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Arctic Monkeys
Arctic Monkeys: Humbug
Wüste vs. New York: Für ihr neues Album "Humbug" gingen die Arctic Monkeys auf Reisen und haben so einen neuen Sound gefunden.

Was sollte man von den Arctic Monkeys nach "Favourite Worst Nightmare" erwarten? Ein Pop-Album, wie es Sänger Alex Turner schon mit seinem Nebenprojekt The Last Shadow Puppets gemacht hat? Oder ein Elektro-Album für die Tanzfläche? Sie wussten es selbst vielleicht nicht so richtig und so kam der Vorschlag ihres Labelchefs, es mal mit Josh Homme zu versuchen zwar überraschend, aber nicht ungelegen.
Die Spuren, die der Queens Of The Stone Age-Sänger auf "Humbug" hinterlassen hat, muss man nicht suchen. Schon der Opener "My Propeller" klingt düster, wuchtig, raumergreifend und knüpft an, wo "If You Were There Beware" vom Vorgänger "Favourite Worst Nightmare" aufhörte. Was folgt ist "Crying Lightning", die ungewöhnlichste Single, die Alex Turner und seine drei Kollegen ihren Fans bis dato beschert haben. Auf keinen Refrain musste ihre Gefolgschaft so lange warten, doch wer durchhält, wird belohnt.
Arctic Monkeys - Crying Lighting
Trotz drückender Bassläufe und Gitarrensoli ist auch der poppige Einfluss der Last Shaow Puppets nicht zu leugnen. Songs wie "Secret Door", "Fire And The Thud" sowie "Cornerstone" schlagen jeweils sanftere und versöhnlichere Töne an. Letzterer, der durchaus an "The Bakery", die B-Seite von "Fluorscent Adolescent", erinnert, gehört zu den Songs, die nicht mit Josh Homme entstanden sind. Nach seiner Wüste-Session zogen die Arctic Monkeys weiter nach New York zu ihrem Vertrauten James Ford, der dazu beigetragen hat, dass "Humbug" kein frickeliges Jungsalbum geworden ist, sondern auch seine seichten und poppigen Momente hat.
Mit "Humbug" schlagen die Arctic Monkeys also gleich zwei Richtungen ein: Zum einen folgen sie Josh Homme und seinen schweren Queens Of The Stone Age-inspirierten Klängen, wandeln gleichzeitig aber mit James Ford durch seichtere Popgefilde. Wie sich ihre Zukunft anhört, wird man erst mit dem vierten Album hören können.
Mehr zum Enstehungsprozess erfahrt ihr übrigens im aktuellen Artic Monkeys Interview.
Text: Britta Arent
Label: Domino/Indigo
VÖ: 21.08.09
Tracklist:
01. My Propeller
02. Crying Lightning
03. Dangerous Animals
04. Secret Door
05. Potion Approaching
06. Fire And The Thud
07. Cornerstone
08. Dance Little Liar
09. Pretty Visitors
10. The Jeweler's Hands

Was sollte man von den Arctic Monkeys nach "Favourite Worst Nightmare" erwarten? Ein Pop-Album, wie es Sänger Alex Turner schon mit seinem Nebenprojekt The Last Shadow Puppets gemacht hat? Oder ein Elektro-Album für die Tanzfläche? Sie wussten es selbst vielleicht nicht so richtig und so kam der Vorschlag ihres Labelchefs, es mal mit Josh Homme zu versuchen zwar überraschend, aber nicht ungelegen.
Die Spuren, die der Queens Of The Stone Age-Sänger auf "Humbug" hinterlassen hat, muss man nicht suchen. Schon der Opener "My Propeller" klingt düster, wuchtig, raumergreifend und knüpft an, wo "If You Were There Beware" vom Vorgänger "Favourite Worst Nightmare" aufhörte. Was folgt ist "Crying Lightning", die ungewöhnlichste Single, die Alex Turner und seine drei Kollegen ihren Fans bis dato beschert haben. Auf keinen Refrain musste ihre Gefolgschaft so lange warten, doch wer durchhält, wird belohnt.
Arctic Monkeys - Crying Lighting
Trotz drückender Bassläufe und Gitarrensoli ist auch der poppige Einfluss der Last Shaow Puppets nicht zu leugnen. Songs wie "Secret Door", "Fire And The Thud" sowie "Cornerstone" schlagen jeweils sanftere und versöhnlichere Töne an. Letzterer, der durchaus an "The Bakery", die B-Seite von "Fluorscent Adolescent", erinnert, gehört zu den Songs, die nicht mit Josh Homme entstanden sind. Nach seiner Wüste-Session zogen die Arctic Monkeys weiter nach New York zu ihrem Vertrauten James Ford, der dazu beigetragen hat, dass "Humbug" kein frickeliges Jungsalbum geworden ist, sondern auch seine seichten und poppigen Momente hat.
Mit "Humbug" schlagen die Arctic Monkeys also gleich zwei Richtungen ein: Zum einen folgen sie Josh Homme und seinen schweren Queens Of The Stone Age-inspirierten Klängen, wandeln gleichzeitig aber mit James Ford durch seichtere Popgefilde. Wie sich ihre Zukunft anhört, wird man erst mit dem vierten Album hören können.
Mehr zum Enstehungsprozess erfahrt ihr übrigens im aktuellen Artic Monkeys Interview.
Text: Britta Arent
Label: Domino/Indigo
VÖ: 21.08.09
Tracklist:
01. My Propeller
02. Crying Lightning
03. Dangerous Animals
04. Secret Door
05. Potion Approaching
06. Fire And The Thud
07. Cornerstone
08. Dance Little Liar
09. Pretty Visitors
10. The Jeweler's Hands
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