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Clap Your Hands Say Yeah
Clap Your Hands Say Yeah: Clap your hands say yeah
Schon im Juli vergangenen Jahres warfen sich Eingeweihte vielsagende Blicke zu. Erst jubelten Blogger, dann die Ton angebenden Music-meets-Lifestyle-Online-Magazine und zuguterletzt droppte eine New Yorker Street-Gazette nach der anderen den Namen „Clap Your Hands Say Yeah!“. Es mehrten sich die Gerüchte um die Band aus dem New Yorker Kunst-Konzentrat Williamsburg, die keinen Plattenvertrag hatte und ihr Demo-Debütalbum aus der Wohnung von Sänger/Gitarrist Alec Ounsworth zehntausendfach verkaufte bis sie die nicht abreißenden Bestellmengen eigenhändig nicht mehr bewerkstelligen konnte.
Besonders Neugierige – ich!
– mussten sich die Platte im Sommer noch als sündhaft teuren Import bestellen, den internationalen Plattenvertrag mit Wichita unterzeichneten CYHSY erst im Herbst. 30 Dollar für eine Platte, von deren Songs man lediglich zwei als herunterladbare MP3s kannte, schien ein stolzer Preis, die Erwartungen waren dementsprechend hoch. Doch, und das sollte sich schnell herausstellen, die 30 Dollar waren es wert: ein Album wie ein Themenpark, mit einer Leierkasten-Ouvertüre, Paraden cinderella-esker Glockenspielereien, Esmeralda-Tamburingeschüttele und die gut geölte, nölende Achterbahn-Gesangeslinie von Alec Ounsworth.
Exakt dieses karamelisierte Zusammenspiel von Folk und Arty-Pop vom Schlage der Talking Heads, angereichert mit textlicher Raffinesse – „You look like David Bowie/but you’ve nothing new to show me” powernölt Ounsworth in ‘Over and Over Again’ – lässt denn auch vergessen, was uns der New Yorker Indie-Vieh-Markt in den letzten Monaten sonst so bescherte: Interpol-Clone der dritten Generation, musikalisch neu erfunden unter dem „Nu New Wave“ oder „Punk Funk“.
Dieser musikalischen Genre-Neubestellung machen CYHSY einen gehörigen Strich durch die Rechnung und zeigen nebenbei der übersignenden punky funky Musikindustrie (ich weiß…eine Gähn-Debatte!), dass eben nicht alles planbar ist, dass die archaisch anmutende Mund-zu-Mund-Propaganda nun zur Blog-zu-Blog-Propaganda gereift ist, und dass das Do-It-Yourself – der eigentliche Motor des Punk und New Wave – sehr wohl noch funktioniert.
Text: Heiko Reusch
Besonders Neugierige – ich!
Exakt dieses karamelisierte Zusammenspiel von Folk und Arty-Pop vom Schlage der Talking Heads, angereichert mit textlicher Raffinesse – „You look like David Bowie/but you’ve nothing new to show me” powernölt Ounsworth in ‘Over and Over Again’ – lässt denn auch vergessen, was uns der New Yorker Indie-Vieh-Markt in den letzten Monaten sonst so bescherte: Interpol-Clone der dritten Generation, musikalisch neu erfunden unter dem „Nu New Wave“ oder „Punk Funk“.
Dieser musikalischen Genre-Neubestellung machen CYHSY einen gehörigen Strich durch die Rechnung und zeigen nebenbei der übersignenden punky funky Musikindustrie (ich weiß…eine Gähn-Debatte!), dass eben nicht alles planbar ist, dass die archaisch anmutende Mund-zu-Mund-Propaganda nun zur Blog-zu-Blog-Propaganda gereift ist, und dass das Do-It-Yourself – der eigentliche Motor des Punk und New Wave – sehr wohl noch funktioniert.
Text: Heiko Reusch
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