Kino.to für alle!

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Digitalisierung führt dazu, dass Nutzer und Produzenten auf Augenhöhe sind. Prinzipiell ist das die Grundlage einer jeden guten Beziehung. Ausgerechnet die Konzerne der Kreativwirtschaft tun sich aber schwer damit, ihren Kunden eine freie Nutzung ihrer Produkte zu gewährleisten. Sie möchten das Ende der Kontrolle nicht akzeptieren. Die Regierung gibt ihr sogar noch Flankenschutz. Absurd, denn streng genommen ist dies das Gegenteil einer Nachfrage-orientierten Wirtschaftspolitik. Die Content-Wirtschaft bedroht mit der Weigerung, zeitgemäße Angebote zu schaffen, ihre eigene Existenz.

Seit 8. Juni 2011 Geschichte - die Video-on-Demand-Website kino.to


Egal ob man Autor, Interpret, Verlag, Label, oder Sender ist – das Gefühl die Kontrolle zu verlieren, ist immer ein wenig bedrückend. Das ist verständlich, denn das, was man geprägt, produziert oder mitentwickelt hat, möchte man ungern loslassen. Jeder hat das schon erlebt. Mir ging das zuletzt am vergangenen Montag so. Meine Tochter stand mit Umzugskarton und Freund vor mir und winkte schüchtern. Als die Tür ins Schloss fiel, fühlte sich das ziemlich merkwürdig an.

Die Kleine ist 18 und somit habe ich keine Kontrolle über ihr Leben mehr. Ich kann versuchen, es in Form von Sanktionen zu regulieren: Man könnte den Wohnungsanteil des BAföG-Satzes streichen, den sie ab jetzt erhält, wenn die Noten nicht stimmen. Man könnte die Kfz-Versicherung, die ihre Mutter übernommen hat, kappen, wenn man merkt, dass da Drogen oder ganz viel Alkohol ins Spiel kommen. Aber wird das wirklich helfen und nicht viel eher Trotzreaktionen provozieren? Geht es nicht darum, Angebote zu machen und Liebe zu geben, wenn man nicht völlig den Zugriff verlieren will?

Vier Tage nach meiner Tochter zogen 250 Bundesbeamte aus. Unterstützt von Kollegen in Spanien und Frankreich suchten sie nach den Servern und Verantwortlichen von kino.to. 13 der 21 mutmaßlichen Macher des Portals wurden verhaftet. Diese haben daran verdient, bessere Verbindungen zu ihrem illegal gesammelten Angebot zu verkaufen. Drei Tage verbesserten Zugriff für 99 Cent als Schnupperangebot, einen Monat für 6,99 Euro. Viele der täglich ca. vier Millionen Nutzer haben gezahlt, damit die Filme schneller luden oder nicht gar mittendrin abbrachen. Deshalb und nicht aus Altruismus wurde die Plattform betrieben.

Keine Filmspielwiese mehr - seit ein paar Tagen wird der Internetnutzer auf strafrechtliche Verfolgung aufmerksam gemacht.

Wenn Dritte auf Kosten von jemandem Geld verdienen wollen, sind sie keine Kunden. Verständlich, dass man sich dagegen wehrt. Ein jeder, der aber abends im Bett lag und sich „Four Lions“ oder andere, aktuelle Filme über kino.to streamen ließ, ist jedoch ein potenzieller Kunde. Erst recht, wenn man sogar bereit war, für den Erwerb einer besseren Verbindung Geld zu zahlen. Diese potenziellen Kunden zu bedrohen, wie es ein von der GVU (Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen) mandatierter Anwalt flugs vor den Kameras tat („Abmahnungen á 100.- Euro zuzüglich einer Leihgebühr von weiteren 10 bis 20 Euro“), ist schlichtweg fahrlässig. Statt einer Geschäftsbeziehung provoziert man so nur Widerstand.

Richtig wäre statt dessen, auf Seiten der Produzenten zu akzeptieren, dass man keine Kontrolle mehr darüber hat, wer wann welchen Film schaut, und den Kunden ein Angebot zu machen, so wie es kino.to getan hat. Mit der Zusicherung besserer Qualität und rechtlicher Sicherheit kann man damit garantiert auch bessere Preise erzielen, als es kino.to tat. Die reine Existenz der Plattform, die man lahm legen musste, beweist, dass ein Markt da ist. Diesen nicht wahrzunehmen, ist Betrug an allen anderen (zum Beispiel auch den staatlichen Filmförderern), die Rechte an dem Werk erworben haben. Es treibt potenzielle Kunden in die Illegalität und schneidet Erlösberechtigte von potenziellen Einnahmen ab. Verbote ohne Angebote funktionieren nicht bei Volljährigen.

