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Die Verwandlung
In einer kleinen Wohngemeinschaft lebten drei Männer. Sie hießen Werner, Egon und Franz. Das Zimmer links gehörte Werner, das rechte Franz und in der Mitte war Egons. Werner war Rennfahrer und Franz Regisseur rasanter Actionfilme. Egon hingegen war Schriftsteller, der seit Jahren vergeblich versucht, den großen Nachkriegsroman zu schreiben. Abends saßen die drei Herren gewöhnlich am Tisch und unterhielten sich über ihren Tag, wobei Egon kaum zu Wort kam und Werner und Franz sich in Stychomitie in Grund und Boden redeten. An einem Abend saßen Werner und Franz wieder am Tisch, doch Egon war nicht aufzufinden. „Vielleicht schläft er noch.“, sagte Werner. „Oder er sitzt satt in seinem Zimmer!“, dachte Franz. Nach einer halben Stunde kam Egon immer noch nicht an den Tisch. Werner und Franz beendeten ihre typische Wechselrede und in einer langen Rhesis Werners wurde Franz klar, dass beide lieber nach Egon sehen sollten, um sich darüber zu erkundigen, was er gerade so treibt. Sie gingen gemeinsam an seine Tür und klopften. „Kommt ruhig rein!“, rief Egon. Franz schaute Werner an. „Hast du etwas gehört? Ist Egon überhaupt da?“, fragte er und Werner reagierte nur mit einem Schulterzucken. Aufgrund der fehlenden Reaktion Egons öffneten beide schließlich die Tür zu seinem Zimmer und betraten den Raum, der voll war mit zerknülltem Papier und Skizzenbüchern. Auf dem Bett sahen sie Egon liegen, in einem Raumfahreranzug. Als er sie sah, stand er auf und sagte: „Endlich seid ihr da! Ihr müsst mir helfen, ich komme aus diesem Anzug nicht mehr raus!“. Um seine Aussage zu untermauern wedelte er hysterisch mit den Armen. „Nun…er scheint zu spielen, wir sollten lieber wieder gehen.“, sagte Franz. Werner hatte schon die Hand an der Türklinke, als Egon dazwischen sprang und die beiden davon abhielt, den Raum zu verlassen. „Ich spiele nicht, ich trage diesen Anzug, weil ich ihn vorhin gefunden habe. Und jetzt komme ich nicht mehr raus. Ihr müsst mir helfen! Hört ihr mich nicht? Versteht ihr mich?“. Werner und Franz schauten ihn ungläubig an. Sie sahen, das er seinen Mund bewegte, aber sie hörte kein Wort. „Helft mir doch endlich! Ich stehe doch vor euch, was ist denn los? Jetzt hört auf damit und helft mir endlich! Ich bin hier, ihr seid hier, wo ist das Problem? Ich bin es, Egon, ich bin euer Mitbewohner und wir kennen uns schon seit Jahren, ich stehe direkt vor euch, versteht ihr das nicht?“. Mit Kopfschütteln stießen sie Egon beiseite und gingen aus dem Raum. Er schaute den beiden hinterher und starb. Sein Aufprallen auf dem Boden hinterließ ein dumpfes Geräusch, weshalb Werner sich noch einmal umdrehte. Am Boden sah er den toten Egon liegen und er sagte zu Franz: „Wenn er sich doch nur mal die Betriebsanleitung durchgelesen hätte…“.
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Beim nächsten Mal gibt es dann einen Songtext, den ich zusammen mit Goethe schrob, danach werde ich weiter am Chat-Drama schreiben. Hab ich mir zumindest vorgenommen.
Ich werd von mir hören lassen, wenn die Zeit gekommen ist. Bis dahin. Viel Spaß. ich grüße den Holger, der bestimmt wieder als erster kommentiert ;)
Hallo Tim,
da ist mir die Katja zuvorgekommen. :-(
Der Herr Kreuzer liegt mit seiner Vermutung nämlich richtig, dass ich im kurz weg war. 4 Tage St. Peter-Ording! Hat Spaß gemacht, auch wenn Watt-Wandern mit Kinderwagen nicht zu empfehlen ist. ;-)
Als freier Journalist habe ich aber keinen "Urlaub", sondern nur Tage ohne Bezahlung! Wobei ich die Zeit natürlich auch genutzt habe, um neue Platten zu hören und ein paar Bücher für Rezensionen zu lesen. Ja, so schön kann arbeiten sein! ;-)
Das ist aber eine traurige Geschichte. Werner und Franz sind doch sehr ignorant skizzierte Zeitgenossen. Vorallem der Kommentar am Schluß der Geschichte: „Wenn er sich doch nur mal die Betriebsanleitung durchgelesen hätte…“ spricht von geradezu verinnigter Teilnahmslosigkeit. Das hört sich eher nach einem vereinsamten Menschen an, als nach einem WG Bewohner.
Da bin ich ja mal gespannt auf deine best-of Sammlung, da ich ja nmoch nicht so viel von dir gelesen habe.
Gruß Nase
Hat Holger Urlaub?
he tim,
schön wieder von dir zu hören, ähm lesen, war echt schrecklich der online-supergau! so... und trotz stress wegen datenwiederherstellung bin ich schneller als der olle holk ;)) freu mir schon auf dein best-of

So!
Zwar ist schon ein neuer Blog von mir da, trotzdem muss ich mich ja hier noch für Kommentare und Empfehlungen bedanken und bekannt geben, dass ich irgendetwas sagen wollte, ich es aber schon wieder vergessen habe. Wenns mir wieder einfällt, dann erfahrt ihr das, irgendwie!
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