassen, Popsongs zu schreiben", sagt Lukas Lonski. Wie viel Kopf braucht Musik, wie viel Bauch? Das Berliner Duo LONSKI & CLASSEN hat seinen ganz eigenen Weg gefunden (Popmonitor Act des Monats November 09 / Interview). In einem Kreuzberger Hinterhof an der Spree arbeiteten LONSKI & CLASSEN ein Jahr lang auf 40 Quadratmetern an ihrem zweiten Album. Das erste hatten sie in den Clubs der Hauptstadt bekannt gemacht, Barbara Morgenstern und Schneider TM wurden sofort Fans. Denn live sind LONSKI & CLASSEN eine Klasse für sich.
Aber wie bekommt man das auf eine CD, ohne sich im Gefrickel zu verlieren? Der Weg ist nicht neu, Bands wie Talk Talk und Radiohead haben ihn begangen - mit Plattenfirma im Rücken. LONSKI & CLASSEN gingen ihn alleine. Feinschliff gaben Künstler wie Jayrope (Rope, The Sighs, Girls United) und zuletzt am Mischpult der audiophile Bayer Mark Bihler (Bridge and Tunnel). 11 Songs beschreiben LONSKI & CLASSENs Welt zwischen Hinterhof und zeitlosem Pop.
Mal ist das Album Climbing On Branches episch, mal auf den Kern reduziert. Das lässt genug Platz für den ganz eigenen Film im Kopf, und jeder hat seinen eigenen Traum. Mal legt sich die Welt wie ein atmosphärischer Teppich über einen Song wie 'Strain Everything', mal tauchen sie mit 'Day Oh Day' in die Tiefen der Melancholie. Nie wird sie zu wehmütig und drückend. Denn das Duo entscheidet sich bei der Frage Kopf oder Bauch eindeutig für das Herz.
www.myspace.com/lonskiandclassen
CHASE THE DRAGON
CHASE THE DRAGON, zwei Protagonisten mit drei Werkzeugen in ungewöhnlicher Konstellation. Akustik-Gitarre und fragiler Gesang treffen auf Synthesizer und Klavier mit intuitivem Gespür für große Melodien und performative Schönheit. Ups and downs, Stimmungen im Wandel - von optimistischen Popklängen bis hinunter zur "nonstop lane melancholy".
Völlig zu Recht ergingen sich namhafte Musik-Fachblätter anlässlich der Veröffentlichung ihrer EP Replacing Space in uneingeschränkten Lobeshymnen, so spricht beispielsweise die Visions von "gänshautstreichelnd gut", und die Intro verortet das Duo, das in der noch relativ kurzen Zeit seines Bestehens bereits drei Deutschland-Touren und eine Schweden-Tour sowie Konzerte mit Kevin Devine, Boy Omega, Miss Li, Musika 77 uvm. auf der Habenseite verbuchen kann, kurzerhand in einer schon jetzt äußerst Trademark-tauglichen Distinktions-Nische "zwischen 90er-Britpop-Ballade und Schubert".
www.myspace.com/letschasethedragonhome
PARTY ab 00:30 feat. SCARLET SOHO (UK) live:
SCARLET SOHO
Dass sich Indie, Pop und New Wave zu gar wunderbaren Romanzen zusammenfinden können, ist dieser Tage kein sorgsam gehütetes Geheimnis mehr. Die teilweise ziemlich bittere Erkenntnis, dass vor einigen Jahren hingegen die (Britrock-/Alternative-) Ohren (noch) nicht ganz so wohlwollend darauf reagierten, ereilte SCARLET SOHO (Interview), als sie eine Weile lang konsequent bei jedem Auftritt von mindestens einem Besucher mehr oder weniger dezent darauf hingewiesen wurden, dass doch bitteschön ein Drummer fehle – ungeachtet der Tatsache, dass die restliche Instrumentierung sowie vor allem das Endprodukt dies eigentlich nie missen ließen.
Heute müssen sich die drei Briten kritische Zwischenrufe gefallen lassen, die ihnen unterstellen, genretypisch rein aus der Konserve zu spielen. Tun sie aber nicht – die Freude, liebevoll im Studio Eingespieltes und Zusammengedrehtes auch live und ohne (große) Dose umzusetzen und wiederzugeben, wollen sie sich nämlich nicht nehmen lassen. Wenn dann also manch einer ob des Resultats nicht glauben mag, dass auch Electrobands nicht allein davon leben, auf bunte Knöpfchen zu drücken, sondern durchaus fähig sind, ganz "normale" Instrumente zu bedienen, darf man das ja fast schon als Kompliment verstehen.
Zwei Alben (Divisions Of Decency und Warpaint) haben SCARLET SOHO mittlerweile veröffentlicht, und die haben beispielsweise Razorlight, den Delays, IAMX oder Zoot Woman so gut gefallen, dass diese höchstpersönlich hinsichtlich Toursupport anfragten. Am dritten Werk wird aktuell fleißig gearbeitet – weiterhin ohne Drummer, dafür aber mit umso mehr Liebe zu einem Synthiesound, der unterschiedlichste Epochen, Genres und Einflüsse mit der nötigen Portion Eigenständigkeit sanft umarmt.
www.myspace.com/scarletsohouk
www.popmonitor.de
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Fotos © Lonski & Classen, Maximilian Reuss (Chase The Dragon), Scarlet Soho
Autor: popmonitor.berlin