Bei Staatsminister Neumann ist diese Erkenntnis noch nicht angekommen. Komisch, dabei hat der Mann selbst zwei Kinder. Vielleicht sind die noch nicht erwachsen, oder der Druck der Urheberlobby auf ihn und seine Partei ist einfach zu groß. Vor den versammelten Konzern- und Interessensvertretern verbeugte er sich am 24. Mai bei der CDU Media-Night mit Sätzen wie „Zugang zu urheberrechtlich geschützten Werken (…) kann nicht gewährt werden, in dem das Urheberrecht in ein Verbraucherrecht umgedeutet wird.“ Oder: „Vorschläge wie die Einführung einer Flatrate oder jüngst die einer Kulturwertmarke sind abzulehnen.“

Frank Briegmann (Präsident Universal Music) und Angela Merkel auf der CDU Media Night 2011 - Foto: Universal

Den Kunden (Verbraucher) nicht mit dem Anbieter (Urheber) gleichzustellen, ignoriert jegliche Prinzipien der Marktwirtschaft. Lösungsmöglichkeiten nicht durchzudenken, obwohl sie als Wünsche des Marktes artikuliert werden, kann sich niemand erlauben, der ein Geschäft machen will. Bernd Neumann muss ja auch gar keine Geschäfte machen, aber er sollte als Politiker versuchen, diejenigen zu schützen, deren Geschäfte verhindert werden. Nicht diejenigen verhindern Geschäfte, die Lücken im digitalen Angebot wahrnehmen, sondern Konzerne, die als Intermediäre an ihrem Kontrollstreben festhalten. Wer bestimmen will, wann ein Film auf dem PC zu sehen, ein Artikel auf dem Computer zu lesen oder ein Song zu downloaden ist, ignoriert die Fakten der Digitalisierung und schädigt dadurch Produzenten, Autoren, Interpreten und viele andere Kreative.

Den Content-Konzernen werden Rechte an Werken von Kreativen übertragen, damit sie diese kommerziell auswerten. Verhindern sie diese Auswertung, indem sie die legalen Zugänge nicht oder zu spät ermöglichen, verhindern sie Geschäft und erfüllen somit nicht ihren Vertrag mit den Künstlern. Der einzige Markt, in dem der zuerst von der Digitalisierung betroffene Musikmarkt seit 2010 wächst, ist Schweden. Dort erlauben es Musikverlage und Plattenfirmen einem Streaming-Dienstleister (Spotify), alle Titel legal verfügbar zu machen, sobald sie das erste Mal im Radio aufgeführt werden. Finanziert wird das Angebot durch Abos oder Werbung. Spotify ist somit eine Art kino.to für alle. Die Flatrate Spotify generierte im letzten Quartal fast die Hälfte des Umsatzes des schwedischen Musikmarktes. Als Musiker und Autor müsste man in der Konsequenz seinen Verlag oder sein Label nötigen, zu kompensieren, was man an Einnahmen verliert, weil noch keine gleichwertigen Dienste (das deutsche Simfy kann ob der Politik der Konzerne in Sachen Repertoire und Vollständigkeit leider noch längst nicht mithalten) vor Ort ermöglicht werden.
Das deutsche Musikportal Simfy wurde 2009 gegründet und bietet derzeit über 8 Millionen Musiktitel an. Im Vergleich: Spotify verfügt über mehr als 13 Millionen Tracks.


Statt kino.to ohne Alternative lahm zu legen, als Staatsminister Flatrate und Verbraucherrechte abzulehnen, muss man die Rechteinhaber verpflichten, Angebote zu schaffen, die die Wünsche der Nutzer bedienen und zu einer Vergütung der Konsumenten führen. Der Wunsch der Konzerne den Markt und den Konsumenten über eine vierstufige Auswertung (Kinofilme) oder das Aufstauen von Bedarf (Musikcharts) voneinander zu entfernen ist legitim, aber nicht durchsetzbar. Geld verdient, wer seine Kunden gut bedient und nicht derjenige, der sie reglementiert. Ein Rest von Steuerung behält, wer Anreize und Bindung schafft. Apple macht das mit seinen Angeboten immer wieder vor und alle Leser dieses Blogs erinnern mich bitte dringend daran, wenn ich mich das nächste mal über meine undankbare, selbständige, älteste Tochter ärgern sollte.



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olaf vor 648d 17h 

Also erst einmal muss man die Kirche im Dorf lassen. Die Gebrüder Warner haben ihren Siegeszug mit illegal erstellten Filmkopien begonnen, da ihnenn icht genügend zur Verfügung gestellt wurden. Und: Portale wie Kino.To sind bei Leibe nicht nur reine Geldmaschinen. Denn der Unterschied zu den schrottigen sogg. legalen Angeboten ist ist auch, dass hier die User das Programm bestimmen. So haben sich auf Kino.To immer mehr Filme und Dokus eingefunden, die ansonsten nur schwer zugänglich waren.
Ich hätte mir gewünscht, wenn es denn wirklich nur um den Schutz des Eigentums und der damit verbundenen Verwertungsgebühren gegangen wäre, dass die Rechtevertreter einfach nur eine "Gewinnabschöpfung" vorgenommen hätten und sich ansonsten um einen Fortbestand bemüht hätte.
Aber das wäre wahrscheinlich ähnlich in die Hose gegangen wie bei Napster, wo aus einem Interessentenportal ein Mainstreammonster gemacht wurde.
Und was die offiziellen Angebote angeht: ich bin nicht bereit für einen Onlinedownload mehr zu zahlen, als für die Kauf-DVD. Zumal ich die gesamte technische Struktur ja auch zu meinen Lasten geht.
Wie groß die Löcher im Verwertungssystem sind, kann gut am Beispiel der Kleinkunst-, Kurz- und Trickfilmszene gezeigt werden. Entsprechende Magazine in Print- und TV sind voll mit Berichten über diese Szene, aber nirgends gibt es eine brauchbare Quelle für interessierte Filmfreunde.
Die werden nur, wenn alles klappt, bei Kino.To & Co. bedient. Leider.

