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Alarma Man
Alarma Man: Love Forever
Mit ihrem zweiten Album entfernt sich die schwedische Post-Rock Band Alarma Man von ihrer lärmenden Vergangenheit und legt eine atmosphärisch-verworrene Platte vor.

Alarma Man aus Göteborg scheinen auf ihrem Zweitling fast durchgängig unter Zeitdruck zu stehen: "Love Forever" wohnt eine eine ungewöhnliche Dynamik inne, die während der knappen halben Stunde Album-Dauer, niemals einbricht. Das Quintett jagt permanent durch seine Songs und tut das mit derartiger Brillianz, dass die Energie schnell auf den Hörer überspringt. Dabei wirken die Stücke keineswegs wüst, sondern außerordentlich geschickt konstruiert: Fast jeder Track auf "Love Forever" beginnt recht zurückhaltend, schaukelt sich aber schnell zu einer dichten, scheppernden Soundkulisse hoch, um dann in einem instrumentalen Strudel seinen Höhepunkt zu finden.
Mit jedem Stück schraubt sich die Band erneut in höchste Höhen: Taumelnd winden sich Gitarrenriffs umeinander, stürmische Schlagzeug-Rhythmen rasen in- und gegeneinander. Alarma Man verlieren sich gerne in rasanten Post-Rock-Riffs, die einander entgegen arbeiten und dabei doch harmonisch klingen. Viele ihrer Songs wirken wie in Ekstase eingespielt.
Gitarre und Schlagzeug bilden dabei stets die tragenden Elemente. Zusammen mit dem Gesang, der oft durch kleine Chöre im Hintergrund unterstützt wird, bauen sich die Schweden in jedem Song eine neue Soundkulisse auf, die meist dämmrig und düster, aber keineswegs bedrückend wirkt. Jeder Track für sich birgt eine mystische Atmosphäre, die voller Frickeleien und Kniffligkeiten steckt. Lässig-düsterer Gesang trifft hier auf eine progressiv-komplexe Klanglandschaft. Alarma Man zeigen sich dabei konstant experimentierfreudig, erinnern zwischenzeitlich an Bands wir Interpol oder EF, lassen ihre Vergangenheit als Math-Punk-Band der etwas härteren Sorte dabei gerne durchblitzen und wollen sich irgendwie doch nicht so ganz einordnen lassen.
Alarma Man - Cabin In The Woods
Heraus kommt eine unglaublich frische Mischung, die auch vor komplizierten Songstrukturen und vertrackten Gitarrenriffs nicht zurückschreckt. Der Grundtenor heißt Moll: Disharmonien sind eines der liebsten Spielzeuge der Band. Eingängige Hooklines sucht man auf "Love Forever" vergebens. Stattdessen ist das Album voll von ausufernden, frickeligen Gitarren, was für den ungeduldigen Hörer nicht einfach sein mag. "Love Forever" braucht seine Zeit um sich zu entfalten, spricht man dem Album aber den Raum zu, den es verlangt, wird es in all seiner Komplexität mit jedem Hören großartiger.
Lydia Meyer
VÖ: 13.08.2010
Label: Sinnbus (Rough Trade)
Tracklist:
01.Pitch Grammar
02.Electric Flag
03.Cabin In The Woods
04.Arrow
05.Nightwolf
06.Uninterrupted Light
07.Swedish Intelligence
08.These Are The Mirrors

Alarma Man aus Göteborg scheinen auf ihrem Zweitling fast durchgängig unter Zeitdruck zu stehen: "Love Forever" wohnt eine eine ungewöhnliche Dynamik inne, die während der knappen halben Stunde Album-Dauer, niemals einbricht. Das Quintett jagt permanent durch seine Songs und tut das mit derartiger Brillianz, dass die Energie schnell auf den Hörer überspringt. Dabei wirken die Stücke keineswegs wüst, sondern außerordentlich geschickt konstruiert: Fast jeder Track auf "Love Forever" beginnt recht zurückhaltend, schaukelt sich aber schnell zu einer dichten, scheppernden Soundkulisse hoch, um dann in einem instrumentalen Strudel seinen Höhepunkt zu finden.
Mit jedem Stück schraubt sich die Band erneut in höchste Höhen: Taumelnd winden sich Gitarrenriffs umeinander, stürmische Schlagzeug-Rhythmen rasen in- und gegeneinander. Alarma Man verlieren sich gerne in rasanten Post-Rock-Riffs, die einander entgegen arbeiten und dabei doch harmonisch klingen. Viele ihrer Songs wirken wie in Ekstase eingespielt.
Gitarre und Schlagzeug bilden dabei stets die tragenden Elemente. Zusammen mit dem Gesang, der oft durch kleine Chöre im Hintergrund unterstützt wird, bauen sich die Schweden in jedem Song eine neue Soundkulisse auf, die meist dämmrig und düster, aber keineswegs bedrückend wirkt. Jeder Track für sich birgt eine mystische Atmosphäre, die voller Frickeleien und Kniffligkeiten steckt. Lässig-düsterer Gesang trifft hier auf eine progressiv-komplexe Klanglandschaft. Alarma Man zeigen sich dabei konstant experimentierfreudig, erinnern zwischenzeitlich an Bands wir Interpol oder EF, lassen ihre Vergangenheit als Math-Punk-Band der etwas härteren Sorte dabei gerne durchblitzen und wollen sich irgendwie doch nicht so ganz einordnen lassen.
Alarma Man - Cabin In The Woods
Heraus kommt eine unglaublich frische Mischung, die auch vor komplizierten Songstrukturen und vertrackten Gitarrenriffs nicht zurückschreckt. Der Grundtenor heißt Moll: Disharmonien sind eines der liebsten Spielzeuge der Band. Eingängige Hooklines sucht man auf "Love Forever" vergebens. Stattdessen ist das Album voll von ausufernden, frickeligen Gitarren, was für den ungeduldigen Hörer nicht einfach sein mag. "Love Forever" braucht seine Zeit um sich zu entfalten, spricht man dem Album aber den Raum zu, den es verlangt, wird es in all seiner Komplexität mit jedem Hören großartiger.
Lydia Meyer
VÖ: 13.08.2010
Label: Sinnbus (Rough Trade)
Tracklist:
01.Pitch Grammar
02.Electric Flag
03.Cabin In The Woods
04.Arrow
05.Nightwolf
06.Uninterrupted Light
07.Swedish Intelligence
08.These Are The Mirrors




