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Damien Rice
Damien Rice: "9"
Es wirkte wie Musik in einer anderen Sprache. Mit Wörtern, deren Sinnzusammenhang wir nicht verstehen konnten. Melodien, die einfach nicht zu uns durchdringen wollten.
Die Rede ist von Damien Rice' 2003er Debüt "O". Ein Album, das auf der einen Seite die ganze Schönheit des Songwriter-Genres in sich aufsog, um den Hörer anderseits mit Klassikeinlagen und Opernszenarios völlig zu überfordern. Auch Rice' zweites Album "9" versucht noch einmal die große Geste: Im zweiten Song "The Animals Were Gone" setzen im klaustrophischen Schlussakkord ganze Streichersätze ein und führen den Song in weit entfernte Galaxien... Doch dies bleibt überraschenderweise die Ausnahme in einem ansonsten sehr bodenständigen Album. Aber! Damien Rice ist Damien Rice und bleibt Damien Rice: Neben fast himmlisch inszenierten Liedern, wie das schwelgerische "9 Crimes" oder der gefühlvolle Akustik-Pop-Song "Elephant", gesellt sich mit "Me, My Yoke And I" soviel Lo-Fi-Geschrammel, wie man es seit PJ Harveys "4 Track Demos" nicht mehr gehört hat. Insgesamt ist "9" jedoch homogener und zugänglicher als "O", überzeugt mit famosem Songwriting und brillanter Instrumentierung. Sicherlich wird es auch hier länger dauern, das Album in seiner vollen Blüte goutieren zu können. Doch bei solch einem außergewöhnlichen Künstler wie Damien Rice nimmt man sich gerne Zeit, die Sprache seiner Musik verstehen zu lernen.
Text: Markus Willfroth
VÖ: 24. November 2006
Label: Wmi (Warner)
Trackliste:
01.: 9 Crimes
02.: The Animals Were Gone
03.: Elephant
04.: Rootless Tree
05.: Dogs
06.: Coconut Skins
07.: Me, My Yoke And I
08.: Grey Room
09.: Accidental Babies
10.: Sleep Don't Weep
11.: 9 Crimes (Demo)
Text: Markus Willfroth
VÖ: 24. November 2006
Label: Wmi (Warner)
Trackliste:
01.: 9 Crimes
02.: The Animals Were Gone
03.: Elephant
04.: Rootless Tree
05.: Dogs
06.: Coconut Skins
07.: Me, My Yoke And I
08.: Grey Room
09.: Accidental Babies
10.: Sleep Don't Weep
11.: 9 Crimes (Demo)
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