150 online
- Melt! Festival
- The Shins
- Michael Kiwanuka
- Various Artists
- Die Ärzte
- Santigold
- Tenacious D
- Hot Chip
- Totally Enormous Extinct Dinosaurs
- Greenville Festival
- Simian Mobile Disco
- Young Man
- Here We Go Magic
- Die Selbstkritik der Woche
- Dossier: Echo-Verleihung
- Grimes
- Nicolas Jaar
- MS Dockville
- Marbert Rocel
- Damon Albarn
- Sufjan Stevens
- iamamiwhoami
- We Are Augustines
- Enno Bunger
- Giana Factory
- Tanlines
- IAMDYNAMITE
- Soulsavers
- Best Coast
- Beach House
- Soulsavers
- Beyoncé
- 2Raumwohnung
- Adele
- SebastiAn
- Soko
- Wizo
- The Kooks
- Slipknot
- Abba
- Wolf Parade
- Neil Young
- The Ting Tings
- Taylor Swift
- Winson
- Jennifer Rostock
- The Last Shadow Puppets
- 1990s
- A
- Machine Head
- Basia Bulat
- Lil Wayne
- Annie
- Die Ärzte
- Katy Perry
- The Black Atlantic
- Wir sind Helden
- Angus & Julia Stone
- Simple Plan
- Mount Eerie
Bondage Fairies
Bondage Fairies: "Zwei Stunden Leonard Cohen ins Gesicht zu schauen, ist zu langweilig" – Bondage Fairies im motor.de-Interview
"Crash Bandicoot meets Jason Vorhees" oder die "Pet Shop Boys goes The Ramones". Wie man es auch dreht und wendet, bei Bondage Faries wird auf jeden Fall ein Schuh draus. Im Interview klärt uns Mastermind Elvis Creep über die Vor- und Nachteile der Band-Maskerade auf.

(Foto: Kai Butterweck)
Sich neben der Musik auf ein visuelles Konzept einzulassen hat schon so mancher Band dabei geholfen, sich vom Einheitsbrei der jeweiligen Branche abzusetzen. Vor allem in Osteuropa und Asien stehen die Kids auf optische Überreizungen á la Kiss, Slipknot oder Daft Punk. Demnach erscheint es auf den ersten Blick auch nicht verwunderlich, dass sich die Schweden von Bondage Fairies besonders im Großraum Ural-Gebirge immenser Beliebtheit erfreuen. Mit Nintendo-Punk und reichlich Maskerade im Gepäck versuchen die vier Skandinavier nun schon seit 2005 die klaffende Lücke zwischen KiKa-Vorabendprogramm und FSK-18-Archiv zu füllen.
Das gelingt ihnen von Jahr zu Jahr immer besser, wie das aktuelle – mittlerweile dritte – Album der Band eindrucksvoll unter Beweis stellt. Auch hierzulande werden die Augen der Anwesenden immer größer, wenn das Quartett live zum Psycho-Karneval bittet. Wir wollten den Schweden auf den Zahn fühlen und trafen uns mit dem Ober-Ampelmännchen der Hardcore-Sesamstraße, Elvis Creep, kurz vor ihrer Show im Berliner White Trash. Frei nach dem Motto: Wer, wie, was? Wieso, weshalb, warum? Wer nicht fragt, bleibt dumm.
motor.de: Hi Elvis, ich hätte dich fast gar nicht erkannt, so ganz ohne Maske.
Elvis: Und? Enttäuscht?
motor.de: Nein, nicht wirklich. Ich muss dir sogar ein Kompliment machen.
Elvis: Oh, echt? Schieß los und erwärme mein Herz! Das kann ich bei den eisigen Temperaturen hier gerade gut gebrauchen.
motor.de: Ich habe gehört, der Hauptgrund für das Tragen eurer Masken sei die Tatsache, dass ihr euch darunter ziemlich hässlich vorkommt. Dem muss ich jetzt widersprechen.
Elvis: Hab vielen Dank. Das katapultiert mein Selbstbewusstsein gleich in ungeahnte Höhen (lacht).
motor.de: Ist diese doch etwas schiefe Selbstwahrnehmung wirklich der Grund für euer buntes Versteckspiel?
