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Northern Lite
Northern Lite: Tourtagebuch: Raddusch
Die Erfahrung lehrt, dass es drei Dinge gibt, die unvereinbar mit einem Musikerleben sind:
Ein Überziehungskredit, eine Berufsunfähigkeitsversicherung und ein harmonisches Familienleben. Die Ursache dieses unangenehmen Sachverhalts ist das schlechte Image des Berufsbilds „Musiker“ . Wie soll einen jemand gegen die Unfähigkeit einen Beruf auszuüben versichern, der gar keiner ist? Oder viel schlimmer noch: der eine Tätigkeit darstellt die man ausübt, weil man eh unfähig ist irgendeinen Beruf auszuüben! Da beißt sich die Katze doch in den Schwanz. Einem ähnlichen Dilemma sieht sich der Musikant gegenüber, wenn er bei seiner Bank einen Überziehungskredit einfordert. Die Grundlage eines derartigen Kredits ist ein geregeltes Einkommen. Wenn einer aber Geld bekommt für die Ausübung einer Tätigkeit, die keine ist, ja schlimmer noch, die eigentlich Keiner braucht bzw. bezahlen will, dann ist das per se schon mehr als unseriös. So jemandem gibt man keinen Kredit, ganz egal wie hoch die Almosen sind, die ihm von seinem Publikum zugesteckt werden.
So weit so gut, man gewöhnt sich dran. Man kann nicht alle Menschen überzeugen mit denen man zu tun hat. Im engsten Kreis allerdings, der Familie und dem Freundeskreis ist das anders. Da muss man sein Image aufpolieren, sonst steht man irgendwann alleine da.
Deshalb habe ich den Auftritt in der Slawenburg Raddusch mit einem schönen Ausflug in den Spreewald, den Spreewald- Ausflug mit der Aufwartung meiner Sippschaft zum Geburtstag eines Freundes in Berlin und den Heimweg mit einem Kurzbesuch bei lieben Verwandten kombiniert. Was man für ein derartiges Programm so braucht, nämlich die Fähigkeit zu navigieren, die Fähigkeit überall schlafen zu können, bzw nicht schlafen zu müssen, die Fähigkeit lange Strecken zu fahren und nicht zuletzt im Team zu agieren, kann man auf Tour prima erlernen. Die Familie muss dann da durch und bekommt einen Eindruck von den Entbehrungen die ihr Vorstand auf sich nimmt, um die nötigen Mittel zu ihrem Erhalt zusammen zuschnorren. Wenn man dann noch so ein schönes Konzert in einem so einzigartigen Ambiente wie der Slawenburg Raddusch als Trumpf in der Hand hat, kann eigentlich nichts mehr schief gehen. Danke Gunjah, danke Kollegen, danke liebes Publikum.
Ein Überziehungskredit, eine Berufsunfähigkeitsversicherung und ein harmonisches Familienleben. Die Ursache dieses unangenehmen Sachverhalts ist das schlechte Image des Berufsbilds „Musiker“ . Wie soll einen jemand gegen die Unfähigkeit einen Beruf auszuüben versichern, der gar keiner ist? Oder viel schlimmer noch: der eine Tätigkeit darstellt die man ausübt, weil man eh unfähig ist irgendeinen Beruf auszuüben! Da beißt sich die Katze doch in den Schwanz. Einem ähnlichen Dilemma sieht sich der Musikant gegenüber, wenn er bei seiner Bank einen Überziehungskredit einfordert. Die Grundlage eines derartigen Kredits ist ein geregeltes Einkommen. Wenn einer aber Geld bekommt für die Ausübung einer Tätigkeit, die keine ist, ja schlimmer noch, die eigentlich Keiner braucht bzw. bezahlen will, dann ist das per se schon mehr als unseriös. So jemandem gibt man keinen Kredit, ganz egal wie hoch die Almosen sind, die ihm von seinem Publikum zugesteckt werden.
So weit so gut, man gewöhnt sich dran. Man kann nicht alle Menschen überzeugen mit denen man zu tun hat. Im engsten Kreis allerdings, der Familie und dem Freundeskreis ist das anders. Da muss man sein Image aufpolieren, sonst steht man irgendwann alleine da.
Deshalb habe ich den Auftritt in der Slawenburg Raddusch mit einem schönen Ausflug in den Spreewald, den Spreewald- Ausflug mit der Aufwartung meiner Sippschaft zum Geburtstag eines Freundes in Berlin und den Heimweg mit einem Kurzbesuch bei lieben Verwandten kombiniert. Was man für ein derartiges Programm so braucht, nämlich die Fähigkeit zu navigieren, die Fähigkeit überall schlafen zu können, bzw nicht schlafen zu müssen, die Fähigkeit lange Strecken zu fahren und nicht zuletzt im Team zu agieren, kann man auf Tour prima erlernen. Die Familie muss dann da durch und bekommt einen Eindruck von den Entbehrungen die ihr Vorstand auf sich nimmt, um die nötigen Mittel zu ihrem Erhalt zusammen zuschnorren. Wenn man dann noch so ein schönes Konzert in einem so einzigartigen Ambiente wie der Slawenburg Raddusch als Trumpf in der Hand hat, kann eigentlich nichts mehr schief gehen. Danke Gunjah, danke Kollegen, danke liebes Publikum.
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