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Black Rebel Motorcycle Club
Black Rebel Motorcycle Club: Beat The Devil's Tattoo
Dieser Platte geht die Wiederentdeckung als Band voraus. Mit "Beat The Devil's Tattoo" knüpft der Black Rebel Motorcycle Club an alte Traditionen an, ohne dabei ein Abziehbild dessen zu sein.

Was machte sich die Presse Sorgen um dieses Trio: Nach dem hoch gelobten, gleichnamigen Debütalbum von 2001 und dem nicht minder geschätzten, zwei Jahre später veröffentlichten Nachfolger "Take Them On, On Your Own" riss der musikalische Faden beim Black Rebel Motorcycle Club und die Sache wurde schwierig. Bereits "Howl" gab Rätsel auf, weil hier mit massivem Folkeinschlag elektrische gegen akustische Gitarren eintauscht wurden und die Jungs vollkommen überfordert waren, wenn eifrige Journalisten fragten, woher der plötzliche Drang zum Anderssein käme.
Im Anschluss konsumierte Drummer Nick Jago zu viele Drogen und wurde von seinen Kollegen Peter Hayes und Robert Levon Been mehrfach vor die Tür gesetzt, um schlussendlich komplett aus der Band zu fliegen. "Baby 81" besiegelte die Irrungen und Wirrungen, bot altbackenen Seventies Rock, klang viel zu bemüht und erschreckend einfallslos zugleich. Spätestens mit dem kruden Experimentalwerk "The Effects Of 333" schien sich Rock und Rebellion erledigt zu haben.
Fast mit Erleichterung stellt man fest, das "Beat The Devil's Tattoo" mit neuer Drummerin alles richtig macht und sich auf das beschränkt, was den Black Rebel Motorcycle Club einst auszeichnete: Beinharten, rauen und Blues-orientierten Indierock, der nicht bedeutungsschwanger, sondern direkt und ohne Umschweife daherkommt. Ganz so, als hätten die drei ihre Songs in einer wilden Jamsession zusammengezimmert, reißen die Gitarren Wände ein, der Gesang plärrt wild durchs Mikro und wenn Balladen überhaupt eine Rolle spielen, dann einzig und allein zum Luftholen zwischen diesem treibenden Song-Marathon.
Womit bewiesen wäre, dass der Blick zurück nicht das Schlechteste ist, selbst wenn Innovationen anders entstehen. Doch dieses Trio war noch nie bekannt dafür, musikalisches Neuland zu beackern und versucht es glücklicherweise auch nicht mehr - unverkrampft und spielend leicht gelingt ihnen ein Werk, dass all jene Kritiker wachrüttelt, die sie bereits abgeschrieben haben: Der Black Rebel Motorcycle Club hat tatsächlich die Kurve bekommen, Zeiten und Wunder geschehen noch.
Mit "Beat The Devil's Tattoo" gehen BRMC zwar kein Risiko ein und doch ist es mutig vom zuletzt eingeschlagenen, experimentellen Sound die Finger zu lassen. Traditionen zu schätzen mag nicht des Rockers Ding sein, manchmal ist es aber ein probates Mittel zum Zweck. Es gilt wieder: take them on, on your own!
Marcus Willfroth
VÖ: 12.03.10
Label: Abstract Dragon/Cooperative Music/Universal
Tracklist:
1. Beat The Devil's Tattoo
2. Conscious Killer
3. Bad Blood
4. War Machine
5. Sweet Feeling's Gone
6. Evol
7. Mama Taught Me Better
8. River Styx
9. The Toll
10. Aya
11. Shadow's Keeper
12. Long Way Down
13. Half-State
Was machte sich die Presse Sorgen um dieses Trio: Nach dem hoch gelobten, gleichnamigen Debütalbum von 2001 und dem nicht minder geschätzten, zwei Jahre später veröffentlichten Nachfolger "Take Them On, On Your Own" riss der musikalische Faden beim Black Rebel Motorcycle Club und die Sache wurde schwierig. Bereits "Howl" gab Rätsel auf, weil hier mit massivem Folkeinschlag elektrische gegen akustische Gitarren eintauscht wurden und die Jungs vollkommen überfordert waren, wenn eifrige Journalisten fragten, woher der plötzliche Drang zum Anderssein käme.
Im Anschluss konsumierte Drummer Nick Jago zu viele Drogen und wurde von seinen Kollegen Peter Hayes und Robert Levon Been mehrfach vor die Tür gesetzt, um schlussendlich komplett aus der Band zu fliegen. "Baby 81" besiegelte die Irrungen und Wirrungen, bot altbackenen Seventies Rock, klang viel zu bemüht und erschreckend einfallslos zugleich. Spätestens mit dem kruden Experimentalwerk "The Effects Of 333" schien sich Rock und Rebellion erledigt zu haben.
Fast mit Erleichterung stellt man fest, das "Beat The Devil's Tattoo" mit neuer Drummerin alles richtig macht und sich auf das beschränkt, was den Black Rebel Motorcycle Club einst auszeichnete: Beinharten, rauen und Blues-orientierten Indierock, der nicht bedeutungsschwanger, sondern direkt und ohne Umschweife daherkommt. Ganz so, als hätten die drei ihre Songs in einer wilden Jamsession zusammengezimmert, reißen die Gitarren Wände ein, der Gesang plärrt wild durchs Mikro und wenn Balladen überhaupt eine Rolle spielen, dann einzig und allein zum Luftholen zwischen diesem treibenden Song-Marathon.
Womit bewiesen wäre, dass der Blick zurück nicht das Schlechteste ist, selbst wenn Innovationen anders entstehen. Doch dieses Trio war noch nie bekannt dafür, musikalisches Neuland zu beackern und versucht es glücklicherweise auch nicht mehr - unverkrampft und spielend leicht gelingt ihnen ein Werk, dass all jene Kritiker wachrüttelt, die sie bereits abgeschrieben haben: Der Black Rebel Motorcycle Club hat tatsächlich die Kurve bekommen, Zeiten und Wunder geschehen noch.
Mit "Beat The Devil's Tattoo" gehen BRMC zwar kein Risiko ein und doch ist es mutig vom zuletzt eingeschlagenen, experimentellen Sound die Finger zu lassen. Traditionen zu schätzen mag nicht des Rockers Ding sein, manchmal ist es aber ein probates Mittel zum Zweck. Es gilt wieder: take them on, on your own!
Marcus Willfroth
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1. Beat The Devil's Tattoo
2. Conscious Killer
3. Bad Blood
4. War Machine
5. Sweet Feeling's Gone
6. Evol
7. Mama Taught Me Better
8. River Styx
9. The Toll
10. Aya
11. Shadow's Keeper
12. Long Way Down
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