antworten

Käth vor 653d 12h 

Ich schau kino.to! Whoohooo! Bin auch bereit im PlaystationStore oder auf KabelDigital für Filme zu zahlen, aber da gibts ja meist nur die hinter-letzten Schinken und oft funktioniert die Technik einfach nicht..
P.S. Warum sind hier eigentlich so viele abgefuckte Leute unterwegs, die nur rummosern?!?! Diese Neid-Hammel...

antworten

vor 670d 7h 

Die Überlegung insgesamt (Film-Spotify) finde ich nicht schlecht, wer´s gerne zahlen will. Ich persönlich denke jedoch, dass in Deutschland sehr viele Menschen gibt, die es sich einfach nicht leisten können in überteuerte Kinos zu gehen. Deswegen bin ich Kino.to-Befürworter. Die Filmproduzenten und die Schauspieler verdienen immer noch viel zu viel Geld und sollen nicht rumheulen!

Für alle die es noch nicht mitbekommen haben, natürlich ist kino.to auch wieder online ;) Da werden keine Kriminalpolizisten etwas dagegen tun können, da dort nicht nur 21 Mitarbeiter hinterstehen, welche nur Geld verdienen wollen, sondern auch Organisationen wie z.B. Ananymous!

Hier die neue Domain: www.kinox.to

Gruss aus NRW,

Ivan

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stephan.sauer vor 678d 14h 

"...wenn spotify an die börse geht..." zu herzig. knuddel an alle, und ganz umsonst.

antworten

Claudius vor 687d 5h 

Tim, was geht ab ?

Rammstein sind bei Simfy gar nicht,
und auf Napster als lächerliches 30 sec preview
verfügbar !

Wie siehts bei Spotify aus ?

antworten

Georg vor 702d 3h 

Es geht - wie schon geschrieben - darum was der Kunde möchte. Jede vernünftige Industrie, jedes Angebot sollte sich danach richten. Nicht wahr?

Das Internet hat einen großen Vorteil: Wir können auf sehr einfache und auch billige Weise herausfinden was die Nutzer wollen.

Hätten die Musikfirmen vor Jahren - als napster bekannt wurde - einen Packt mit napster geschlossen und versucht pro Song ein paar Cent zu bekommen, wären wir wahrscheinlich heute schon weiter. Dann hätten wir spotify/simfy schon damals gehabt. Jahre nach dem nun die Inhaber der Masterbänder den Kontrollverlust akzeptiert haben, geben sie ihren Content für Streaming-Portale frei bei dem man pro Song nicht einmal einen Cent pro Stream bekommt. Aber es funtkioniert anscheinend gar nicht so schlecht ;-)

Werden jetzt die gleichen Fehlentscheidungen in der Filmindustrie getroffen? Naja man wird sehen.

Eins ist meiner Meinung klar: Den Nutzer/Konsument für sein Bedürfnis abzustrafen ist nicht sehr klug, man sollte sein Angebot danach richten und versuchen das Bedürfnis so gut wie möglich zu befriedigen.

Wahrscheinlich dauert es noch 10 Jahre und amazon wird dann wieder das Rennen machen. amazon.com hat ja bereits "instant video". (zB The Hangover für 2,99 Dollar für 48 Stunden) Ich wäre bereit zu zahlen!

antworten

Claudius vor 711d 16h 

Die Gewinne werden in der Art und Höhe ausgeschüttet, wie es im Musikgeschäft schon immer war und ist, schlecht und ungerecht wie in den 90ern für Künstler mit schlechten Verträgen / bad management, wenig wie in den Nullerjahren, da hier das Meiste an Jamba und neuerdings Apple floss und eben wieder schwierig wie's jetzt ist, mit den großen "neuen" Major(s), wo eben nach wie vor starkes Management verlangt wird.

antworten

tim.renner
tim.renner vor 712d 6h 

@Stefan: Sorry mein Lieber, aber meine Karriere als"Posterboy der Netzkuturszene" kann ob zweier Determinanten nicht gelingen. Einerseits reicht da die Optik nicht, andererseits stimmt der Inhalt halt nicht. Anders als die Apologeten des Free-Use bin ich nämlich durchaus ein Freund der Bezahl-Inhalte. Wobei dabei völlig Schnuppe ist ob dies durch einzelnen Kauf, Abo oder Werbung geschieht.
Filme gab es schon lange bevor es eine vierstufige Auswertungskette gab und genauso wie der Videoverleih und das Free TV wider erwarten nicht das Ende des Kinos bedeutet haben, würde es durch ein Film Spotify auch nicht eintreten.
Apropos Spotify: 50% des Umsatzes von Schweden in den ersten beiden Quartalen 2011 ist schon eine Ansage. Wenn da skandinavische Kollegen von Dir enttäuscht sind kann das daran liegen, dass sie bei der Eigentümerschaft nicht partizipieren. Die Majors haben die Lizenzierung davon abhängig gemacht, dass sie Equity erhalten. Die Indies haben ihnen das in Form von Merlin nachgemacht. Fragt sich nur, wie man diese Gewinne an die Künstler (deren Rechte das ja möglich gemacht haben) ausschütten will, wenn Spotify dereinst an die Börse geht oder von Apple aufgekauft wird :-)?

antworten

Claudius vor 714d 3h 

Geil, alle Leute sind zu faul sich einzuloggen, sogar Tim.

