147 online
- Melt! Festival
- The Shins
- Michael Kiwanuka
- Various Artists
- Die Ärzte
- Santigold
- Tenacious D
- Hot Chip
- Totally Enormous Extinct Dinosaurs
- Greenville Festival
- Simian Mobile Disco
- Young Man
- Here We Go Magic
- Die Selbstkritik der Woche
- Dossier: Echo-Verleihung
- Grimes
- Nicolas Jaar
- MS Dockville
- Marbert Rocel
- Damon Albarn
- Sufjan Stevens
- iamamiwhoami
- We Are Augustines
- Enno Bunger
- Giana Factory
- Tanlines
- IAMDYNAMITE
- Soulsavers
- Best Coast
- Beach House
- Soulsavers
- Beyoncé
- 2Raumwohnung
- Adele
- SebastiAn
- Soko
- Wizo
- The Kooks
- Slipknot
- Abba
- Wolf Parade
- Neil Young
- The Ting Tings
- Taylor Swift
- Winson
- Jennifer Rostock
- The Last Shadow Puppets
- 1990s
- A
- Machine Head
- Basia Bulat
- Lil Wayne
- Annie
- Die Ärzte
- Katy Perry
- The Black Atlantic
- Wir sind Helden
- Angus & Julia Stone
- Simple Plan
- Mount Eerie
Blakroc
Blakroc: Blakroc
Back to basics: The Black Keys und zwei Handvoll HipHop-Bigshots definieren das Modell Blues für die Gegenwart.

Mos Def mit The Black Keys’ Dan Auerbach
Es wäre ein grundlegendes Missverständnis, Blakroc mal eben so als Crossover-Projekt einzuordnen, auch wenn es natürlich einfach ist, auf Beastie Boys, Public Enemy oder gar Jay-Z zu verweisen, die sich allesamt gern mal (wenn auch im letzten Fall auf eher peinliche Art) mit saftigen Gitarren mehr oder weniger harter Gangart aufrüsteten – ein Ansatz der letztendlich im armselig-vulgären Nu Metal totverwurstet wurde.
Blakroc geht – ohne Aufrüstungsspirale – viel tiefer und erweist sich als überaus zeitgenössischer Entwurf von Blues, der neben aller Chicago- und Mississippi-Klassik aufgesogen hat, was schon vor geraumer Zeit mit der in Sachen Stilistik und Attitüde aufregenden Auffrischung des Genres durch eine neue weiße Generation im Sinne der Jon Spencer Blues Explosion begann. Und eigentlich ist es nur folgerichtig, jetzt auch die alte Baumwollpflücker-Generation des Blues am Mikrofon durch eine urbane neue mit gänzlich anderer (auch Sound-)Sozialisation abzulösen. Es müssen nur die richtigen Leute sein.
Dass dieses Projekt unbedingt beachtenswert ist, zeigt schon die Liste seiner Akteure – die in Musikerkollegen- und Kritikerkreisen allseits beliebten The Black Keys und einige der wirklich guten Namen des Rap wie der gar nicht hoch genug zu schätzende Mos Def, Jungstar NOE oder die Althelden RZA, Raekwon und Q-Tip. (Einen Gimmick wie die Vocals des seligen Ol’ Dirty Bastards braucht es da eigentlich nicht.) Das Konzept ist so simpel wie überzeugend und war in verblüffend wenigen Tagen im Kasten. Die Black Keys legen eine kompetent rumpelnde, solide loopkompatible Rhythmusgrundlage, die mit instinktsicheren Gitarrenlicks durchsetzt und von ohne große Umstände loslegenden Rappern betextet sowie gelegentlich von R’n’B-Sängerin (und Missy Elliot-Mündel) Nicole Wray mit einer Extraportion Soul versetzt wird.
Blakroc – Ain't Nothing Like You (Hoochie Coo)
Straight, aber im Detail verspielt, in jedem Moment wuchtig und mit gehörigem Kopfnicker-Faktor ist das in Szene gesetzt, betont analog, was dem Sound nicht nur Bodenhaftung und Rauheit verordnet, sondern ihm auch eine durchweg angenehme Relaxtheit verleiht, die sich fernab vom gängigen Dicke-Hose-HipHop-BlingBling positioniert. Dass – eigentlich wundert es nicht angesichts des Personals – nahezu jeder der elf Tracks als eigenständiger Hit taugt, ist ein weiteres riesiges Plus dieses Albums, von dem sich ohne Weiteres sagen lässt, dass es eine der großen positiven Überraschungen dieses Musikjahres ist.
