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Bloc Party
Bloc Party: Intimacy
Bloc Party haben schon mit ihrem letzten Album "A Weekend in the City" gezeigt, dass sie keine durchschnittliche Indie-Band sind. Was in Form ihrer Single "Prayer" etwas sperrig daherkam, entpuppte sich binnen kürzester Zeit als nachhaltiger Ohrwurm und Dancefloor-Knaller. Und auch bei ihrem dritten Longplayer "Intimacy" beweisen sie Mut zum Experimentellen, was den melodienverwöhnten Hörer zunächst abschrecken dürfte, aber mit ein bisschen Durchhaltevermögen nach gewisser Zeit umso mehr überzeugt und packt.
Es scheint, als ob Bloc Party geradezu die Erwartungshaltung ihrer Fangemeinde brechen wollten, wenn Kele im Opener "Ares" singt: "War war war war / I Want to declare a war / My fist breaks your porcelain nose [...] Keep the past the future is ours". Die Jungs sind zukunftsorientiert, keine Frage. Auch wenn sich auf dem Album ein paar Stücke finden, die an die alten Zeiten anknüpfen ("Halo", "One Month Off"), ist die Scheibe eine konsequente musikalische Weiterentwicklung der Band.
Getanzt wird diesmal zu dem Sound der Sirenen ("Ares"), zu einem ganzen Streicher- und Bläser-Orchester ("Mercury"), rauem Elektro-Gefrickel ("Trojan Horse") und sogar zu mächtigen Kirchen-Chören ("Zephyrus") - hier hat man das Gefühl sich innerhalb furchteinflößenden, sakralen Gemäuer zu befinden. Und auch sonst ist eine starke Affinität zu religiösen Themen zu erkennen, was schon alleine aufgrund der Titel deutlich auffällt, die auf Götter aus der griechischen Mythologie verweisen.
In "Better Than Heaven" wird sogar auf eine konkrete Bibelstelle hingewiesen. Schlägt man den ersten Brief an die Korinther (15:22) nach, so heißt es: "Denn wie in Adam alle sterben, so werden in Christus alle lebendig gemacht werden." Okay, die Auferstehungsgeschichte kurzerhand in einen Song zu packen ist ziemlich weit ausgeholt, aber es passt irgendwie trotzdem gut zu der ganzen Wucht, mit der die Platte produziert wurde.
Die Regler haben die bereits bekannten Produzenten Paul Epworth ("Silent Alarm") und Jacknife Lee ("A Weekend in the City") bedient. Die beiden und ihre Jünger haben sich offensichtlich vorgenommen die Indie-Szene in Punkto "Mut zum Größenwahn" auf eine sympathische Weise zu missionieren. Es ist ihnen gelungen.
Marta Marszewski
»Hier Bloc Party Tickets bestellen
VÖ: 24.10.
Label: Cooperative/Universal
Tracklist:
01. Ares
02. Mercury
03. Halo
04. Biko
05. Trojan Horse
06. Signs
07. One Month Off
08. Zephyrus
09. Talons
10. Better Than Heaven
11. Ion Square
Es scheint, als ob Bloc Party geradezu die Erwartungshaltung ihrer Fangemeinde brechen wollten, wenn Kele im Opener "Ares" singt: "War war war war / I Want to declare a war / My fist breaks your porcelain nose [...] Keep the past the future is ours". Die Jungs sind zukunftsorientiert, keine Frage. Auch wenn sich auf dem Album ein paar Stücke finden, die an die alten Zeiten anknüpfen ("Halo", "One Month Off"), ist die Scheibe eine konsequente musikalische Weiterentwicklung der Band.
Getanzt wird diesmal zu dem Sound der Sirenen ("Ares"), zu einem ganzen Streicher- und Bläser-Orchester ("Mercury"), rauem Elektro-Gefrickel ("Trojan Horse") und sogar zu mächtigen Kirchen-Chören ("Zephyrus") - hier hat man das Gefühl sich innerhalb furchteinflößenden, sakralen Gemäuer zu befinden. Und auch sonst ist eine starke Affinität zu religiösen Themen zu erkennen, was schon alleine aufgrund der Titel deutlich auffällt, die auf Götter aus der griechischen Mythologie verweisen.
In "Better Than Heaven" wird sogar auf eine konkrete Bibelstelle hingewiesen. Schlägt man den ersten Brief an die Korinther (15:22) nach, so heißt es: "Denn wie in Adam alle sterben, so werden in Christus alle lebendig gemacht werden." Okay, die Auferstehungsgeschichte kurzerhand in einen Song zu packen ist ziemlich weit ausgeholt, aber es passt irgendwie trotzdem gut zu der ganzen Wucht, mit der die Platte produziert wurde.
Die Regler haben die bereits bekannten Produzenten Paul Epworth ("Silent Alarm") und Jacknife Lee ("A Weekend in the City") bedient. Die beiden und ihre Jünger haben sich offensichtlich vorgenommen die Indie-Szene in Punkto "Mut zum Größenwahn" auf eine sympathische Weise zu missionieren. Es ist ihnen gelungen.
Marta Marszewski
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VÖ: 24.10.
Label: Cooperative/Universal
Tracklist:
01. Ares
02. Mercury
03. Halo
04. Biko
05. Trojan Horse
06. Signs
07. One Month Off
08. Zephyrus
09. Talons
10. Better Than Heaven
11. Ion Square
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Also ich muß mich, glaub ich, erst noch ins neue Alb reinhören.
Teilweise find ich es schon sehr anstrengend.
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