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Die Top 20 Alben des Jahres 2011
2011 war ohne Wenn und Aber ein Jahr der Überschreitungen. Keine Idee schien derart suspekt, keine Grenze blieb unangetastet und keine Gepflogenheit wurde gänzlich respektiert. Doch keineswegs wird die Aushöhlung von Konventionen betrieben, eher werden die kleinen Biotope mehr denn je gehypt, gepusht und letztlich auch geliebt. Die Interpenetration, die Verbindung und Kreuzung divergierender Stile und Klangkonstruktionen zeichnete dieses Jahr ohne Zweifel aus.
Natürlich wurde auch redaktionsintern diskutiert, die unterschiedlichen Künstler mit ihren Facetten herausgearbeitet und – nein, es wurde nicht gestritten. Das Musikjahr 2011 hatte eine Mege zu bieten und selbstverständlich kann die folgende Liste nur bedingt alle Perlen des Jahres aufzählen. Dennoch stehen die 20 Platten für die Breite, Qualität und Wonne, die uns die vergangenen zwölf Monate bescherten. Viel Spaß!
Build A Rocket Boys!Rezension
VÖ: 15.04.2011
Label: Fiction
"Was sich jedoch fast beängstigend an Perfektion anschleicht, sind das Songwriting wie auch das Geschichtenerzählen der Band aus Manchester. Die große Kunst der kleinen Gesten."
NOEL GALLAGHER'S HIGH FLYING BIRDS
Noel Gallagher's High Flying Birds
Rezension
VÖ: 14.10.2011
Label: Sour Mash
"Noel Gallagher hat seine Qualitäten als Songwriter zwar schon bei Oasis bewiesen. Doch "Noel Gallagher's High Flying Birds" zeigt, dass er keinen Liam, Gem und Andy braucht, die zu dritt ein nicht annähernd gutes Album vorgelegt haben. Liams Bruder kommt ziemlich gut allein klar."
Mutual FriendsRezension
VÖ: 02.09.2011
Label: Grönland
"Bei BOY geht es um das Leben in all seiner Fülle. Diese Damen bewegen mit einfachen Songs, die nicht mit progressiven Ecken und Kannten aufwarten, sondern eher mit schlichter Schönheit. Das deutschsprachige Pop-Duo präsentiert ein englischsprachiges Debüt, dass es mit internationaler Konkurrenz jederzeit aufnehmen kann."
Mosaik Rezension
VÖ: 25.02.2011
Label: Monkeytown
"Dass es im Bereich der elektronischen Musik weitaus mehr als stumpfe Beats mit endlosen Loops gibt, beweisen derzeit nur wenige Acts so souverän wie Siriusmo. Er hat ein vor Ideen beinahe schon zerberstendes Album auf die Beine gestellt."
Bad As MeRezension
VÖ: 21.10.2011
Label: Anti
"Tom Waits ist ein Meister darin, eine selbstverständliche Erwartungshaltung seines Publikums zu bedienen. Er gibt souverän den trunkenen Dichter, den Gossenpoeten, den musikalischen Outlaw, für den ganz eigene melodische Regeln gelten, er spielt eine Vielzahl Rollen."
The Hunter Rezension | Interview
VÖ: 23.09.2011
Label: Roadrunner
Records
"Mastodon beweisen erneut, dass sie zurecht zur Speerspitze des Genres zählen. Mit beeindruckender Leichtigkeit verbindet das Quintett die musikalischen Essenzen der letzten Jahrzehnte und liefert gleichzeitig ein Album ab, das Innovation und Stilvielfalt verkörpert."
Salon des Amateurs Rezension
VÖ: 29.04.2011
Label: FatCat
Volker Bertelmanns Projekt Hauschka gelingt der Spagat von Neo-Klassik zur tanzbaren Avantgarde. Beeinflusst durch die Werke der Komponisten Steve Reich und Michael Nyman entwirft Bertelmann einen Zwitter aus technoidem Purismus und mit der Tanzfläche flirtendem Klavier-House. "Salon Des Amateurs" kann Sorgen nehmen, das Meditieren zum Allheilmittel machen und besticht letztlich durch die ungeheuer fantasievolle Gradlinigkeit, wenn Klaviermelodien auf 4/4-Kickdrums, Bläser auf Techno-Verve treffen.
Simple MathRezension
VÖ: 13.05.2011
Label: Favorite Gentlemen
"Dieses Album erfordert vom Hörer definitiv mehr Aufmerksamkeit als seine Vorgänger, stellt damit einen konsequenten Schritt nach vorne dar und lässt sicher noch mit einigen Überraschungen in der Zukunft rechnen."