Also meine englische Freundin findet Spotify auch ganz toll.
Film und Musik gehören doch zusammen wie Mann und Frau, Bild und Ton, Pech und Schwefel.

Wenn bei Simfy auch Musikvideos wären, hätte das Auge auch seine Freude.

antworten

Stefan Herwig vor 714d 13h 

Lieber Tim,

leider gehst du auf mein eigentliches Argument nicht ein:

Das Verzichten auf die Auswertungskette wird nach Ansicht diverser lete aus dem Fiölmbiz in der tat die investitionsmöglichkeiten in Filme stark beschneiden.

ich gebe dir ein beispiel, ich habe mir gerade die Blue Ray "Battle of Los Angeles" in new Jersey gekauft. Ich werde definitiv jetzt nicht mehr ins Kino gehen, wa sich ursprünglich vor hatte.

Mich erinnert die ganze "macht nur ein legales Geschäftsmodell draus, und alle Piraten werden wieder schön einkaufen gehen" an die Argumentation, die wir vor fünf Jahren im Musikbiz hatten, nämlich dass wir nur auf Kopierschutz verzichten müssen. Das haben dann alle Beteiligten gemacht, den Kauf hat das nur marginal angekurbelt. Das wird hier nicht anders sein.

Das ganze hier ist eine Stellvertreterdiskussion, und, Tim, ich finde du solltest in der Tat mal deine Versuche aufgeben, als Wanna-be Posterboy der Netzkulturszene nach Sympathie zu schielen.

Du hast doch slebst mal mit Musikmarketing dein Geld verdient, also weisst du wie wichtig Timing und ein vernünftiges Marketing ist, das ist im Filmbereich nicht anders.

Die Marketingregeln haben sich in der Tat geändert, aber trotzdem ist Timing nach wie vor wichtig, das solltest du doch noch wissen. Ausserdem haben sich jetzt mehrere illegale Börsen von slebst geschlossen.

Vielleicht sollte es im TV-berech wirklich eine internationale Streamingplattform als geschäftsnodell geben, vielleicht ist das für eine Minorität der radikalsten Fans interessant, aber im Kinofilmbereich halte ich das für absolut unrealisierbar.

Was das jetzt mit den Spotifyzahlen zu tun hat, will mir nicht ganz einleuchten, denn meine Antwort bezeht sich nur auf diene Kino.To argumentation. Da geht es um Musik wir sprechen hier über Film. Ausserdem haben mir ein paar Skandinavier gesagt, dass sie mit den Erlösen von Spotify ziemlich enttäuscht sind, aber das nur am Rande.

In diesem Sinne, schöne Grüße nach Berlin,

Stefan

antworten

just my 2 cents vor 715d 4min 

http://groebchen.wordpress.com

antworten

Kojak vor 715d 20h 

Entzückend, Baby!

antworten

Tim Renner vor 716d 11min 

Ah, eben erst gesehen, Stefan Herwig zu Gast wann immer es ums Urheberrecht geht, sagt auch was. Ich finde interessant, dass Du Dich da ökunomisch meinst so gut auszukennen. Wenn Microbusiness nicht Macrobusiness substituieren kann, wieso macht dann im ersten Halbjahr 2011 Spotify 50% des schwedischen Marktes aus und weshalb glaubt dann selbst Kevin Lawry (Europachef von Sony), dass dadurch bis 2015 alle Verluste der letzten Jahre wieder ausgeglichen werden können? Genauso falsch ist die Annahme, dass Kinos leer stehen, wenn man die Filme früher freigibt. Nein, schon jetzt sind alle Filme im Netz, nur die Produzenten verdienen nicht mit. Wer sich Kino im Kino anschauen will, verzichtet schon jetzt auf das Netz, wer das nicht mag würde mit den zeitgleichen, legalen Angeboten den Produzenten ihren gerechten Lohn zukommen lassen... Und auch bei einer anderen Sache hast Du nicht alle Fakten betrachtet: Nein, nicht alle meine Kinder sind jetzt ausser Haus, das jüngste ist noch neun. Deine Produzentenfreunde, die ihre Kunden mangels Angebot in die illegalität treiben, können leider erst in ca. neun Jahren bei mir ein bett bekommen :-)

antworten

Tim Renner vor 716d 19min 

@Hubert S: Wenn ich von Kontrollverlust spreche geht es darum, dass der Produzent die zeitliche, örtliche und inhaltliche Kontrolle über seine Werke verliert und das gemeinhin nicht akzeptieren mag. Es geht dabei jedoch um die Produzenten von Inhalten, nicht die Produzenten von gekoppelten Hardware/Software Systemen, wie Apple es einer ist. Keine Frage, hier geht es nicht um Kontrollverlust, das widerspricht der ersten Behauptung jedoch nicht. Apple habe ich als Beispiel in den Text eingebaut um zu zeigen, dass der Konsument (auch Du!) offensichtlich bereit ist absurde Preise für Convience zu zahlen.
@andi81 und wooha: Ihr habt den Text nicht wirklich aufmerksam gelesen, gell? Wie soll man im Mediamarkt oder Saturn denn DVDs klauen, die noch gar nicht veröffentlicht sind? Den Erfolg von kino.to (82% der Nutzung!) machten Filme aus, die noch im Kino laufen. es geht hier weniger um "Umsonstmentalität" als halt um das Ende der Kontrolle...

antworten

Lisa Loch vor 717d 50min 

entspannte leute machen das aber

antworten

Hubert S. vor 719d 20h 

man stadtaffe...

