A Temporary Dive

Alben von Ane Brun

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Die schöne Norwegerin Ane Brun lebt in Stockholm und verbringt ihre Zeit meistens mit Morgan, ihrer Gitarre. Mit ihrer Musik erinnert sie an die amerikanische Folk-Szene der Sechziger- und Siebzigerjahre, an Joni Mitchell und Jeff Buckley. Das fühlt sich erfrischend an, solche Referenzen sind nicht so gewöhnlich wie man vielleicht denken könnte.

Gerade jetzt, da viel Alternative-Country in der Luft liegt, haben es die Debütanten schwer, sich dagegen zu wehren, wie Ryan Adams zu klingen. Das Arrangement ist sparsam, außer der Gitarre kann man nur das Notwendigste hören. Während auf ihrem ersten Album Steel Guitar und ein schwaches Klavier noch für Herzenswärme sorgen, hat man nun den Eindruck, ihre in manchen Stücken mindestens eine Oktave tiefer gerutschte Stimme lässt alle Traurigkeit dieser Erde auf ihren tränenverhangenen Wimpern zurück. Mit "Song No. 6" hat sie allerdings ein wunderbar erfreuliches Duett mit Lieblingspummel Ron Sexsmith abgeliefert, das jenseits aller Melancholie liegt, die sonst das Album beherrscht. Mit Betonung auf Beherrschung ist dann an manchen Orten ihre sonore Stimme etwas verloren und gibt nicht viel Hoffnung auf Abwechslung; trotz allem ist diese Norwegerin eine Bereicherung in der Kategorie: "Meine-Gitarre-und-ich-singen-gerne-drauf-los" und man kann sie getrost vor rückgratlosen Singer/Songwriter positionieren, sie wird ihre schöne Seele nicht verkaufen.


Text: Rebekka Bongart


VÖ: 11. April 2005

Label: V2 Records (Universal)

Trackliste:
01.: To let myself go
02.: Rubber & Soul
03.: Balloon ranger
04.: My lover will go
05.: Temporary dive
06.: Laid in earth
07.: This voice
08.: Where friend rhymes with end
09.: Song No.6
10.: The fight song

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