Tourtagebuch: 02.05. Torgelow / Holliday In

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Wo zum Teufel ist Torgelow?
Ich weiß es bis heute nicht richtig. Die Fahrt war lang und wir sind nicht an einem Gebirge vorbeigekommen. Die untergehende Sonne blieb immer in unserem Rücken und das Meer zur linken. Wenn ich also alles recht bedenke, waren wir weit im slawischen Siedlungsraum. Unser Bus, Marke Mercedes Benz, wusste mehr als wir und streikte um dem sicheren Tod eines deutschen, kasko- versicherten Gewerbefahrzeugs in Form von Diebstahl zu entgehen. Er duckte sich in einer pommerschen Schrauberbude ab, täuschte einen ernsthaften Defekt vor, den er als es am nächsten Tag wieder Richtung Westen ging, zum Marderbiss relativierte.
Wir spielten in einer verstörenden Lokalität, die mich sehr an einen polnischen Kultursaal erinnerte. Gemütliche Polen- Urlaubsstimmung kam allerdings nicht auf, dafür war das Einlasspersonal wiederum zu Deutsch und die Gastronomie zu schlecht.

Wir haben in einem Lokal am Torgelower Markt eine Tütensuppe als Minestrone serviert bekommen, an einer Fertigpizza verdaut der Autor dieser Zeilen immer noch, fast 24 Stunden nach Verzehr.
Aber wo Schatten sind, ist auch Licht. Dieses erstrahlt aus der Pommern Mühle Ueckermünde. Die koreanische Besitzerin Pamela Brown zeigt eindrucksvoll die Lücken im Klischee Mecklenburg- Vorpommern. Von wegen Servicewüste und Fremdenfeindlichkeit.
Fahrt mal hin und überzeugt Euch selbst! Zur Belohnung gibt’s dann ein „geiles Fotoli“ und eine Erweiterung Eures Wortschatzes. Schwarzauge kann man für Sonnenbrille sagen, astrein.
Deine Bilder und Fotos in einer Slideshow auf MySpace, Knuddels oder deiner Homepage!alle Bilder dieser Slideshow anzeigen

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