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Deadwax
Deadwax: Kein Durchschnitt - Deadwax aus London
Deadwax graben das Zeitalter der Schallplatten sowie den gitarrenfürchtigen Rocksound wieder aus und wollen damit BRMC oder Glasvegas in nichts nachstehen.

(Foto: Ben McGibbon, Nick Lee)
Sieht man die vier Jungs von Deadwax zum ersten Mal, sehen sie zunächst recht manierlich aus - keine Spur von Rockstartum. Weder stilistische Eskapaden, noch dem Trend der engen Hosen und Lederjacken nachhetzend. Nur die Sonnenbrille scheint immer griffbereit, möglicherweise um die Schatten der letzten Konzertnacht zu überdecken. Schiebt man ein paar Songs in den Player, soll sich die Meinung über die harmlos dreinblickenden Herren aber schnell zu einem anderen Punkt kehren: Das Schlagzeug scheppert, die Regler der Amps sind bis zum Anschlag auf Hall gedreht, kilometerweite Gitarren – und die Stimme von Richard Power, welche dem instrumentalen Rock'n'Roll-Sechssaiter-Sound erhaben scheint.
Das Londoner Quartett lebt sich aus mit schweren Gitarren und vernebelten Soundwänden, die auf energiegeladenen Grundstrukturen gebettet sind. Post-Rock, der sich scheinbar an Größen wie Black Rebel Motorcycle Club, Oasis und Glasvegas orientiert. Kein allzu weit her geholter Gedanke, wenn man den Worten von Sänger Richard lauscht: "Ich glaube, viele Bands finden sich heutzutage damit ab, anspruchslos zu sein. Aber ich will einfach nichts anfangen, wenn mein Ziel ist, kein Durchschnitt zu bleiben. Oasis waren der Grund, warum ich zum ersten Mal eine Gitarre in die Hand nahm, aber es waren die Beatles, die mich dazu bewegten, Songs auch selbst zu schreiben. Ich wurde ein sehr großer Beatles Fan und habe all mein Taschengeld für deren Platten gespart."
Deadwax - Tearing Each Other Apart
Der Name Deadwax stammt übrigens von dem Teil einer Vinyl-Schallplatte, auf dem sich keine Musik befindet. Richard stellte sich mit einer ebensolchen Scheibe in der Hand einmal die Frage, wie wohl dieser Part heißt.
"Ich fand heraus, dass dieses Stück 'Deadwax' genannt wird. Ich dachte, das sei endlich der Name für unsere Band, nach dem wir schon lange suchten. Meine Mutter meinte, wir sollen uns 'The Geese' nennen [zu Deutsch: 'Die Gänse', Anm.d.Red.]. Zum Glück haben wir uns eistimmig für Deadwax entschieden."
Voraussichtlich im Juni wird eine erste EP der Briten erscheinen, auf die auch einige Konzerte in Deutschland folgen sollen. Man darf also gespannt sein, ob große Vorbilder und Ziele auch zu wahrer Größe führen. Deadwax sitzen zweifellos schon auf gepackten Koffern voller Enthusiasmus und Potential.
Elli Eberhardt

(Foto: Ben McGibbon, Nick Lee)
Sieht man die vier Jungs von Deadwax zum ersten Mal, sehen sie zunächst recht manierlich aus - keine Spur von Rockstartum. Weder stilistische Eskapaden, noch dem Trend der engen Hosen und Lederjacken nachhetzend. Nur die Sonnenbrille scheint immer griffbereit, möglicherweise um die Schatten der letzten Konzertnacht zu überdecken. Schiebt man ein paar Songs in den Player, soll sich die Meinung über die harmlos dreinblickenden Herren aber schnell zu einem anderen Punkt kehren: Das Schlagzeug scheppert, die Regler der Amps sind bis zum Anschlag auf Hall gedreht, kilometerweite Gitarren – und die Stimme von Richard Power, welche dem instrumentalen Rock'n'Roll-Sechssaiter-Sound erhaben scheint.
Deadwax - Tearing Each Other Apart
Der Name Deadwax stammt übrigens von dem Teil einer Vinyl-Schallplatte, auf dem sich keine Musik befindet. Richard stellte sich mit einer ebensolchen Scheibe in der Hand einmal die Frage, wie wohl dieser Part heißt.
"Ich fand heraus, dass dieses Stück 'Deadwax' genannt wird. Ich dachte, das sei endlich der Name für unsere Band, nach dem wir schon lange suchten. Meine Mutter meinte, wir sollen uns 'The Geese' nennen [zu Deutsch: 'Die Gänse', Anm.d.Red.]. Zum Glück haben wir uns eistimmig für Deadwax entschieden."
Voraussichtlich im Juni wird eine erste EP der Briten erscheinen, auf die auch einige Konzerte in Deutschland folgen sollen. Man darf also gespannt sein, ob große Vorbilder und Ziele auch zu wahrer Größe führen. Deadwax sitzen zweifellos schon auf gepackten Koffern voller Enthusiasmus und Potential.
Elli Eberhardt
