141 online
- Melt! Festival
- The Shins
- Michael Kiwanuka
- Various Artists
- Die Ärzte
- Santigold
- Tenacious D
- Hot Chip
- Totally Enormous Extinct Dinosaurs
- Greenville Festival
- Simian Mobile Disco
- Young Man
- Here We Go Magic
- Die Selbstkritik der Woche
- Dossier: Echo-Verleihung
- Grimes
- Nicolas Jaar
- MS Dockville
- Marbert Rocel
- Damon Albarn
- Sufjan Stevens
- iamamiwhoami
- We Are Augustines
- Enno Bunger
- Giana Factory
- Tanlines
- IAMDYNAMITE
- Soulsavers
- Best Coast
- Beach House
- Soulsavers
- Beyoncé
- 2Raumwohnung
- Adele
- SebastiAn
- Soko
- Wizo
- The Kooks
- Slipknot
- Abba
- Wolf Parade
- Neil Young
- The Ting Tings
- Taylor Swift
- Winson
- Jennifer Rostock
- The Last Shadow Puppets
- 1990s
- A
- Machine Head
- Basia Bulat
- Lil Wayne
- Annie
- Die Ärzte
- Katy Perry
- The Black Atlantic
- Wir sind Helden
- Angus & Julia Stone
- Simple Plan
- Mount Eerie
Die Sterne
Die Sterne: Für Anfänger
20 Jahre die Sterne. Das heißt 20 Jahre Hamburger Schule – nur Blumfeld gibt es länger. "Für Anfänger" lässt auf die Zeit zurückschauen und wagt kein Blick nach vorn.

(Foto: Materie Records)
Was lässt sich mit so einem Jubiläum anstellen? Natürlich erstmal feiern. Und wie lässt es sich am besten feiern? Mit Fans. Und damit sich das wiederum richtig lohnt, am besten eine neue Platte mitbringen, um den Fans für die Treue zu danken. So dachten es sich auch die Sterne, doch mit dem letzten Punkt hatten sie scheinbar Probleme. Aus der Platte ist ein Mini-Album geworden – so weit, so gut. Doch mit neuen Songs sah es irgendwie mau aus, sodass die Sterne auf die Idee kamen, eigene Hits neu zu interpretieren oder – sagen wir lieber – neu aufzunehmen, denn interpretieren wäre zu viel der guten Worte.
So hören wir auf dem Album zum 20. Jubiläum – das sind immerhin zwei Jahrzehnte – fünf Songs der Sterne, die wir schon so gut wie auswendig kennen. Darunter befinden sich unter anderem die Klassiker "Was Hat Dich Bloß So Ruiniert", "Big In Berlin" und "Universal Tellerwäscher". Im Tempo haben sie fast alle etwas zugelegt, was erst einmal nicht unbedingt gut ist, denn der Track "Inseln" verliert durch die neue Dynamik an Ausdruck. Im Original überzeugt die besungene Hoffnungslosigkeit im langsam-tristen und dennoch beschwingtem Stil, wogegen das Remake eher gehetzt klingt. Des Weiteren wurde die Instrumentierung minimal variiert, das Grundgerüst bleibt bestehen, ab und zu wird ein wenig gejammt. Daraus ergeben sich Titel, die funkiger und moderner klingen, sie vermitteln Live-Dynamik und es entwickelt sich ein gewisser Flow, der durchs Album schwingt.
Die Sterne - "Was Hat Dich Bloß So Ruiniert" (Live bei neoParadiese)
Damit nicht nur eigenes Material recycelt wird, finden sich auf der Platte noch zwei Cover von befreundeten Bands. Der Superpunk-Hit mit dem Text "Es gibt nur ein Leben und darum weigere ich mich aufzugeben" könnte allein deswegen als Sterne-Song durchgehen. Was im Original im pop-punkigen Ska daherkam, wird jetzt dezenter eingespielt, die Stimme steht im Vordergrund, die Bläser sorgen für Ska-Stimmung und mit diesen Argumenten kann die Interpretation mehr als überzeugen. Auch die Nummer "Ich Halte Es Nicht Aus", im Original von Die Regierung, muss sich mit der Bass-Hookline und den Gitarrenriffs nicht schämen.
Warum es nicht für einen einzigen neuen Track reichte, bleibt nur zu vermuten. Vielleicht haben sie ihr Jubiläum einfach vergessen und es musste schnell etwas her oder aber, sie wollten lieber zurückblicken als nach vorn. Schade eigentlich, doch wirklich böse sein fällt schwer, denn nach mehrmaligem Hören ist doch eine gewisse Freude zu spüren: Songs, die sich anfühlen als wäre es ein Live-Konzert, ohne Fans. 20 Jahre mit den Sternen und selbst wenn es nur gemeinsame Monate wären, es fühlt sich mit diesem kleinen Stück Musikkultur an, als wären es zwei Jahrzehnte gewesen. Es ist eine schöne Auswahl an Songs aus ihrer Zeit, doch hätten die Hamburger diese Platte auch gut als Gratis-Download anbieten können. Es wäre wohl der edlere Zug gewesen, denn es sind am Ende doch nur Cover. Darum warten wir gespannt auf das nächste Album – hoffentlich mit neuem Material.
René Tauschke
VÖ: 20.01.2012
Label: Materie Records/Rough Trade
Tracklist:
01. Big In Berlin
02. Inseln
03. Universal Tellerwäscher
04. Ich Weigere Mich Aufzugeben
05. Was Hat Dich Bloß So Ruiniert
06. Ich Halt Es Nicht Aus
07. Fickt Das System