Halt ich ganz bestimmt nicht!

antworten

Stefan Herwig vor 720d 4h 

Lieber Tim,

du machst es dir mit deiner Argumentation (wierholt) sehr einfach.

Natürlich kann die filmwirtschaft Kino.to emulieren. Dazu müsste sie einfach auf die Film-Auswertungsfenster verzichten, die optimale Einnahmen Aus Kino, Verleih-DVD, Verkau-DVD und TV Nutzung generieren.

Das resultiert dann in niedrigeren Einnahmen, und DASS resultiert dann wiederum darin, dassdie meisten independent-filme nicht producziert werden (Fourlions zum Beispiel), und dass die Mainstreamfilme nur noch die Hälfte des Budgets bekommen. das heisst wiederum ekine Special FX, keine Topschauspieler, weniger Werbung und MArketing, weniger Qualität, etc.

Dafür haben wir dann aber alles sofort. Source Code zeitgleich im Kino und im Internet. Gehen halt 2 von 3 Kinos pleite. Kann dir doch egal sein!

Will ich Qualität wirklich gegen "Sofort haben" tauschen?

Jeder, der darüber nur zwei Minuten nachdenkt, dem nur etwas an nachhaltiger Kulturfinanzierung liegt müsste sich eigentlich somit FÜR Qualität und GEGEN illegale Angebote entscheiden.

Liebe Kinobetreiber, liebe Videothekenbetreiber, der Tod ist gar nicht so schlimm. Sagt zumindest Tim Renner. Seine Kinder sind schon ausgezogen, bei Ihm ist sicherlich noch ein Bettchen für euch alle frei.

antworten

Peter Fox vor 720d 7h 

HALT DIE FRESSE !

antworten

Hubert S. vor 720d 19h 

Sorry, nimm's nicht persönlich, mich hat nur deine schnoddrig-polemische replik genervt.
Wie kommst du denn darauf, dass ich panik schiebe, ich bewerte das ja alles gar nicht, ich profitiere beruflich sogar davon.
Ich finde es immer nur verblüffend und bezeichnend, dass jegliche kritische äußerung, selbst wenn sie nur dialektisch ist, von vielen leuten aus der szene beinahe reflexartig sofort in die paranoia-ecke geschoben wird. ich befasse mich seit jahren zwangsläufig und sachlich mit dem Thema, was mich ganz nüchtern zu der auffassung geführt hat, dass das halbwegs freie Internet der ersten Jahre dem Ende entgegengeht (die anonymous-leute, die leider nicht sehr viel reissen werden, schmücken sich ja nicht umsonst mit der Guy Falks-Maske, und V war ja immerhin mit einem diktatorischen Regime konfrontiert. - auch sehr bezeichnend...); das was jetzt kommen wird, wird jedenfalls alles andere sein, als eine freie Spielwiese, und das bringt alles mögliche mit sich. Die Digitale Revolution wird bisher vornehmlich ökonomisch wahrgenommen, aber da hängt viel mehr dran. Aber darum geht es hier ja auch gar nicht. Ich bin mir nur sicher, dass sich mein Musikverlag und die GEMA (und damit auch mein ökonomisches Ich) auf mittlere sicht nicht die geringsten Sorgen zu machen braucht, denn die Kontrollmöglichkeiten werden zunehmend ubiquitär und nicht etwa andersherum, und an ein gleichgewicht von kräften glaube ich in dem zusammenhang nicht, die flächendeckende Verbreitung von mobilen Schnittstellen wie Smartphones, Tablets etc., die ich durchaus jedoch nicht ahnungs- und arglos mit einer Art Gib-dem-Affen-sein-Spielzeug-Mentalität benutze sind da nur ein kleiner Schritt. (Ich liebe übrigens auch meinen Mac, was nicht heisst, dass ich nichts gegen Apple sagen darf.)
Die Angst jedenfalls vor Kontrollverlust der Rechteinhaber, den Tim Renner hier beschreibt, halte ich für gestrig und begründet sich immernoch in dem Napster-Trauma der Nullerjahre, aber der wilde Westen jener Phase, der ist vorbei. Die Kulturindustrie im Handschlag mit den neuen Oligopol-Distributoren sprich Gatekeeper wie Apple und Google, wird bald wieder die umfassende Kontrolle haben. Und die wird weitergehen als zuvor. Ohne Wertung, ganz nüchtern.

P.S. Was ist denn für dich "falsche Presse"? Ich dachte sowas wie richtige und falsche Presse gibt es nur in China oder Nordkorea...

antworten

castosuu vor 721d 1h 

Danke fuer die blumen, Hubert !

Der gläserne mensch war uns wirtschaftern noch nie ein dorn im auge. Ich mache mich damit nicht verrueckt. Wenn es nach deiner panik ginge, empfehle ich dir unbedingt dein telefon und explizit dein handy abzuschaffen. Und briefe solltest du auch nicht öffnen.

