Gave Me The Clap

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Der dreifache Satzgesang, die einfallslosen Akkordfolgen, das Yeah-Ya-Yuppie-Fluppie und die überaus belanglosen Texte: Das alles kommt uns ziemlich bekannt vor. Für die Band Crash Romeo wurde vor einem guten Jahrzehnt die Bezeichnung "College Rock" erfunden. Weil das aber schon so lange her ist, waren inzwischen bereits geschätzte 25 Bands da, die zum Verwechseln ähnlich klangen.
Crash Romeo und ihr Album "Gave Me The Clap" sind deshalb heute ungefähr so innovativ wie Fischstäbchen. Das bedeutet nicht, dass Fischstäbchen nicht lecker sein können - meistens geraten sie mir aber etwas ölig und pappig. Und jedesmal wenn ich sie esse, beschleicht mich immer wieder dieselbe Enttäuschung: Als Kind hat das irgendwie viel besser geschmeckt.

Dasselbe gilt für Crash Romeo und die kalifornische Lustigkeit ihrer High School-Musik. Hier scheint ewig die Sonne, der Held des Football-Teams legt auf dem Rücksitz seines Cabrios die Cheerleader-Tussi flach, während der hässliche Dicke natürlich leer ausgeht. Unterarm-Tattoos und Skateboard fahren sind der wichtigste Tagesinhalt und abends wagen wir uns sogar, Bier zu trinken. Hui, das geht ab! Oder eben auch nicht. Keiner der Songs auf "Gave me the Clap" bleibt auch nur eine Sekunde im Kopf des Hörers hängen. Daran ändern auch die glasklare Produktion der Platte und die mühevolle Popstarpose der vier Jungs aus New Jersey herzlich wenig.

Crash Romeo: Popular


Sollte also wirklich jemand nach den designierten Nachfolgern von Sum 41 suchen, ein harmloses Geschenk für seine 12jährige Schwester brauchen oder falls jemand einfach nur ein lebendiges Beispiel dafür hören möchte, worüber sich Nada Surf in "The Teenage Guide to Popularity" so lustig gemacht haben, der findet in Crash Romeo vielleicht eine Antwort. Der glückliche Rest sollte um diese Platte jedoch einen großen Bogen machen.

Samuel Jackisch

VÖ: 18.04.2008

Label: Trustkill/SPV

Tracklist:
01. About to Break
02. Popular
03. Gave Me The Clap
04. Lady Luck
05. Victim Liar
06. One Night Only
07. Maybe Lane
08. Give Me Something
09. Honest Eyes
10. Set It Off
11. Better Off In Jersey
12. When All Else Fails
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holger.muster
holger.muster vor 1528d 4h 

Die Rezi hier trifft's ziemlich treffend! ;-)

Da die Jungs seit acht Jahren gemeinsam musizieren sollen, sind sie vielleicht auch einfach auf dem Stil hängen geblieben, denn sie schon als Teenager gehört und gespielt haben.  

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