Augsburg
Label/Vertrieb: Cooperative Music/Universal
VÖ: 26.11.2009
Trackliste:
01. Coochie (featuring Ludacris, Ol' Dirty Bastard)
02. On the Vista (featuring Mos Def)
03. Hard Times (featuring NOE)
04. Dollaz & Sense (featuring RZA, Pharoahe Monch)
05. Why Can’t I Forget Him (featuring Nicole Wray)
06. Stay Off the Fuckin’ Flowers (featuring Raekwon)
07. Ain't Nothing Like You (Hoochie Coo) (featuring Mos Def, Jim Jones)
08. Hope You’re Happy (featuring Billy Danze of M.O.P., Q-Tip, Nicole Wray)
09. Tellin’ Me Things (featuring RZA)
10. What You Do to Me (featuring Billy Danze, Jim Jones, Nicole Wray)
11. Done Did It (featuring Nicole Wray, NOE)

Mos Def mit The Black Keys’ Dan Auerbach
Es wäre ein grundlegendes Missverständnis, Blakroc mal eben so als Crossover-Projekt einzuordnen, auch wenn es natürlich einfach ist, auf Beastie Boys, Public Enemy oder gar Jay-Z zu verweisen, die sich allesamt gern mal (wenn auch im letzten Fall auf eher peinliche Art) mit saftigen Gitarren mehr oder weniger harter Gangart aufrüsteten – ein Ansatz der letztendlich im armselig-vulgären Nu Metal totverwurstet wurde.
Blakroc geht – ohne Aufrüstungsspirale – viel tiefer und erweist sich als überaus zeitgenössischer Entwurf von Blues, der neben aller Chicago- und Mississippi-Klassik aufgesogen hat, was schon vor geraumer Zeit mit der in Sachen Stilistik und Attitüde aufregenden Auffrischung des Genres durch eine neue weiße Generation im Sinne der Jon Spencer Blues Explosion begann. Und eigentlich ist es nur folgerichtig, jetzt auch die alte Baumwollpflücker-Generation des Blues am Mikrofon durch eine urbane neue mit gänzlich anderer (auch Sound-)Sozialisation abzulösen. Es müssen nur die richtigen Leute sein.
Dass dieses Projekt unbedingt beachtenswert ist, zeigt schon die Liste seiner Akteure – die in Musikerkollegen- und Kritikerkreisen allseits beliebten The Black Keys und einige der wirklich guten Namen des Rap wie der gar nicht hoch genug zu schätzende Mos Def, Jungstar NOE oder die Althelden RZA, Raekwon und Q-Tip. (Einen Gimmick wie die Vocals des seligen Ol’ Dirty Bastards braucht es da eigentlich nicht.) Das Konzept ist so simpel wie überzeugend und war in verblüffend wenigen Tagen im Kasten. Die Black Keys legen eine kompetent rumpelnde, solide loopkompatible Rhythmusgrundlage, die mit instinktsicheren Gitarrenlicks durchsetzt und von ohne große Umstände loslegenden Rappern betextet sowie gelegentlich von R’n’B-Sängerin (und Missy Elliot-Mündel) Nicole Wray mit einer Extraportion Soul versetzt wird.
Blakroc – Ain't Nothing Like You (Hoochie Coo)
Straight, aber im Detail verspielt, in jedem Moment wuchtig und mit gehörigem Kopfnicker-Faktor ist das in Szene gesetzt, betont analog, was dem Sound nicht nur Bodenhaftung und Rauheit verordnet, sondern ihm auch eine durchweg angenehme Relaxtheit verleiht, die sich fernab vom gängigen Dicke-Hose-HipHop-BlingBling positioniert. Dass – eigentlich wundert es nicht angesichts des Personals – nahezu jeder der elf Tracks als eigenständiger Hit taugt, ist ein weiteres riesiges Plus dieses Albums, von dem sich ohne Weiteres sagen lässt, dass es eine der großen positiven Überraschungen dieses Musikjahres ist.
Augsburg
Label/Vertrieb: Cooperative Music/Universal
VÖ: 26.11.2009
Trackliste:
01. Coochie (featuring Ludacris, Ol' Dirty Bastard)
02. On the Vista (featuring Mos Def)
03. Hard Times (featuring NOE)
04. Dollaz & Sense (featuring RZA, Pharoahe Monch)
05. Why Can’t I Forget Him (featuring Nicole Wray)
06. Stay Off the Fuckin’ Flowers (featuring Raekwon)
07. Ain't Nothing Like You (Hoochie Coo) (featuring Mos Def, Jim Jones)
08. Hope You’re Happy (featuring Billy Danze of M.O.P., Q-Tip, Nicole Wray)
09. Tellin’ Me Things (featuring RZA)
10. What You Do to Me (featuring Billy Danze, Jim Jones, Nicole Wray)
11. Done Did It (featuring Nicole Wray, NOE)