Berichte doch bitte mal von einer schlechten erfahrung deinerseits, seit dem deine etwaige persönlichkeit im netz offen liegt. Wurdest du abgemahnt ? Ließt du die falsche presse ?

antworten

Hubert S. vor 721d 3h 

Ja Einstein, genau weil Apple seine Rechte schützt und aggressiv monetarisiert passt Tim Renners Vergleich eben überhaupt nicht. Und darum geht's. Klingelt's? Ich denke auch nicht einseitig, wenn ich ein bisschen weiter denke als der gewöhnliche Hanswurst, der sagt, ey das netz ist doch total freifläche ey und sich bei skype unbeobachtet fühlt... Das ist nämlich ziemlich naiv bis dämlich, nebenbei: lies dir doch vorher mal die AGBs bei Skype (oder sonst einem fast beliebigen "kostenlosen" Internetdienst) durch, du Genie.
Freifläche und fehlende Kontrolle ist nur da, wo man noch unbeobachtet ist, und das war gestern.

antworten

castosuu vor 721d 13h 

Was fuer ein schmu, Hubert.
Das ist wie im film, mal gewinnen die guten, dann wieder die boesen. Vielleicht hatte der hauptkomissar selbst probleme mit dem laden seines fav auf kino.to und beschloss aus wut: so, game over. Das netz ist doch ne freiflaeche, da darf man nie eingleisig denken. Und Apple anzuprangern ist quatsch, deren systeme waren schon immer mit "schloss" versehen, hier ging es immer um rechte. Die entwicklung passt einfach ins zeitgeschehen. Die prominente adresse kino.to ist nun down, aber fuer alle anderen filmwuetigen finden sich sicherlich etliche weiteren quellen fuer filme, und wenn es per skype von freunden ist.

antworten

Hubert S. vor 721d 20h 

Lieber Tim Renner
alles schön und gut, aber Dein merkwürdiger Schlusshinweis auf Apple ist ja ziemlicher Quark. Du übersiehst, dass Apple eine Doppelstrategie fährt. Auf der einen Seite die unschlagbare Benutzerfreundlichkeit also eine gewisse Kundenzentriertheit der Produkte an sich (aber das ist ein kommerzieller Popsong auch), aber auf der anderen Seite gibt es wohl keinen schlimmeren Diktator, was die Reglementierung des Nutzers in Hinblick auf die Abschottung der eigenen Systeme sowie auf Patente und Urheberrechte betrifft als die Ex-Hippies aus Palo Alto, was z.B. nur am Rande die Zwangskopplung von Hard- und Software angeht. Apples ganzes System beruht auf Zwang und Angst. Diese Kombination macht Apple so erfolgreich. Das freiheitliche Image ist dabei nichts als üble Propaganda. (Anm. Ich benutze selbst Macs.) Nach Deiner Argumentation müsste Apple also z.B. den Quellcode von Mac OS offenlegen und auf Spenden hoffen. Glaubst Du das wäre wirklich eine gute Idee?
Ich denke (Anm. bin selbst Songautor), dass die Kontrolle weiter zunehmen wird, und dass die alten Verwertungsmechanismen leicht modifiziert weiterbestehen werden. Das Ende eines Angebots wie Kino.to, liegt momentan absolut im Trend. Es ist ein Mythos zu glauben, dass dergleichen eine Art Hydra sei, der zahlreiche Köpfe nachwachsen. Allein schon, weil das freie und anonyme Internet schon bald Geschichte sein wird.

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woohaa vor 722d 2h 

leute, die im netz illegal filme, musik, etc. ziehen sind für mich alle feige duckeberger, die keine eier in der hose haben um das zeug direkt bei saturn zu klauen....@andi81: ich stimme dir voll und ganz zu!!!!
die kino.to-verbrecher sollen im knast verrotten!!!!

antworten

claudius.glöckner
claudius.glöckner vor 722d 5h 

Die ehem. Betreiber von Kino.to haben ja illegal Filmmaterial bereitgestellt, die User sich dann daran bedient. Ist das Diebstahl ?

Übrigens wurde die Kriminalpolizei von den Kino.to Machern zurück abgemahnt: Auf ihrer URL fehle nun das Impressum. Das sei nicht rechtens. Einfach geil ;)

antworten

andi81 vor 722d 9h 

bei kino.to illegal filme schauen, aber nicht den mumm haben im laden die dvd zu klauen....ihr hosenscheisser!!!

antworten

Guido vor 724d 22h 

Die Handhaltung Merkeks auf dem Bild ist das Eigentor schlechthin, und der Clown daneben macht's auch nicht besser. CDU sorgt bei mir für Brechreiz. "O'zapft is, hey ... hey Steini ... besorgst unsre noch a Moaß ! Aufi ... I werd sonst a n t i - p o l i t i s c h wie die A n g e l a !"
Wos homwa wieder gelacht ;(

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Dennis vor 725d 8h 

Also ich verstehe auch nicht wieso die Medienindustrie einfach nicht versteht das der User frei auf Inhalte zugreifen will wann immer er möchte.
Die Reihenfolge:
Kino -> DVD -> Pay-TV -> Private Sender -----.......-> Öffentlich Rechtliche
das ist einfach veraltet.
Es gibt nach meiner Meinung 2 Arten von Usern:
1. die die es nutzen weil sie kein Geld zahlen müssen und es kostenlos zur Verfügung stand.
2. User die auch bereit sind ein paar EUR zu zahlen für gute Filme in besserer Qualität.
Ich pers. habe SKY und maxdome Premium. Dennoch habe ich ab und an Filme auf kino.to geschaut, einfach weil sie da schon verfügbar waren.
Warum diese Wartezeiten?
Nur um die Kinos und Videotheken zu schützen? Das die Aussterben ist schon lange absehbar.