Elvis: Du glaubst gar nicht, wie sehr ich mich früher geschämt habe, auf die Bühne zu gehen und den Leuten Auge in Auge gegenüberzutreten. Ich habe immer nur auf mein Gitarren-Griffbrett gestarrt, weil es mir unangenehm war, geradeaus zu gucken. Was für ein Weichei, oder? (lacht) Mit den Masken ist einfach alles leichter. Du kannst dumme Grimassen schneiden, wenn dir danach ist, und dich in Sicherheit wiegen, dass es dir keiner übel nimmt. Es kriegt ja keiner mit.
Bondage Fairies – "1-0"
motor.de: Die Dinger sehen schon ganz schön abgefahren aus. Habt ihr euch die selbst zusammen gebastelt oder steckt da ein außenstehender Kreativer dahinter?
Elvis: Das meiste haben wir schon selbst in die Hände genommen. Es gibt aber auch einige technische Finessen, wie eingebaute Mikros. Den Einbau haben wir anderen überlassen. Aber das Grundgerüst basiert auf unseren Ideen und Fingerfertigkeiten. Da steckt wirklich viel Arbeit drin, auch wenn das eine oder andere Exemplar auf den ersten Blick vielleicht nicht so aussieht (lacht). Mittlerweile habe ich ungefähr fünf Masken zum Wechseln, da wir noch nicht ganz herausgefunden haben, wie wir die Haltbarkeit verbessern können.
motor.de: Demnach geben die Masken während einer Show gerne mal den Geist auf?
Elvis: Ja, das passiert schon mal. Wenn sich zu viel Flüssigkeit nähert, gehen die Dinger lieber auf Abstand, wenn du weißt, was ich meine. Man schwitzt halt auch total unter den Dingern. Da kommt es schon mal vor, dass die Technik oder die Befestigung nicht mehr mitspielt. Das schwierigste ist aber an sich die eigene Orientierung.
motor.de: Inwiefern?
Elvis: Nun, die Sichtverhältnisse sind nicht gerade optimal. Es ist in etwa so, als würde man durch ein Schlüsselloch gucken. Deswegen rennen wir uns auf der Bühne auch mal gerne über den Haufen. Ich kann mich auch erinnern, dass ich einmal fast von der Bühne gefallen wäre, weil ich die Abgrenzungsmarkierung unter mir nicht sehen konnte.
motor.de: Wie schafft ihr es dann, bei all den Einschränkungen, euch live auf das Wesentliche, die Musik, zu konzentrieren?
Elvis: Das war in der Tat früher nicht ganz so einfach. Aber deswegen haben wir ja auch unser Line-Up erweitert. Wir sind ja jetzt zu viert. Ich muss also nicht mehr gucken, dass ich die richtigen Akkorde greife, während meine Maske auf Halbmast hängt und ich zudem noch singen muss. Jetzt kann ich mich voll und ganz auf den Gesang konzentrieren. Das hilft schon ungemein.
motor.de: Mal ehrlich, wie oft habt ihr die Maskerade schon verflucht?
Elvis: (lacht) Oh, fast täglich. Aber das gehört dazu. So sind wir nun mal. Die Masken sind ein Teil von Bondage Fairies. Die Kids finden es klasse, also, warum sollten wir das ändern? Es funktioniert - nur das zählt. Wenn ich zum Beispiel auf ein Konzert gehe, langweile ich mich oft, weil auf der Bühne zu wenig mit Kunst gearbeitet wird. Wenn ich dann überrascht werde, weil sich eine Band Mühe gibt, auch ihr Erscheinungsbild der Kunst zu widmen, bin ich schnell wie in Hypnose, verstehst du? Das ist ein schönes Gefühl. Wir wollen, dass unsere Fans hypnotisiert werden. Natürlich macht Leonard Cohen tolle Musik. Aber sich zwei Stunden lang nur sein Gesicht anzuschauen, während er vielleicht auf einem Stuhl sitzt und singt, empfinde ich als zu wenig.
motor.de: So ähnlich äußert sich auch immer Paul Stanley, wenn er gefragt wird, warum es bei Kiss mehr um die Show, als um die Musik geht.
