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Adele
Adele: 21
Alles richtig gemacht: atemberaubende Sängerin mit grandiosem Zweitling und ohne Scheu vor den ganz großen Melodien.

Vor zwei Jahren, als Adeles Debüt „19“ für Aufsehen sorgte, stand die junge Sängerin noch ein wenig im Schatten des Paralleldebüts von Duffy, beide verortete man gern in der Post-Amy-Winehouse-Soul-Ecke, was – aus unterschiedlichen Gründen – keiner gerecht wurde. Adele war auch damals schon breiter aufgestellt, hatte tiefgründigere Songs zu bieten, war weniger nebenher hörbar und klang auch fantastisch gut mit ihrer enorm kraftvollen, natürlich warmen Stimme, die immer in den richtigen Momenten kurz vor ihrer Grenze zu stehen schien, ohne dass es aufgesetzt wirkte. Zwei Jahre später kann man hören, was man mit einer so vielversprechenden Stimme machen sollte und welche Produzenten man sich holen sollte. Keinen schrägen alten Mann à la Albert Hammond jedenfalls (wie Duffy), sondern Schwerkaliber wie Rick Rubin und Paul Epworth.
Adele – „Rolling In The Deep“
Auf „21“ hat Adele nichts von ihren Qualitäten eingebüßt, sondern in allem noch einen Schritt nach vorn und auch sonst alles richtig gemacht. Das beginnt bei der Vorabsingle – gleichzeitig Album-Opener – „Rolling In The Deep“, einem hypnotisch stampfenden Monstertrack, der in seinen knapp vier Minuten einfach nicht aufhört zu wachsen. Gefolgt von einem breit aufgestellten „Rumour Has It“ mit perfekter Spannungschoreografie, mitreißenden Handclap-Beats und höchst effizientem Popappeal. Womit wir auch schon bei „Turning Tables“ sind, der ersten von ein paar Balladen auf diesem Album, bei denen man am deutlichsten erkennen kann, warum Adele eine so großartige Sängerin ist. Selbst ein Schmachtreißer wie „Don’t You Remember“ – in den falschen Händen unweigerlich eine Kitschbombe biblischen Ausmaßes – geht bei Adele gut, trotz oder wegen all der Inbrunst, den unvermeidlichen Streicherteppichen und Herz-Schmerz-Melodiebögen, mit denen man den Ärmelkanal überspannen könnte.
Adele – „Rolling In The Deep“ live und akustisch
Mit Soul im engeren Sinne lässt sich das nicht fassen, „21“ ist ein Popalbum mit grandiosem Gesang und – das kann man den Produzenten gar nicht hoch genug anrechnen – einer zurückhaltenden, sehr sorgfältig durchdachten Soundgrundlage, die exakt dosiert, welche Effekte sie einsetzt. Schon nach zwei, drei Mal Durchhören erscheint einem dieses Album wohlig vertraut, anheimelnd und trotzdem noch nicht ausgeschöpft und jederzeit bereit für neue Entdeckungen. Ein ganz großer Wurf einer immer noch atemberaubend jungen Künstlerin ist das und man fragt sich, was da eigentlich noch kommen soll, außer all den Tonnen von Awards, die es dafür unzweifelhaft regnen wird.
Augsburg
VÖ: 21.01.2011
Label: XL Recordings / Beggars Group
Tracklist:
01. Rolling in the Deep
02. Rumour Has It
03. Turning Tables
04. Don’t You
05 Remember
06. Set Fire to the Rain
07. He Won’t Go
08. Take It All
09. I’ll Be Waiting
10. One and Only
11. Love Song
12. Someone Like You

