Genialität hat keine Geschmacksgrenzen.

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    Genialität hat keine Geschmacksgrenzen.


    Man mag über Herrn Bohlen sagen was man will – aber er hat das Geschäft verstanden.
    Würde Herr Bohlen heute Versicherungen verkaufen, hätte nicht einen Euro weniger auf den Konto.
    Leute wie Dieter Bohlen verkaufen dem Eskimo den viel zitierten „Kühlschrank“ und einem Schwarzen eine Sonnenbank.
    Das man mit Hilfe von drei Akkorden mehrere Hits an die Leute bringen kann ist ohne Frage genial.
    Wo sind eigentlich die Leute, die Bohlen 2 und/oder 3 sein könnten, was ist mit dem Verkauf von Tonträgern hinter Dieter Bohlen ?
    DJ Ötzi, viel belächelt (und wahrscheinlich von den meisten Plattenbossen als unqualifiziert abgewertet) legt 2007 einen Verkaufshammer von biblischen Ausmaßen hin.
    Soll der mal die Hand heben, der den Song auch „gemacht“ hätte ?!
    Volkes Stimme wird heute gar nicht mehr gehört - und wenn - dann nicht verstanden.
    Was glaubt eigentlich die Musikindustrie wer die Downloads oder CDs erwirbt ?
    Studenten ? Studierte ? Eine nicht näher definierte ausgewählte Käuferschicht ?
    Oder nur die Leute die sich einmal jährlich zum „RockamRing“ treffen.
    Es kann ja sein, dass man kurzfristigen Erfolg mit Bands hat, wo der Herr Doktor seinem Sohn eine Gitarre kauft, ihm den Unterricht bezahlt und er dann mit ein paar Homies ne Band gründet. Aber irgendwann geht doch dem „gemeinen Volk“ der Spaß an pseudo-intellektuellem Gesülze mit Schrammelgitarre auf den Sack.
    Die Texte kann kein Mensch nachvollziehen, da sie Sätze (die sich möglichst gut anhören sollen) im Zusammenhang keinen Sinn ergeben. Sich beim Texten auf den ersten Satz im Refrain zu konzentrieren ist langfristig zu wenig.
    Sprich die Sprache des Volkes und du wirst verstanden, Rock Ur-Vater Udo machts vor.

    Ein mitteljunger Bade aus Dinslaken macht es auch nicht schlecht.....
    Er nennt sich selbst „der Wendler“ und dazu „König des Pop-Schlagers“ obwohl in seinen immer gleichen Songs kein Pop rauszuhören ist.
    Aber das ewig gleiche Gestampfe spricht wohl ein paar Ur-Instinkte an und so findet auch er auf einfachste Weise seine Zuhörerschaft.

    Wer sich den Weg durch die unendlichen Weiten des www nicht erspart wird hier Unmengen an Talenten finden, die wie die Pilze aus einer Wiese sprießen, Talente die aber keiner finden will.
    Da gibt es Bands die durch die Gegend tingeln und ihre Live-Aufnahmen ins Netz stellen und andere die hervorragende Komposition oder Textideen hervorbringen – aber niemals entdeckt werden.

    So schraubt sich die Messlatte immer weiter nach unten und die Musikindustrie wundert sich über sinkende Verkaufszahlen (die dann bei der nächsten Branchenfeier ausgiebig gefeiert werden) und sucht nach verantwortlichen Phänomenen ohne die eigenen Fehler zu erkennen.

    „Griechischer Wein“ wird wahrscheinlich noch in hundert Jahren in „der kleinen Kneipe“ gespielt – ohne das irgendjemand gemerkt hat was die Leute hören wollen.

    Hossa .- Ole!

    Gruz - micha
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