(Foto: Materie Records)
Was lässt sich mit so einem Jubiläum anstellen? Natürlich erstmal feiern. Und wie lässt es sich am besten feiern? Mit Fans. Und damit sich das wiederum richtig lohnt, am besten eine neue Platte mitbringen, um den Fans für die Treue zu danken. So dachten es sich auch die Sterne, doch mit dem letzten Punkt hatten sie scheinbar Probleme. Aus der Platte ist ein Mini-Album geworden – so weit, so gut. Doch mit neuen Songs sah es irgendwie mau aus, sodass die Sterne auf die Idee kamen, eigene Hits neu zu interpretieren oder – sagen wir lieber – neu aufzunehmen, denn interpretieren wäre zu viel der guten Worte.
So hören wir auf dem Album zum 20. Jubiläum – das sind immerhin zwei Jahrzehnte – fünf Songs der Sterne, die wir schon so gut wie auswendig kennen. Darunter befinden sich unter anderem die Klassiker "Was Hat Dich Bloß So Ruiniert", "Big In Berlin" und "Universal Tellerwäscher". Im Tempo haben sie fast alle etwas zugelegt, was erst einmal nicht unbedingt gut ist, denn der Track "Inseln" verliert durch die neue Dynamik an Ausdruck. Im Original überzeugt die besungene Hoffnungslosigkeit im langsam-tristen und dennoch beschwingtem Stil, wogegen das Remake eher gehetzt klingt. Des Weiteren wurde die Instrumentierung minimal variiert, das Grundgerüst bleibt bestehen, ab und zu wird ein wenig gejammt. Daraus ergeben sich Titel, die funkiger und moderner klingen, sie vermitteln Live-Dynamik und es entwickelt sich ein gewisser Flow, der durchs Album schwingt.
Die Sterne - "Was Hat Dich Bloß So Ruiniert" (Live bei neoParadiese)
Damit nicht nur eigenes Material recycelt wird, finden sich auf der Platte noch zwei Cover von befreundeten Bands. Der Superpunk-Hit mit dem Text "Es gibt nur ein Leben und darum weigere ich mich aufzugeben" könnte allein deswegen als Sterne-Song durchgehen. Was im Original im pop-punkigen Ska daherkam, wird jetzt dezenter eingespielt, die Stimme steht im Vordergrund, die Bläser sorgen für Ska-Stimmung und mit diesen Argumenten kann die Interpretation mehr als überzeugen. Auch die Nummer "Ich Halte Es Nicht Aus", im Original von Die Regierung, muss sich mit der Bass-Hookline und den Gitarrenriffs nicht schämen.
Warum es nicht für einen einzigen neuen Track reichte, bleibt nur zu vermuten. Vielleicht haben sie ihr Jubiläum einfach vergessen und es musste schnell etwas her oder aber, sie wollten lieber zurückblicken als nach vorn. Schade eigentlich, doch wirklich böse sein fällt schwer, denn nach mehrmaligem Hören ist doch eine gewisse Freude zu spüren: Songs, die sich anfühlen als wäre es ein Live-Konzert, ohne Fans. 20 Jahre mit den Sternen und selbst wenn es nur gemeinsame Monate wären, es fühlt sich mit diesem kleinen Stück Musikkultur an, als wären es zwei Jahrzehnte gewesen. Es ist eine schöne Auswahl an Songs aus ihrer Zeit, doch hätten die Hamburger diese Platte auch gut als Gratis-Download anbieten können. Es wäre wohl der edlere Zug gewesen, denn es sind am Ende doch nur Cover. Darum warten wir gespannt auf das nächste Album – hoffentlich mit neuem Material.
René Tauschke
VÖ: 20.01.2012
Label: Materie Records/Rough Trade
Tracklist:
01. Big In Berlin
02. Inseln
03. Universal Tellerwäscher
04. Ich Weigere Mich Aufzugeben
05. Was Hat Dich Bloß So Ruiniert
06. Ich Halt Es Nicht Aus
07. Fickt Das System
Links






Für Eher-nicht-Die-Sterne-Hörer wie mich ist die Best-Of-EP perfekt - einfach die Hits, fertig! Steht ja auch "Für Anfänger" drauf, also eher neu zu gewinnende Fans.
Zumindest "Universal Tellerwäscher" gibt es übrigens ganz offiziell als Free Download. Link steht in meinem Artikel unter: http://popshot.over-blog.de/article-die-sterne-fur-anfanger-mini-album-97753790.html
antworten