Elvis: Der Gute hat absolut recht, wobei ich aber sagen muss, dass unsere Inspirationsquellen noch etwas weiter zurückliegen. Wir stehen da mehr auf das Avantgarde-Element der Residents.
motor.de: Vor allem in Osteuropa genießt ihr einen großen Zuspruch. Wie erklärt ihr euch das?
Elvis: Ich weiß nicht, ob das zwingend was mit den Masken zu tun hat. Das liegt, glaube ich, eher am Google-Translator-System. Wenn du Bondage Fairies auf russisch übersetzen lässt und das Ergebnis dann wiederum umkehrst, erscheinen die beiden Wörter The Beatles. Da ist Erfolg dann vorprogrammiert.
Bondage Fairies – "Fantasy Outfit"
motor.de: Sind die Leute dann nicht überrascht, wenn sie feststellen, dass die wiedergeborenen Fab-Four plötzlich mit einer Mischung aus Pet Shop Boys und den Ramones daherkommen?
Elvis: Wow, das ist aber mal ein netter Vergleich.
motor.de: Ich finde, euer neues Album klingt exakt wie eben diese Mixtur. Seht ihr das anders?
Elvis: Ich habe eigentlich nicht viel mit den Pet Shop Boys am Hut. Aber ich stimme dir zu, manche Gesangspassagen und Melodien gehen durchaus in diese Richtung. Wenn auch unbeabsichtigt. Ich danke dir auf jeden Fall, denn ich empfinde es als großes Kompliment mit diesen beiden Bands in einen Topf geworfen zu werden.
motor.de: Auch hier in Deutschland läuft es für euch von Jahr zu Jahr besser. Ist der Song "Aachen Von Essen" demnach ein kleines Dankeschön an eure Fans hierzulande?
Elvis: Wir lieben Deutschland. Vor allem lieben wir aber die deutsche Sprache. Der Song ist weniger ein Dankeschön, als vielmehr ein Beleg für unseren etwas kranken Humor. Wenn man nämlich die Wörter Aachen und Essen als Schwede ausspricht, entwickeln sich schnell Ähnlichkeiten zu schwedischen Wörtern, die man im Allgemeinen als Schimpfwörter bezeichnen würde. Das Ganze ist also eher eine ziemlich kranke Wortspielerei. Auch hier kann ich nur sagen: Wir sind halt so. Das sollte man alles nicht zu ernst nehmen. Wir haben eben manchmal etwas ausgefallenere Ideen.
motor.de: Eine davon ist sicherlich auch, rares Download-Material von euch auf USB-Sticks zu speichern und diese dann weltweit zu verstecken. Wie ist denn dahingehend der Stand der Dinge? Wurden mittlerweile alle Sticks gefunden?
Elvis: Die Idee stammt ja nicht von uns. Der deutsche Medienkünstler Aram Bartholl ist eigentlich der Initiator dieser "Dead-Drops-Geschichte". Wir hatten zwar einige Probleme mit den Sticks in Oslo und in Kiew, wo die "Finder" nicht genau wussten, was sie mit den Sticks anfangen sollten, aber letztlich hat es ganz gut funktioniert.
Interview: Kai Butterweck

(Foto: Kai Butterweck)
Sich neben der Musik auf ein visuelles Konzept einzulassen hat schon so mancher Band dabei geholfen, sich vom Einheitsbrei der jeweiligen Branche abzusetzen. Vor allem in Osteuropa und Asien stehen die Kids auf optische Überreizungen á la Kiss, Slipknot oder Daft Punk. Demnach erscheint es auf den ersten Blick auch nicht verwunderlich, dass sich die Schweden von Bondage Fairies besonders im Großraum Ural-Gebirge immenser Beliebtheit erfreuen. Mit Nintendo-Punk und reichlich Maskerade im Gepäck versuchen die vier Skandinavier nun schon seit 2005 die klaffende Lücke zwischen KiKa-Vorabendprogramm und FSK-18-Archiv zu füllen.
Das gelingt ihnen von Jahr zu Jahr immer besser, wie das aktuelle – mittlerweile dritte – Album der Band eindrucksvoll unter Beweis stellt. Auch hierzulande werden die Augen der Anwesenden immer größer, wenn das Quartett live zum Psycho-Karneval bittet. Wir wollten den Schweden auf den Zahn fühlen und trafen uns mit dem Ober-Ampelmännchen der Hardcore-Sesamstraße, Elvis Creep, kurz vor ihrer Show im Berliner White Trash. Frei nach dem Motto: Wer, wie, was? Wieso, weshalb, warum? Wer nicht fragt, bleibt dumm.
motor.de: Hi Elvis, ich hätte dich fast gar nicht erkannt, so ganz ohne Maske.
