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Ane Brun
Ane Brun: It All Starts With One
Eindrucksvolle Sängerin mit deutlich weiterentwickelter Soundvision und kammerorchestralem Popappeal.

Es ist das vierte Album der Wahlschwedin und vom dominierenden reinen Singer/Sonwriter-Folk-Gestus der Vorgänger hat sie sich nun deutlich emanzipiert. Auch „It All Starts With One“ basiert natürlich auf der ungemein beeindruckenden Stimme Ane Bruns. Es ist ein sehr feminines, glasklares und doch – die schwersamtene Anmutung im Artwork unterstreicht das noch – immer deutlich dunkel eingefärbtes Organ, mit dem sie im Alleingang ein Album tragfähig machen kann. Dass dies allerdings irgendwann auch Ermüdungserscheinungen in sich birgt, dürfte wohl einer der Gründe für die neue Herangehensweise an dieses Album sein. Es wurde percussiv aufgerüstet, gleich zwei Musiker sorgen für einen munter perlenden rhythmischen Fluss, der sich so recht aus der Deckung aber nur ein paar Mal traut und sich ansonsten mit dezenten Besen der verordneten Sphärigkeit fügt.
Ane Brun – „Do You Remember“
Die wird vor allem von zarten akustischen Gitarren und leise verhallenden Pianotupfern gesponnen und entwickelt bei aller bewussten Zurückhaltung eine fast schon kammerorchestrale Anmutung. Einen Hauch frischen Popappeals bläst dann José González als Gast ein. „Worship“ ist der erste Track, der sich nicht gänzlich auf die Stimmgewalt seiner Protagonistin verlassen mag und neben González’ Flüstervocals auch einen breiten, sehr flauschigen und mit Streichern getränkten melodischen Teppich auslegt. Auch hier ist der Grundkonsens ein leiser, zarter.

Wirklich aufgebrochen wird er nur im Ausnahmefall: beim verblüffend forsch losmarschierenden „Do You Remember“ mit einem fast schon übermütigen Wechselgesang zwischen Brun und den jubilierenden First Aid Kit im Background. Oder beim sich aus einer simplen Pianolinie ganz langsam in epische Breiten ergießende Schlusssong „Undertow“, der noch einmal alles aufbietet, was man an diesem Album schätzen muss: eine eindrucksvolle Sängerin mit einer deutlich weiterentwickelten Vision eines eigenen Sounds.
Augsburg
VÖ: 16.9.2011
Label: Balloon Ranger / Cargo
Tracklist:
1. These Days
2. Words
3. Worship (feat. José Gonzáles)
4. Do You Remember
5. What's Happening With You And Him
6. Lifeline
7. One
8. The Light From One
9. Oh Love
10. Undertow

Es ist das vierte Album der Wahlschwedin und vom dominierenden reinen Singer/Sonwriter-Folk-Gestus der Vorgänger hat sie sich nun deutlich emanzipiert. Auch „It All Starts With One“ basiert natürlich auf der ungemein beeindruckenden Stimme Ane Bruns. Es ist ein sehr feminines, glasklares und doch – die schwersamtene Anmutung im Artwork unterstreicht das noch – immer deutlich dunkel eingefärbtes Organ, mit dem sie im Alleingang ein Album tragfähig machen kann. Dass dies allerdings irgendwann auch Ermüdungserscheinungen in sich birgt, dürfte wohl einer der Gründe für die neue Herangehensweise an dieses Album sein. Es wurde percussiv aufgerüstet, gleich zwei Musiker sorgen für einen munter perlenden rhythmischen Fluss, der sich so recht aus der Deckung aber nur ein paar Mal traut und sich ansonsten mit dezenten Besen der verordneten Sphärigkeit fügt.
Ane Brun – „Do You Remember“
Die wird vor allem von zarten akustischen Gitarren und leise verhallenden Pianotupfern gesponnen und entwickelt bei aller bewussten Zurückhaltung eine fast schon kammerorchestrale Anmutung. Einen Hauch frischen Popappeals bläst dann José González als Gast ein. „Worship“ ist der erste Track, der sich nicht gänzlich auf die Stimmgewalt seiner Protagonistin verlassen mag und neben González’ Flüstervocals auch einen breiten, sehr flauschigen und mit Streichern getränkten melodischen Teppich auslegt. Auch hier ist der Grundkonsens ein leiser, zarter.

Wirklich aufgebrochen wird er nur im Ausnahmefall: beim verblüffend forsch losmarschierenden „Do You Remember“ mit einem fast schon übermütigen Wechselgesang zwischen Brun und den jubilierenden First Aid Kit im Background. Oder beim sich aus einer simplen Pianolinie ganz langsam in epische Breiten ergießende Schlusssong „Undertow“, der noch einmal alles aufbietet, was man an diesem Album schätzen muss: eine eindrucksvolle Sängerin mit einer deutlich weiterentwickelten Vision eines eigenen Sounds.
Augsburg
VÖ: 16.9.2011
Label: Balloon Ranger / Cargo
Tracklist:
1. These Days
2. Words
3. Worship (feat. José Gonzáles)
4. Do You Remember
5. What's Happening With You And Him
6. Lifeline
7. One
8. The Light From One
9. Oh Love
10. Undertow
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