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Seine siebzehnjährige Karriere setzt Ben Harper in Richtung zeitlosen Blues-Rock fort. An der Seite seiner Band Relentless 7 verschwinden die ruhigen, emotionalen Kompositionen merklich, dafür gesellen sich neue Fassetten hinzu.
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Dreckig, teilweise überladen, fallen die Blues-Riffs und -Soli über den Hörer her, führen in Split-Stereo Dialoge, klingen aus, um im nächsten Moment wieder zurückzuschlagen. Ben Harper perfektioniert seine Rock-Musik im zeitlosen Stil der 60er. Dazu das virtuose, verschleppte, treibende Spiel des Drummers und funkig groovende Bass-Lines. Nicht immer harmonisch, ausgewogen und schon gar nicht berechenbar sind die elf neuen Songs von ihm und den Relentless 7.
Ben Harper & Relentless7 - Interview
Mit dem Eröffnungstrack "Number With No Name" gibt er noch zurückhalten die Richtung vor, dass ZZ Top ihre Freude hätten. Spätestens in "Why Must You Always Dress In Black" ist dann aber Schluss mit Zurückhaltung - der progressive Blues-Rock wird frei gelassen. Eines der gefälligeren, rockigen Highlights des Albums stellt "Keep It Together" dar. Erinnerungen an den frühen Lenny Kravitz blitzen in dem Titel auf, der nach gut zwei Minuten nur mit Bass, verspielten Highheads und interagierenden Gitarren-Soli eine kurze Verschnaufpause bietet, um daraufhin zum finalen Schlag auszuholen.
Wenn auch nur noch vereinzelt, so taucht er dann aber dennoch auf - Ben Harper, der emotionale Songwriter mit der Gänsehautstimme. "Skin Thin", "The World Suicide" oder "Faithfull Remain" lassen sich beispielsweise ohne Probleme in einem Atemzug mit früheren Hymnen, wie "Jah Work" oder "Please Me Like You Want To" nennen. Melodiös und vielschichtig sind diese Kompositionen, die mit der markanten, knarzenden Westerngitarre aufwarten, während Harpers Stimme nah und vertraut im Ohr liegt.
Was seine stets kritische, humanitäre Haltung angeht, so spiegelt sie sich noch metaphorischer als bisher in den Texten wieder. Nannte er beispielsweise einst in "Excuse Me Mr." das Kind noch direkt beim Namen, gibt es Zweifel, Mahnung und Anprangerung nun fast ausschließlich durch die lyrische Blume. Allein der Albumtitel ist exemplarisch.
Ben Harper - Excuse Me Mr.
Dass Ben Harper schon immer einen Hang zu großen, sich aufbäumenden Rock-Stücken hatte, ist bekannt. Diesen baut er mit seinem neuen Album "White Lies For Dark Times" weiter aus und schreckt weder vor schrammelndem E-Blues, Honky-Tonk-Piano oder funkigen Indie-Rock-Parts zurück. Er wagt zudem Ausflüge in Richtung Folk oder Rockabilly und integriert sanfte Singer/Songwriter-Stücke. So entwickelt sich Ben Harper zunehmend weiter, ohne sich neu zu erfinden und hinterlässt bleibende Musik.
Kai-Uwe Weser
VÖ: 01.05.2009
Label: Import (Megaphon Importservice)
Tracklist:
01. Number with No Name
02. Up to You Now
03. Shimmer & Shine
04. Lay There & Hate Me
05. Why Must You Always Dress in Black
06. Skin Thin
07. Fly One Time
08. Keep It Together (So I Can Fall Apart)
09. Boots Like These
10. Word Suicide
11. Faithfully Remain
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Dreckig, teilweise überladen, fallen die Blues-Riffs und -Soli über den Hörer her, führen in Split-Stereo Dialoge, klingen aus, um im nächsten Moment wieder zurückzuschlagen. Ben Harper perfektioniert seine Rock-Musik im zeitlosen Stil der 60er. Dazu das virtuose, verschleppte, treibende Spiel des Drummers und funkig groovende Bass-Lines. Nicht immer harmonisch, ausgewogen und schon gar nicht berechenbar sind die elf neuen Songs von ihm und den Relentless 7.
Ben Harper & Relentless7 - Interview
Mit dem Eröffnungstrack "Number With No Name" gibt er noch zurückhalten die Richtung vor, dass ZZ Top ihre Freude hätten. Spätestens in "Why Must You Always Dress In Black" ist dann aber Schluss mit Zurückhaltung - der progressive Blues-Rock wird frei gelassen. Eines der gefälligeren, rockigen Highlights des Albums stellt "Keep It Together" dar. Erinnerungen an den frühen Lenny Kravitz blitzen in dem Titel auf, der nach gut zwei Minuten nur mit Bass, verspielten Highheads und interagierenden Gitarren-Soli eine kurze Verschnaufpause bietet, um daraufhin zum finalen Schlag auszuholen.
Wenn auch nur noch vereinzelt, so taucht er dann aber dennoch auf - Ben Harper, der emotionale Songwriter mit der Gänsehautstimme. "Skin Thin", "The World Suicide" oder "Faithfull Remain" lassen sich beispielsweise ohne Probleme in einem Atemzug mit früheren Hymnen, wie "Jah Work" oder "Please Me Like You Want To" nennen. Melodiös und vielschichtig sind diese Kompositionen, die mit der markanten, knarzenden Westerngitarre aufwarten, während Harpers Stimme nah und vertraut im Ohr liegt.
Ben Harper - Excuse Me Mr.
Dass Ben Harper schon immer einen Hang zu großen, sich aufbäumenden Rock-Stücken hatte, ist bekannt. Diesen baut er mit seinem neuen Album "White Lies For Dark Times" weiter aus und schreckt weder vor schrammelndem E-Blues, Honky-Tonk-Piano oder funkigen Indie-Rock-Parts zurück. Er wagt zudem Ausflüge in Richtung Folk oder Rockabilly und integriert sanfte Singer/Songwriter-Stücke. So entwickelt sich Ben Harper zunehmend weiter, ohne sich neu zu erfinden und hinterlässt bleibende Musik.
Kai-Uwe Weser
VÖ: 01.05.2009
Label: Import (Megaphon Importservice)
Tracklist:
01. Number with No Name
02. Up to You Now
03. Shimmer & Shine
04. Lay There & Hate Me
05. Why Must You Always Dress in Black
06. Skin Thin
07. Fly One Time
08. Keep It Together (So I Can Fall Apart)
09. Boots Like These
10. Word Suicide
11. Faithfully Remain
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