Elvis: Und? Enttäuscht?
motor.de: Nein, nicht wirklich. Ich muss dir sogar ein Kompliment machen.
Elvis: Oh, echt? Schieß los und erwärme mein Herz! Das kann ich bei den eisigen Temperaturen hier gerade gut gebrauchen.
motor.de: Ich habe gehört, der Hauptgrund für das Tragen eurer Masken sei die Tatsache, dass ihr euch darunter ziemlich hässlich vorkommt. Dem muss ich jetzt widersprechen.
Elvis: Hab vielen Dank. Das katapultiert mein Selbstbewusstsein gleich in ungeahnte Höhen (lacht).
motor.de: Ist diese doch etwas schiefe Selbstwahrnehmung wirklich der Grund für euer buntes Versteckspiel?
Elvis: Du glaubst gar nicht, wie sehr ich mich früher geschämt habe, auf die Bühne zu gehen und den Leuten Auge in Auge gegenüberzutreten. Ich habe immer nur auf mein Gitarren-Griffbrett gestarrt, weil es mir unangenehm war, geradeaus zu gucken. Was für ein Weichei, oder? (lacht) Mit den Masken ist einfach alles leichter. Du kannst dumme Grimassen schneiden, wenn dir danach ist, und dich in Sicherheit wiegen, dass es dir keiner übel nimmt. Es kriegt ja keiner mit.
Bondage Fairies – "1-0"
motor.de: Die Dinger sehen schon ganz schön abgefahren aus. Habt ihr euch die selbst zusammen gebastelt oder steckt da ein außenstehender Kreativer dahinter?
Elvis: Das meiste haben wir schon selbst in die Hände genommen. Es gibt aber auch einige technische Finessen, wie eingebaute Mikros. Den Einbau haben wir anderen überlassen. Aber das Grundgerüst basiert auf unseren Ideen und Fingerfertigkeiten. Da steckt wirklich viel Arbeit drin, auch wenn das eine oder andere Exemplar auf den ersten Blick vielleicht nicht so aussieht (lacht). Mittlerweile habe ich ungefähr fünf Masken zum Wechseln, da wir noch nicht ganz herausgefunden haben, wie wir die Haltbarkeit verbessern können.
motor.de: Demnach geben die Masken während einer Show gerne mal den Geist auf?
Elvis: Ja, das passiert schon mal. Wenn sich zu viel Flüssigkeit nähert, gehen die Dinger lieber auf Abstand, wenn du weißt, was ich meine. Man schwitzt halt auch total unter den Dingern. Da kommt es schon mal vor, dass die Technik oder die Befestigung nicht mehr mitspielt. Das schwierigste ist aber an sich die eigene Orientierung.
motor.de: Inwiefern?
Elvis: Nun, die Sichtverhältnisse sind nicht gerade optimal. Es ist in etwa so, als würde man durch ein Schlüsselloch gucken. Deswegen rennen wir uns auf der Bühne auch mal gerne über den Haufen. Ich kann mich auch erinnern, dass ich einmal fast von der Bühne gefallen wäre, weil ich die Abgrenzungsmarkierung unter mir nicht sehen konnte.
motor.de: Wie schafft ihr es dann, bei all den Einschränkungen, euch live auf das Wesentliche, die Musik, zu konzentrieren?
Elvis: Das war in der Tat früher nicht ganz so einfach. Aber deswegen haben wir ja auch unser Line-Up erweitert. Wir sind ja jetzt zu viert. Ich muss also nicht mehr gucken, dass ich die richtigen Akkorde greife, während meine Maske auf Halbmast hängt und ich zudem noch singen muss. Jetzt kann ich mich voll und ganz auf den Gesang konzentrieren. Das hilft schon ungemein.
motor.de: Mal ehrlich, wie oft habt ihr die Maskerade schon verflucht?
