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Conmoto
Conmoto: Cut Cut Cut
Knüppel, Brat und Feingefühl. Conmoto bringen mit ihrem vielschichtigen Debüt frischen Wind in den deutschen Hardcore.

Sie kommen aus der Asche von Bubonix, einer deutschen Hardcore-Instanz, die seit Mitte der 90er jede Menge Alben in die florierende Szene streute. Als ihr Frontmann sich ins Ausland verabschiedete, lösten sie sich vor gut zwei Jahren auf. Conmoto sind die Erben und haben Bubonix' Energie und Härte übernommen, sie jedoch um einiges verfeinert. In einer guten halben Stunde stellen sie jetzt eindrucksvoll unter Beweis, dass Hardcore deutlich mehr als rohe Schlagkraft bieten kann und mit Pop-Appeal keinesfalls auf Kriegsfuß steht.
"Cut Cut Cut" ist ein pulsierendes Energiebündel mit zahlreichen versteckten Schönheiten und intelligenten Texten. Hinter der mit Sandpapier bespannten Oberfläche schlummern große Melodien, Feingefühl und ein Händchen für progressive Breaks, schiebende Rhythmen und teils hymnenhafte Gesangsparts. Bereits der Opener "Golden Dawn" fährt einige dieser Qualitäten auf und lüftet schon direkt am Anfang das Geheimnis des frischen Sounds: Blackmail-Gitarrist Kurt Ebelhäuser unterstützt Frontfrau Sarah de Castro im Refrain und verleiht dem Song einen warmen Unterton: Blastbeat trifft hier auf Melodie, ein ungleiches aber spannendes Paar.
Conmoto - "Golden Dawn"
Energische Prügelparts werden immer wieder aufgebrochen und mit innovativen, clever arrangierten Linien bereichert. So zu hören zum Beispiel bei "Othero", dem im letzten Drittel noch eine enorm groovende Bridge mit anschließendem Melodieriff verliehen wird. Doch auch kompromissloses Geknüppel kommt natürlich nicht zu kurz. Ihre härtesten Kanten offenbaren Conmoto etwa in "Borders & Flights" oder "Van Streefkerk". Das Highlight der Platte liegt jedoch im Song "Bill The Butcher", einer straigten Rocknummer mit dezentem Balladeneinschlag. Toll arrangiert, eingängig und facettenreich ist dieser Titel sowohl eine soundtechnische Perle aber auch die perfekte Fusion von Aggression und Wut mit Melancholie und Pop.

Conmoto präsentieren mit diesem Debüt eine sehr ereignisreiche und vor allem lautstarke halbe Stunde voller spannender Momente und jeder Menge Dynamik. Wenn die Platte zum Schluss auch ein wenig abstumpft, gibt es trotzdem mehr als genug zu entdecken. "Cut Cut Cut" ist keine Liebe auf den ersten Blick und auch sicher keine leichte Kost, aber mit ein bisschen Einfühlungsvermögen und Experimentierbereitschaft kann man ihre Brillanz erkennen. Nach diesem Erstling hängt die Messlatte ziemlich hoch, man darf gespannt sein, wie die Fortsetzung aussieht.
Alex Beyer
VÖ: 21.10.2011
Label: Nois-O-Lution
Tracklist:
01. Golden Dawn
02. Othero
03. 1000 Doves
04. Van Streefkerk
05. Bill The Butcher
06. Boders & Flights
07. Be A Knife
08. Cutting Off
09. 14 Punkte Flensburg
10. Devil To Feed
11. Eating Glass

Sie kommen aus der Asche von Bubonix, einer deutschen Hardcore-Instanz, die seit Mitte der 90er jede Menge Alben in die florierende Szene streute. Als ihr Frontmann sich ins Ausland verabschiedete, lösten sie sich vor gut zwei Jahren auf. Conmoto sind die Erben und haben Bubonix' Energie und Härte übernommen, sie jedoch um einiges verfeinert. In einer guten halben Stunde stellen sie jetzt eindrucksvoll unter Beweis, dass Hardcore deutlich mehr als rohe Schlagkraft bieten kann und mit Pop-Appeal keinesfalls auf Kriegsfuß steht.
"Cut Cut Cut" ist ein pulsierendes Energiebündel mit zahlreichen versteckten Schönheiten und intelligenten Texten. Hinter der mit Sandpapier bespannten Oberfläche schlummern große Melodien, Feingefühl und ein Händchen für progressive Breaks, schiebende Rhythmen und teils hymnenhafte Gesangsparts. Bereits der Opener "Golden Dawn" fährt einige dieser Qualitäten auf und lüftet schon direkt am Anfang das Geheimnis des frischen Sounds: Blackmail-Gitarrist Kurt Ebelhäuser unterstützt Frontfrau Sarah de Castro im Refrain und verleiht dem Song einen warmen Unterton: Blastbeat trifft hier auf Melodie, ein ungleiches aber spannendes Paar.
Conmoto - "Golden Dawn"
Energische Prügelparts werden immer wieder aufgebrochen und mit innovativen, clever arrangierten Linien bereichert. So zu hören zum Beispiel bei "Othero", dem im letzten Drittel noch eine enorm groovende Bridge mit anschließendem Melodieriff verliehen wird. Doch auch kompromissloses Geknüppel kommt natürlich nicht zu kurz. Ihre härtesten Kanten offenbaren Conmoto etwa in "Borders & Flights" oder "Van Streefkerk". Das Highlight der Platte liegt jedoch im Song "Bill The Butcher", einer straigten Rocknummer mit dezentem Balladeneinschlag. Toll arrangiert, eingängig und facettenreich ist dieser Titel sowohl eine soundtechnische Perle aber auch die perfekte Fusion von Aggression und Wut mit Melancholie und Pop.

Conmoto präsentieren mit diesem Debüt eine sehr ereignisreiche und vor allem lautstarke halbe Stunde voller spannender Momente und jeder Menge Dynamik. Wenn die Platte zum Schluss auch ein wenig abstumpft, gibt es trotzdem mehr als genug zu entdecken. "Cut Cut Cut" ist keine Liebe auf den ersten Blick und auch sicher keine leichte Kost, aber mit ein bisschen Einfühlungsvermögen und Experimentierbereitschaft kann man ihre Brillanz erkennen. Nach diesem Erstling hängt die Messlatte ziemlich hoch, man darf gespannt sein, wie die Fortsetzung aussieht.
Alex Beyer
VÖ: 21.10.2011
Label: Nois-O-Lution
Tracklist:
01. Golden Dawn
02. Othero
03. 1000 Doves
04. Van Streefkerk
05. Bill The Butcher
06. Boders & Flights
07. Be A Knife
08. Cutting Off
09. 14 Punkte Flensburg
10. Devil To Feed
11. Eating Glass
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