Das Ende der Beschwerde
Rezension | Interview
VÖ: 21.10.2011
Label: Motor Music
"Glatter Pop als Vehikel für wunderbar kantige Texte. Mehr noch, er zeigt mit "Das Ende der Beschwerde" erneut auf, dass eine ganz famose Symbiose der beiden möglich ist. Großartig: Eine Gruppe von debattierenden Kulturkritikern auf beschaulicher Landpartie."
Star Of LoveRezension
VÖ: 21.01.2011
Label: PIAS
"Auf 'Star Of Love' zelebrieren die fünf Musiker ihre baskischen Wurzeln genauso wie, man lese und staune, den Eurodance. Akustische und elektrische Gitarren, Stimmen verzerrt und unverzerrt, Synthesizer, Drum Machines, ein Tamburin und spanische Instrumente mit exotischen Namen wie Txalapartas finden sich auf der Platte."
NeverendlessRezension
VÖ: 23.09.2011
Label: Drag City
"Ein Album für alle Krautrock-Nerds mit Affinität zur trance-artigen Repetition: Cave beweisen auf ihrem dritten Wurf ein ansehnliches Gespür für prägnante Melodien – nach vierzig transzendierenden Minuten ist die angenehme Reise auch schon wieder vorbei – sie führte von der wegbereitenden Vergangenheit über die beeindruckende Gegenwart und gleitet hoffentlich in eine erfolgreiche Zukunft."
Hardcore Will Never Die, But You Will
Rezension
VÖ: 11.02.2011
Label: PIAS
"'Harcore Will Never Die, But You Will' vereint letztendlich alle Stärken der schottischen Ausnahmekönner und könnte zu einem weiteren Meilenstein des Genres werden. Mogwai verstehen es nach wie vor großartig, ein stimmungsvolles Wechselspiel aus ruhigeren und härteren Elementen zu entwickeln. Gleichzeitig konnte die Band ihren Sound durch den dezenten Einsatz elektronischer Klänge um weitere Facetten erweitern."
Thora Vukk Rezension
VÖ: 29.04.2011
Label: Pampa
"Obwohl jeder einzelne Track dabei seinen ganz eigenen Charakter ausprägt, vom verspielt-launigen, luftig-leichten Frühlingsgefühl bis zur tiefführenden Reise durch atmosphärisch glitzernde Soundscapes, ergibt sich ein enorm geschlossenes Gefüge. Es ist ein schwebender und trotzdem schwergewichtiger Moment von kontemplativer Konzentration, vollgepackt mit großartigen, musikbewusstseinserweiternden Augenblicken purer Hellsichtigkeit. Zum Niederknien."
CivilianRezension
VÖ: 04.03.2011
Label: City Slang
"Es ist ein mehr als bemerkenswertes, enorm eigenes Album, das Wye Oak da eingespielt haben, irrlichternd zwischen Sonic Youth und Fleetwood Mac, wie City Slang-Labelchef Christof Ellinghaus überaus treffend anmerkt in seiner eigenen Huldigung. Ein Album, von dem man sich abseits der üblichen Hypemaschinen begeistern lassen muss und vor dessen Attitude man sich verneigen darf."
James BlakeRezension | Interview
VÖ: 04.02.2011
Label: Polydor
"Songs werden geschreddert, aufgeladen mit Disharmonien, abrupten Brüchen, ziellos dahertaumelnden Melodielinien, unvermittelt auslaufenden Soundschleifen, unberechenbaren Distortions, immer wieder eingestreuten Störsignalen. All dies ist bis ins Detail perfektionistisch produziert, inszeniert aber seine Bruchstückhaftigkeit im Dienst einer größeren Idee von Musik, deren Strahlkraft nicht so bald übertroffen werden wird. Das ist handwerklich grandios, sicher auch musikalisch revolutionär, vor allem aber ganz große Popmusik."
Past Life Martyred Saints
Rezension
VÖ: 03.06.2011
Label: Souterrain
Transmissions
"Ein Album wie eine Kanonenkugel: Rund, schwer und – wenn von der richtigen Kanonierin abgefeuert – mit schier unglaublicher emotionaler Durchschlagskraft. Kompositorisch bewegt sich EMA bereits in höchsten Zirkeln; die zumeist recht rudimentär instrumentierten Tracks, schlagen oftmals derartige Haken, dass ein einmaliger Durchlauf bei weitem nicht ausreicht, um all den Twists und Turns zu folgen, geschweige denn den multifacettalen, emotionalen Mikrokosmos in seiner Gänze empathisch zu erfassen."