Elvis: (lacht) Oh, fast täglich. Aber das gehört dazu. So sind wir nun mal. Die Masken sind ein Teil von Bondage Fairies. Die Kids finden es klasse, also, warum sollten wir das ändern? Es funktioniert - nur das zählt. Wenn ich zum Beispiel auf ein Konzert gehe, langweile ich mich oft, weil auf der Bühne zu wenig mit Kunst gearbeitet wird. Wenn ich dann überrascht werde, weil sich eine Band Mühe gibt, auch ihr Erscheinungsbild der Kunst zu widmen, bin ich schnell wie in Hypnose, verstehst du? Das ist ein schönes Gefühl. Wir wollen, dass unsere Fans hypnotisiert werden. Natürlich macht Leonard Cohen tolle Musik. Aber sich zwei Stunden lang nur sein Gesicht anzuschauen, während er vielleicht auf einem Stuhl sitzt und singt, empfinde ich als zu wenig.
motor.de: So ähnlich äußert sich auch immer Paul Stanley, wenn er gefragt wird, warum es bei Kiss mehr um die Show, als um die Musik geht.
Elvis: Der Gute hat absolut recht, wobei ich aber sagen muss, dass unsere Inspirationsquellen noch etwas weiter zurückliegen. Wir stehen da mehr auf das Avantgarde-Element der Residents.
motor.de: Vor allem in Osteuropa genießt ihr einen großen Zuspruch. Wie erklärt ihr euch das?
Elvis: Ich weiß nicht, ob das zwingend was mit den Masken zu tun hat. Das liegt, glaube ich, eher am Google-Translator-System. Wenn du Bondage Fairies auf russisch übersetzen lässt und das Ergebnis dann wiederum umkehrst, erscheinen die beiden Wörter The Beatles. Da ist Erfolg dann vorprogrammiert.
Bondage Fairies – "Fantasy Outfit"
motor.de: Sind die Leute dann nicht überrascht, wenn sie feststellen, dass die wiedergeborenen Fab-Four plötzlich mit einer Mischung aus Pet Shop Boys und den Ramones daherkommen?
Elvis: Wow, das ist aber mal ein netter Vergleich.
motor.de: Ich finde, euer neues Album klingt exakt wie eben diese Mixtur. Seht ihr das anders?
Elvis: Ich habe eigentlich nicht viel mit den Pet Shop Boys am Hut. Aber ich stimme dir zu, manche Gesangspassagen und Melodien gehen durchaus in diese Richtung. Wenn auch unbeabsichtigt. Ich danke dir auf jeden Fall, denn ich empfinde es als großes Kompliment mit diesen beiden Bands in einen Topf geworfen zu werden.
motor.de: Auch hier in Deutschland läuft es für euch von Jahr zu Jahr besser. Ist der Song "Aachen Von Essen" demnach ein kleines Dankeschön an eure Fans hierzulande?
Elvis: Wir lieben Deutschland. Vor allem lieben wir aber die deutsche Sprache. Der Song ist weniger ein Dankeschön, als vielmehr ein Beleg für unseren etwas kranken Humor. Wenn man nämlich die Wörter Aachen und Essen als Schwede ausspricht, entwickeln sich schnell Ähnlichkeiten zu schwedischen Wörtern, die man im Allgemeinen als Schimpfwörter bezeichnen würde. Das Ganze ist also eher eine ziemlich kranke Wortspielerei. Auch hier kann ich nur sagen: Wir sind halt so. Das sollte man alles nicht zu ernst nehmen. Wir haben eben manchmal etwas ausgefallenere Ideen.
motor.de: Eine davon ist sicherlich auch, rares Download-Material von euch auf USB-Sticks zu speichern und diese dann weltweit zu verstecken. Wie ist denn dahingehend der Stand der Dinge? Wurden mittlerweile alle Sticks gefunden?
Elvis: Die Idee stammt ja nicht von uns. Der deutsche Medienkünstler Aram Bartholl ist eigentlich der Initiator dieser "Dead-Drops-Geschichte". Wir hatten zwar einige Probleme mit den Sticks in Oslo und in Kiew, wo die "Finder" nicht genau wussten, was sie mit den Sticks anfangen sollten, aber letztlich hat es ganz gut funktioniert.
Interview: Kai Butterweck
Links





