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Sick Of It All
Sick Of It All: Death To Tyrants
20 Jahre Sick Of It All - 20 Jahre Hardcore. Es grenzt fast an ein Wunder, aber die Band um die Brüder Pete und Lou Koller hat es in all den Jahren tatsächlich geschafft, sämtliche Trends in der Musikindustrie zu überleben und dabei nie auch nur ein einziges schlechtes Album zu veröffentlichen. Trotzdem war das letzte Werk "Life On The Ropes", an SOIA-Maßstäben gemessen, nicht unbedingt das ganz große Ding.
Ein wenig Routine schien sich bei den Veteranen eingeschlichen zu haben und die leblose Produktion war auch nicht gerade von Vorteil. "Death To Tyrants" ist dagegen pünktlich zum Bandjubiläum die unumstößliche Definition dessen, wie Old-School Hardcore 2006 zu klingen hat. So frisch, heavy und brutal präsentieren sich die Flaggenträger des NYHC, dass man nicht glauben kann, dass die Jungs schon stramm auf die 40 zugehen. Alle 15 Songs knüppeln sich unnachgiebig und von der dänischen Allzweckwaffe Tue Madsen (Heaven Shall Burn, Born From Pain) perfekt abgemischt in die willigen Gehörgänge. Viel tobender Hardcore, ein wenig Oi! und über allem thronend Lou Kollers unverwechselbares Organ, das auch diesmal gekonnt den schmalen Grat zwischen Tobsuchtsanfall und kontrollierter Wut souverän beschreitet, machen "Death To Tyrants" zum besten was die Band seit "Built To Last" veröffentlicht hat.
Text: Martin Schmidt
Text: Martin Schmidt
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