Bei Musik das selbe. Neue Songs laufen da sofort im Radio. Man kann sie aufnehmen und es ist legal. Kostet nicht mal was. Download in US knapp 0,50 EUR bei uns meist 1 EUR. Für den selben Song !!!

Dazu kommt dann noch die verschwendung von Geldern der Öffentlichen Sendern. Trotz gleicher Werbeanzahl und unmengen an GEZ-Geldern bekommen die kein vernünftiges Programm auf die Beine gestellt. Ich glaub ich hab schon seit ewigkeiten kein ARD, ZDF und Co. geschaut.
Und warum geben die Geld für solche Kanäle wie Theaterkanal aus? Wie kann man sowas wirtschaftlich vertreten?

Fazit:
Die ganze Medienlandschaft ist weltweit total verkorkst und festgefahren.

Wacht auf, gebt Musik auf youtube wieder frei und schafft endlich ein eigenes Portal für Filme und Musik.
Andere Anbieter zeigen euch doch ständig wieder das es funktioniert.

antworten

monitor vor 725d 11h 

Den Verlagen geht es doch gar nicht um Urheberrechte, sondern eine rechtliche Zementierung ihres antiquierten Geschäftsmodells, was sie nicht daran hindert, anderen Content zu klauen. Siehe hier:
http://meedia.de/nc/internet/zeit-verbietet-kachelmann-werbung-bei-bildde/2011/06/14.html

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sauger vor 726d 4h 

Jetzt hebt Kino.to mal nicht in ungeahnte Höhen.
Ich war dort auch ein paar mal drauf, und wie bei allen illegalen Angeboten ging die Hälfte nicht, streams brachen ab etc. Das ist schon eher ein Fest für Nerds, dort wie auch auf den anderen sites, wo einem ein Turbo-Angebot unterbreitet wird, um nicht 20 min warten zu müssen, nach Filmfiles zu stöbern. Without me.

antworten

Fliegenpilz vor 726d 4h 

Ich freue mich derzeit auch über die Napster App. Anders als Simfy speichern tracks schneller off, und man kann den stream fast durchgaengig laufen lassen, selbst unter Berlin via Edge geht das. Es wird sehr reduziert datentraffic verbraucht; ich bezeichne Napster derzeit als mobile "Music Flatrate" als das Radio der zukunft. Das iPhone mit Napster ist der walkman, den Sony so unglaublich verpasst hat. Bam !

antworten

SteDa vor 726d 5h 

Ich würde sofort Pay-Per-View bezahlen wenn es ein Portal gäbe das auch nur Ansatzweise dem Angebot von Kino.to gleichkommt.

Wenn es die Möglichkeit gäbe in Top Qualität,
in der der Sprache meiner Wahl / Untertitel, zu einem fairen Preis, mit geringer Ladezeit Filme anzuschauen, würde ich das sofort tun.

3,99 € Pay Per View bei Maxdome ist ein Gegenbeispiel.
Mal schauen wann sich Angebot und Preisleistungsverhältnis in irgendeiner Form erträglich zeigen werden.

antworten

Martin vor 726d 7h 

@Max mit grossem M. Genau das wuerde ich gerne wissen. Wuerden wirklich alle Nutzer, die Filme auf Kino.to schauen nie dafuer bezahlen, wenn es das gleiche Angebot auch legal gäbe? Ich weiss nur das ich keine alternative zu illegalen Angeboten hätte, wenn ich genau jetzt, genau hier einen Film in Orgiginalsprache mit x-Untertitel sehen will. Und das will ich aber oft.

antworten

Moritz vor 726d 9h 

Danke, Max. Ja, der Text ist der populistischen Überschrift (die mich an ein Wahlversprechen der Linken erinnert) zum Trotz, wirklich extrem wirr.

"Statt kino.to ohne Alternative lahm zu legen, als Staatsminister Flatrate und Verbraucherrechte abzulehnen, muss man die Rechteinhaber verpflichten, Angebote zu schaffen, die die Wünsche der Nutzer bedienen und zu einer Vergütung der Konsumenten führen."

