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Das Pop
Das Pop: Das Pop
Wie der Name schon sagt: Das Pop aus Gent geizen auf ihrem neuen Album nicht mit Ohrwürmern - und bleiben dabei leider auch etwas blass um die Nase.

Ach ja, die Belgier und ihr verqueres Verständnis von Pop-Musik. Nach dem zu urteilen, was hin und wieder in Sachen Populär-Musik aus Flandern zu uns herüberschwappt, liegen die Herrschaften aus dem Land der Waffeln, Pralinen, Pommes und tausend Biersorten auf diesem Gebiet mit Vorliebe ein bisschen neben der Spur. Immerhin: Die vier Herren von Das Pop geben sich die größte Mühe, ihrem Namen alle Ehre zu erweisen. Auf ihrem dritten Langspieler mehr denn je.
Das fies-bunte 80er-Jahre Collagen-Design des Artworks lässt zunächst Schlimmes erahnen. Von schmierigen Synthetik-Sounds haben sich Das Pop jedoch dankenswerterweise im Jahr 2009 überwiegend verabschiedet. Nicht ganz freiwillig, wie es heißt. Angeblich haben die produzierenden Dewaele-Brüder (alias Soulwax und Too Many DJs) den Sequenzern und Synthies der Musikerkumpels Studioverbot erteilt. Gut so. Was bleibt, ist ein Schwung unkomplizierter, auf den Punkt arrangierter Gitarrenpop-Nummern mit einem Schuss funky Disco-Feeling. "You Don't Wanna Know", "Never Get Enough" oder auch "Fool For Love" sind Tanzflächen- und Radiohits in spe.
In "Saturday Night Part 2" röhren kurzzeitig die E-Gitarren auf. Zwischendurch laden Stücke wie "The Last Thing" und "September" mit Akustikgitarre und Pianobegleitung zum gepflegten Schwof. Ein Album voller "Feelgood Factors" also, um mal den Titel des Bonustracks zu bemühen. Letzterer entfesselt ganz am Ende noch einen kurzen, lärmigen Prog-Rock-Exkurs, fast als wolle das Quartett dem Hörer abschließend zuraunen: "Wir können übrigens auch anders."
In der Tat hätten Das Pop ihrem experimentellen Impuls ruhig häufiger nachgeben dürfen. Zu harmlos und poliert bleibt der Gesamteindruck. Daran ändert auch die lässig verstreute Schlüpfrigkeit von Sänger Bent Van Looys lyrischen Ergüssen nichts. Etwas mehr neben der Spur wäre dann doch spannender gewesen.
Nina Töllner
VÖ: 23.04.09
Label: N.E.W.S. / Rough Trade
Tracklist:
01 Underground
02 You Don't Wanna Know
03 Wings
04 Saturday Nigth Part 1
05 Never Get Enough
06 The Last Thing
07 Food For Love
08 Try Again
09 Let Me In
10 Saturday Night Part 2
11 Girl Be A Man
12 September
Bonus Track:
13 Feelgood Factors

Ach ja, die Belgier und ihr verqueres Verständnis von Pop-Musik. Nach dem zu urteilen, was hin und wieder in Sachen Populär-Musik aus Flandern zu uns herüberschwappt, liegen die Herrschaften aus dem Land der Waffeln, Pralinen, Pommes und tausend Biersorten auf diesem Gebiet mit Vorliebe ein bisschen neben der Spur. Immerhin: Die vier Herren von Das Pop geben sich die größte Mühe, ihrem Namen alle Ehre zu erweisen. Auf ihrem dritten Langspieler mehr denn je.
In "Saturday Night Part 2" röhren kurzzeitig die E-Gitarren auf. Zwischendurch laden Stücke wie "The Last Thing" und "September" mit Akustikgitarre und Pianobegleitung zum gepflegten Schwof. Ein Album voller "Feelgood Factors" also, um mal den Titel des Bonustracks zu bemühen. Letzterer entfesselt ganz am Ende noch einen kurzen, lärmigen Prog-Rock-Exkurs, fast als wolle das Quartett dem Hörer abschließend zuraunen: "Wir können übrigens auch anders."
In der Tat hätten Das Pop ihrem experimentellen Impuls ruhig häufiger nachgeben dürfen. Zu harmlos und poliert bleibt der Gesamteindruck. Daran ändert auch die lässig verstreute Schlüpfrigkeit von Sänger Bent Van Looys lyrischen Ergüssen nichts. Etwas mehr neben der Spur wäre dann doch spannender gewesen.
Nina Töllner
VÖ: 23.04.09
Label: N.E.W.S. / Rough Trade
Tracklist:
01 Underground
02 You Don't Wanna Know
03 Wings
04 Saturday Nigth Part 1
05 Never Get Enough
06 The Last Thing
07 Food For Love
08 Try Again
09 Let Me In
10 Saturday Night Part 2
11 Girl Be A Man
12 September
Bonus Track:
13 Feelgood Factors



