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What Will We Be

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Neues Label, neuer Sound? Musikalisch zieht Devendra Banhart Kauzigkeit noch immer dem kommerziellen Erfolg vor. Auch, wenn er heute eingängiger klingt als je zuvor.

Devendra Banhart ist für sein sechstes Album vom Indie-Label XL zum Major Warner gewechselt. Diese Meldung sorgte im Vorfeld der Veröffentlichung von "What will we be" für Unsicherheit: Was hat der Wechsel zu bedeuten? Verkauft der Prinz des Antifolk seine Seele? Wird aus dem verdrehten Hippie eine angepasste Cash Cow?
Es ist alles halb so schlimm gekommen. Wenn man will, kann man "What will we be" etwas geradliniger als seine Vorgänger finden, aber das muss ja nicht schlecht sein - und auch nichts mit seinem neuen Label ‚Warner' zu tun haben. Während sich die Firma geändert hat, sind die Namen der Musiker die selben geblieben. Begleitet wird Banhart von der Band, die auch schon 2007 auf "Smokey Rolls Down Thunder Canyon" dabei war. Neu im Team ist nur Paul Butler, der das Album produziert hat. Butler ist eine Hälfte des britischen Duos The Bees, einer Band, die auch nicht gerade als Mainstream gehandelt wird.

Aber vergessen wir die 'Warner-Geschichte'. Im musikalischen Universum von "What will we be" schwirren zahllose Namen und Einflüsse herum, die Banhart als Folien für seine Songs gedient haben. "Angelica" wechselt vom Hippie-Folk plötzlich zu einem Tropicalia-Groove; für "Rats" stand der frühe Hard Rock Pate; und "Foolin" beschließt das Album mit einem an Jimmy Cliff erinnernden Reggae-Groove. Banhart spielt mit solch unterschiedlichen Einflüssen und führt sie mit leichter Hand zusammen. Es gelingt ihm, dass "What will we be" trotz aller stilistischen Ausflüge nicht zusammengestückelt wirkt.

Diesen roten Faden erhält das Album durch eine sonnig-lässige Stimmung, die sich durch die meisten Songs zieht, durch Banharts Geschick als Songwriter, und vielleicht auch gerade dadurch, dass er sich so wenig festlegen will. Es macht den Charme von "What will we be" aus, dass das Album so verspielt ist.

Banhart scheint immer noch nicht den Anspruch zu haben, den großen Wurf zu landen, den viele von ihm endlich mal erwarten. Aber er hat ein weiteres, sehr schönes Album gemacht. Und seine Seele, da kann man beruhigt sein, hat er auch noch nicht verkauft.

Arne Lieb


Weitere Details zum Devendra-Album sowie Tourdaten und gleich noch Tickets dazu findet ihr »hier.


VÖ: 27.11.09

Label: Warner

Tracklist:
01. Can't help but smiling
02. Angelika
03. Baby
04. Goin' back
05. First song for B
06. Last song for B
07. Chin chin & muck muck
08. 16th & Valencia roxy music
09. Rats
10. Maria Lionza
11. Brindo
12. Meet me at lookout point
13. Walilamdzi
14. Foolin'
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