Selbst wenn man sich die Mühe macht zu verstehen, was hier gemeint sein könnte, lese ich daraus die Empfehlung, Kreative solange abzuzocken bis Vater Staat es regelt und die Rechteinhaber verpflichtet. Und zu was? Tja, keine Ahnung!

antworten

Max vor 726d 10h 

Selten einen rechtlich wie wirtschaftlich schlechteren Text mit einem Sammelsurium von vermengten Halbweisheiten gelesen...
Streaming- Seiten, auf denen die Künstler und Kreative oder eben deren Vertragspartner Musik, Filme, etc zur Verfügung stellen und daran auch verdienen können sind eine gute Idee. Seiten, bei denen Dritte sich an der Kreativität anderer ungerechtfertigter Weise bereichern, schaffen keinen neuen Markt, von denen die Künstler leben können. Sie befriedigen nur diejenigen, die alle Inhalte nur kostenlos wollen.

antworten

Roach vor 726d 11h 

Dass das auch im TV/Film klappen kann, beweist ja wohl Crunchyroll.com. Leider ist die Erleuchtung aber noch nicht bei den FIlmschaffenden in H-Town angekommen :(

antworten

otomo vor 726d 11h 

Simfy ist ein gutes Beispiel. Auch wenn es im Vergleich zu Spotify noch ein reduziertes Angebot gibt, bin ich dort bis jetzt bei 95% aller meine Suchen fündig geworden. Das Angebot hat mich überzeugt und ich zahle 10 Euro im Monat für Premium. Allein für die Möglichkeit meine Playlisten offline auf meinem Smartphone zu hören. Ich habe schon lange nicht mehr so viel neue Musik gehört wie in den letzten 3 Monaten. Ein ähnliches Angebot für Filme und Serien (siehe Netflix) und ich bin ein zahlender Kunde.

antworten

dp vor 726d 11h 

Aus der Sicht eines Serienjunkies...

Stimme "max" bei der Marktlücke zu:
* Originalsprache
* zeitnahe (im Internetzeitalter leaken die Serien-Spoiler zu schnell)

Ich ergänze:
* Untertitel (UT)

Möchte man den UT-Service legal, muss man auf die DVD-Boxen warten. Das dauert leider lange (sodass man aus Erzählungen schon die spannenden Enden kennt) und hat 2. insbesondere bei Serien den Nachteil, dass man einen Haufen Kunststoff mehr zu Hause herumstehen hat. Serien möchte man meist nur 1x konsumieren. Über die Onlineauktionshäuser werden diese Boxen dann unter Wert weiterverkauft. Auch das bringt die Filminstrustrie überhaupt nicht weiter und schafft einem selbst einen Mehraufwand (und ökologischen Blödsinn), den man beim Streamen nicht hätte.

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max vor 726d 12h 

Bitte auch nicht vergessen, dass diese Streamingplattformen einen zusätzlichen Markt bedienen, der mit zusätzlichen Saktionen und schwachsinnigen Monopolen von der Contentindustrie selbst geschaffen wird: US-Fernsehserien in Originalton mit zeitnaher Verfügbarkeit nach Ausstrahlung.

Mir ist komplett schleierhaft, wie man sich diese offensichtliche Goldgrube entgehen lassen kann.

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Jörg vor 726d 12h 

Fraglich ist auch ob die Gängerlung langfristieg nicht kontraproduktiv ist. Ich bin bestimmt nicht der Einzige der der Medienmafia keine Cent mehr zugestehen würde. Lieber verzichte ich als mich auf sowas einzulassen.

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Tino vor 727d 7h 

wir könnten aus den Pilzen pilzcreme machen,
dann hätte Bernd Neumann was zu lachen.
Oh Du lieber Eberhardt,
sammle fleissig, sammle smart.

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Eberhardt vor 727d 22h 

Wannabe, be what you want. Und gleich danach: Lecke die Pilze. Geistig schaden kann es dir wahrscheinlich nicht mehr. Die Welt hat in ihrem Artikel übrigens einige Alternativen zu Kino.to geboten.

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wannabe vor 729d 13h 

Eberhardt, geh Pilze sammeln

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Eberhardt vor 729d 16h 

Viele vollkommen richtige Punkte werden hier vermerkt. Vor allem die im digitalen Zeitalter für den Konsumenten frei zur Verfügung stehen solltenden künstlerischen Erzeugnisse. Es ergibt sich allerdings das Problem, dass gleichwohl Wirtschaft und Politik für derartige globale Prozesse obszöner Weise bis heute keinerlei judikative oder legislative Richtlinien zur Behandlung festgelegt haben. Ein Vergleich zwischen Spotify und Kino.to ist obendrein kompletter Schwachsinn, da Spotify sich im rechtlichen Graufeld der alten Radiomitschnitte auf Tape hält. Außerdem sehe ich nirgens, dass das Label Motor irgendwo auf einer freigiebigeren Linie fahren würde. Herr Renner hat ja bei Universal auch zu einem sehr günstigen Zeitpunkt das sinkende Schiff verlassen, anstatt in seiner einzigartigen Position bei zu tatsächlichem Wandel beizutragen. Aber vielleicht hole ich mir Rat bei seinem gestrigen Machwerk "Digital ist besser". Bei Amazon in der digitalen Kindleversion für schlappe 18.99 € zu erstehen.

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vor 730d 5h 

Keine Sorge, nach den ersten Erfahrungen outside kommt sie schon wieder zurück nach hause. Ich spreche aus Erfahrung. Alles Festhalten ist Karma, und somit nicht gut. Zuviel Schutz bringt, wie auch beim geistigen Eigentum, keine Abhilfe sondern Langeweile. Tim, Deine Tochter macht Punk, und den verstehst Du doch.
"You got to cool down, relax, take it easy."
Zu Kino.to "It's to late to worry"

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MotorRedaktion vor 730d 7h 

Freitag Abend.. Danke für den Hinweis.

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Oliver vor 730d 7h 

Der da auf dem Foto neben Fr. Merkel ist aber nicht der Kulturstaatsminister Bernd Neumann...

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