Passions Of A Different Kind
Rezension
VÖ: 14.10.2011
Label: Humming Records
"Kalte Nachtluft einatmen und mit dem Kopf voller Gedankenströme auf wackeligen Beinen den Heimweg antreten – Flashguns haben den Soundtrack zu diesem Gefühl gemacht. Frustration galore meets Glockenspiel und Liebes-Lyrics – genau diese Mischung aus ausgereift erwachsenen Melodien und der Quintessenz jugendlichen Charmes, vermisst der geneigte Bripop-Fan viel zu oft im hauseigenen Genre der Insulaner."
Platz 3: PJ HARVEY
Let England Shake Rezension
VÖ: 11.02.2011
Label: Island
"Tod und Verzweiflung, gebrochener Patriotismus, Leid und Leidenschaft – PJ Harveys Meisterwerk zeichnet ein ganz eigenes Panorama von England im immerwährenden Krieg. 'Let England Shake' ist ein blutrot getränktes Meisterwerk, vielleicht sogar das beste dieser wahrlich großen Künstlerin, um die man England beneiden muss."

Go Tell Fire To The
Mountain
Rezension | Interview
VÖ: 10.06.2011
Label: Lyf Recordings
"Der heiser fauchende Rufgesang des Sängers Ellery Roberts ist neben dem Sound das charakteristischste Element. Letzter kennt vor allem eine Zutat: Hall. Rauschige Stimmen und Chöre stehen in riesigen Klangräumen neben wunderbar warmen Gitarren, deren Arbeit teils an Post-Rock und teils sogar an die Patternstrukturen im Math-Rock erinnert. Popmusik mit Charakter, Eigenwilligkeit und Inhalt, Popmusik die Gewicht hat. Und das, obwohl sie unbedingt 'Lucifer' im Namen haben mussten."
Bon Iver, Bon Iver Rezension
VÖ: 17.06.2011
Label: 4AD
"Zerbrechlichkeit trifft auf Opulenz, amerikanische Folklore auf seichte Digitalität. Für sein zweites Werk "Bon Iver, Bon Iver" verlässt Justin Vernon seine Hütte und macht den Sonnengruß. Die Symbiose aus rückhaltloser Natürlichkeit und synthetisiertem Pomp katapultiert Justin Vernon in den Folk-Tempel mit illustren Gästen wie Iron & Wine, Fleet Foxes oder Sufjan Stevens. Die Treppe zum Olymp ist bereits gebaut."
Jetzt seid ihr gefragt: welche der 20 Alben ist euer Favorit auf Platz 1? Oder habt ihr gar eine andere Platte auf dem Schirm, dann hinterlasst einen Kommentar und teilt allen mit, welches Album für euch dieses Jahr die beste Platte war.
Unter allen Kommentatoren verlosen wir zwei Überraschungs-CD sowie -Vinylpakete.
Der Zufallsgenerator hat entschieden:
Micha M. & Uli Twelker – ihr habt gewonnen.
Bitte schickt eure Adresse mit dem Betreff "Top20" an verlosung@motor.de und ihr erhaltet ein Paket mit Vinyl, CDs, DVDs und ein paar kleineren Überraschungen.
Smith & Burrows - Funny looking angels
The Horrors - Skying
Bon Iver!
oel Gallagher's High Flying Birds
Ich glaub das PJ es am meisten verdient, das Album ist monumental. Meine Liste: 1. PJ, 2. The Drums, 3. Florence and the machine, 4. James Blake, 5. Oh Land, 6. Julia Marcell, 7. Kasabian usw
ich vemisse Yuck in der Liste...
Robag Wruhme - Thora Vukk bzw. seine Mix-CD "Wuppdeckmischmampflow" - Großartig
Tune- Yards. W H O K I L L
Ohne Zweifel!
Björk? R.E.M.? Kasabian? Black Keys? Moby? Snow Patrol? Feist? Iron and Wine? Clueso? Austra? M83? Florence and the Machine? *fielen mir spontan ein*
Ich will ja nicht sagen, dass ich die alle toll finde, aber sie sollten zumindest Berücksichtigung finden. Ich find diese Abstimmung ein bisschen engstirnig und wenig repräsentativ.
Von denen, die zur Auswahl stehen ganz klar Elbow!
Locas in Love - Lemming.
Wie schon mehrfach erwähnt: Apparat - The Devil's Walk.
Immer wieder toll und von vorn bis hinten unfassbar schön.
PJ!
Apparat - The Devil's Walk!!!!!!!
PeterLicht wär meine Nummer 1.