Vor zwei Jahren, als Adeles Debüt „19“ für Aufsehen sorgte, stand die junge Sängerin noch ein wenig im Schatten des Paralleldebüts von Duffy, beide verortete man gern in der Post-Amy-Winehouse-Soul-Ecke, was – aus unterschiedlichen Gründen – keiner gerecht wurde. Adele war auch damals schon breiter aufgestellt, hatte tiefgründigere Songs zu bieten, war weniger nebenher hörbar und klang auch fantastisch gut mit ihrer enorm kraftvollen, natürlich warmen Stimme, die immer in den richtigen Momenten kurz vor ihrer Grenze zu stehen schien, ohne dass es aufgesetzt wirkte. Zwei Jahre später kann man hören, was man mit einer so vielversprechenden Stimme machen sollte und welche Produzenten man sich holen sollte. Keinen schrägen alten Mann à la Albert Hammond jedenfalls (wie Duffy), sondern Schwerkaliber wie Rick Rubin und Paul Epworth.
Adele – „Rolling In The Deep“
Auf „21“ hat Adele nichts von ihren Qualitäten eingebüßt, sondern in allem noch einen Schritt nach vorn und auch sonst alles richtig gemacht. Das beginnt bei der Vorabsingle – gleichzeitig Album-Opener – „Rolling In The Deep“, einem hypnotisch stampfenden Monstertrack, der in seinen knapp vier Minuten einfach nicht aufhört zu wachsen. Gefolgt von einem breit aufgestellten „Rumour Has It“ mit perfekter Spannungschoreografie, mitreißenden Handclap-Beats und höchst effizientem Popappeal. Womit wir auch schon bei „Turning Tables“ sind, der ersten von ein paar Balladen auf diesem Album, bei denen man am deutlichsten erkennen kann, warum Adele eine so großartige Sängerin ist. Selbst ein Schmachtreißer wie „Don’t You Remember“ – in den falschen Händen unweigerlich eine Kitschbombe biblischen Ausmaßes – geht bei Adele gut, trotz oder wegen all der Inbrunst, den unvermeidlichen Streicherteppichen und Herz-Schmerz-Melodiebögen, mit denen man den Ärmelkanal überspannen könnte.
Adele – „Rolling In The Deep“ live und akustisch
Mit Soul im engeren Sinne lässt sich das nicht fassen, „21“ ist ein Popalbum mit grandiosem Gesang und – das kann man den Produzenten gar nicht hoch genug anrechnen – einer zurückhaltenden, sehr sorgfältig durchdachten Soundgrundlage, die exakt dosiert, welche Effekte sie einsetzt. Schon nach zwei, drei Mal Durchhören erscheint einem dieses Album wohlig vertraut, anheimelnd und trotzdem noch nicht ausgeschöpft und jederzeit bereit für neue Entdeckungen. Ein ganz großer Wurf einer immer noch atemberaubend jungen Künstlerin ist das und man fragt sich, was da eigentlich noch kommen soll, außer all den Tonnen von Awards, die es dafür unzweifelhaft regnen wird.
Augsburg
VÖ: 21.01.2011
Label: XL Recordings / Beggars Group
Tracklist:
01. Rolling in the Deep
02. Rumour Has It
03. Turning Tables
04. Don’t You
05 Remember
06. Set Fire to the Rain
07. He Won’t Go
08. Take It All
09. I’ll Be Waiting
10. One and Only
11. Love Song
12. Someone Like You
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Kleeblatt
vor 197d 8min
Adele ist wirklich zweifelsohne eine grandiose Sängerin, aber mir gefällt z.B. die Lifeversion auf Utube (mit 66 Mio Hörern!) von 'Someone like you' um Längen besser als auf dem Album. Sie singt auf dem Album mehr in die höheren Frequenzen und das hört sich nachteilig an. Ich war von dem Album eher entäuscht, da ich finde, dass etwas von dem Flair verloren gegangen ist, das sie in ihrer Stimme hat.

alles schon mal da gewesen. die Älteren erinnern sich sicher an Dusty Springfield. Klingt identisch. Einziger Unterschied ist, das Dusty nicht so soulig klang
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