In der Liste vermisse ich jedoch Dillon's "This Silence Kills". Nicht das beste des Jahres, aber für die Top20 reichts allemal.
David Comes to Life von Fucked Up (
Bosse - Wartesaal
Mein Favorit: Steven Wilson: Grace for Drowning
Ganz klar, PJ Harvey!!! Mit Abstand die beste Platte 2011 - auch wenn es eigentlich kaum möglich ist DIE Platte des Jahres zu wählen....
"Apocalypse" von Bill Callahan ist mein meistgehörtes Album des Jahres 2010!! Grüße von Moni
Extrawelt - In Aufruhr
Modeselektor - Monkeytown
und ich schließe mich einem Vorkommentator an: Apparat - The Devils Walk darf hier nicht fehlen!!!
Mein Favorit ist Elbow mit Build A Rocket Boys!
Tolle Band, tolle CD, gute Songs!
Viele Grüße
Gutes Songwriting ist für mich ebenso eine Messlatte wie eine ausgeschlafene Band und ein origineller Charakter vorne am Mikro. And the winner is: Nick Lowe mit THE OLD MAGIC - nur 35 Minuten, aber die haben es in sich, besonders weil an den Tasten der unvergleichliche Geraint Watkins sensibel das Minimum an Wunderbarem sucht - und findet!
Mein Lieblingsalbum des Jahres 2011 ist eindeutig Elsie von The Horrible Crows.
Fleet Foxes - Helplessness Blues
Meine absolutes Nummer 1 Album in diesem jahr war oder ist sogar ein Internet Album, dass man sich kostenlos downloaden kann ! Ich spreche von dem Debüt Elephants at the door der italienischen Band Dumbo gets mad ! Nichts kam auch nur ansatzweise in diesem Jahr heran ! Und das auch noch kostenlos ! Wahnsinn ! Liebe Grüße !
The Antlers hätte mir auch noch gefehlt - sonst natürlich Flashguns!
Horrors' Skying?!?!
Colourmusic - My ____ Is Pink fehlt mir auf jeden Fall noch!
Robag Wruhme - Thora Vukk
Ohne Frage Mogwai, bei der Auswahl...
Manchester Orchestra!!! Wobei die Entscheidung für ein einziges Album dieses Jahr wirklich schwer fällt...
Best Of ABBA natürlich. Daddy Cool ist für mich der Hit des Jahres.
Hey Hauke, wir werden in der kommenden Woche den zwei Gewinnern über diese Kommentar-Funktion und über Facebook mitteilen, dass sie gewonnen haben. Es soll ja noch Leute geben, die nicht sofort überall ihre Daten hinterlassen wollen.
Und wenn ich mir den Zusatz erlauben darf, mein Lieblingsalbum 2011:
Nicolas Jaar – "Space Is Only Noise"
Bon Iver. Ohne Frage.
Chase & Status - No More Idols
Bombay Bicycle Club - A Different Kind of Fix
Siriusmo - Mosaik !
Siriusmo - "Mosaik" Ganz klar :-)
ganz klar bon iver!
Beste Jahresliste dieses Jahr!! :)
(wie wollt ihr ohne Email verlosen?)
mein Top Album des Jahres heißt Hottentottenmusik von Marius Müller Westernhagen
Ben Westbeech - There's more to life than this !!!!!
das Album des Jahres ist für mich definitiv von Casper - XOXO. Und das obwohl ich sonst mit HipHop relativ wenig anfangen kann.
top/album 2011: Balthazar - Applause
Naturlich Bon Iver dieses Jahr ist am besten. In Litaishes indie musik e-zines auch:)
Mein absoluter Favorit dieses Jahr waren Wilco 'The Whole Love'
Wundert mich jetzt, dass The English Riviera nicht dabei ist. *schulterzuck
Mir fehlt hier Frau Depenbusch aus Hamburg. Das Album "Die Mathematik der Anna Depenbusch in schwarz/weiß" ist für mich die Entdeckung des Jahres. Das Album stroßt nur son von Kreativität und Spielwitz!
All time favorite is Peter Licht: Sonnendeck
Robag is No. 1
Casper - XOXO
The Airborne Toxic Event - "All At Once"
Tja, ich schließe mich mal Rebecca an und würde sagen The Antlers mit Burst Apart und Moon Duo mit Mazes hätte man ruhig auch noch mit reinnehmen können. Ich besetze meine Top 20 und nehme mit rein...
Recht nette Auswahl, aber für mich fehlt noch Long Distance Calling - Long Distance Calling
The Black Keys - El Camino.
IN LEGEND - Ballads 'n' Bullets :)

BOY, bitte :D
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