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Diego
Diego: Two
Wir basteln eine New Wave-Patchworkdecke: "Let's Dance to Joy Division", wahlweise auch zu den Editors oder Interpol. Zwischen diesen Bezugsgrößen spielte sich schon das Debüt der Karlsruher Diego ab und auch das Zweitwerk "Two" strickt an derselben Ecke weiter. Die Handarbeitsutensilien der Band sind also weitestgehend bekannt, allerdings macht hier wie so oft der Ton die Musik.
Diego - Redlights
Selbiger ist naturgemäß in Moll gehalten, allerdings auf so hohem Niveau, dass Diego den Abstand zwischen sich und den oben genannten Genregrößen stark verringern. Plagiatsvorwürfe sollten zumindest in nächster Zeit nicht mehr auftauchen, denn auf "Two" setzt die Band auf die eigenen Stärken. Das Album besticht durch akkurates Songwriting und Melodieseligkeit. Mit verhalten euphorischen Songs wie "Fan City" oder "Heaven Over Milano" verlassen Diego zwar nur zögerlich die Genreschublade, wagen aber das starre Düster-Pop Korsett etwas zu weiten und tief durchzuatmen.
Gerade diese Momente, in denen das ansonsten in schwarz und grau gehaltene Häkeldeckchen um bunte Farbtupfer erweitert wird, zeichnen "Two" aus und verhindern, dass das Album im Respekt vor den Ikonen der melancholischen Depressionsmusik erstarrt. Stattdessen schaffen es Diego, den Filz vergangener Zeiten mittels verhallter Gitarren und dramatischem Pop neu zuzuschneiden.
Timo Richard
VÖ: 14.11.08
Label: Noisedeluxe/Alive
Tracklist:
01. September March
02. Fan City
03. Free At Last
04. Echoes
05. Isolation
06. Head Down
07. 42/43
08. Misery Loves Company
09. Heaven Over Milano
10. Dance
11. Me vs. Music
Diego - Redlights
Selbiger ist naturgemäß in Moll gehalten, allerdings auf so hohem Niveau, dass Diego den Abstand zwischen sich und den oben genannten Genregrößen stark verringern. Plagiatsvorwürfe sollten zumindest in nächster Zeit nicht mehr auftauchen, denn auf "Two" setzt die Band auf die eigenen Stärken. Das Album besticht durch akkurates Songwriting und Melodieseligkeit. Mit verhalten euphorischen Songs wie "Fan City" oder "Heaven Over Milano" verlassen Diego zwar nur zögerlich die Genreschublade, wagen aber das starre Düster-Pop Korsett etwas zu weiten und tief durchzuatmen.
Gerade diese Momente, in denen das ansonsten in schwarz und grau gehaltene Häkeldeckchen um bunte Farbtupfer erweitert wird, zeichnen "Two" aus und verhindern, dass das Album im Respekt vor den Ikonen der melancholischen Depressionsmusik erstarrt. Stattdessen schaffen es Diego, den Filz vergangener Zeiten mittels verhallter Gitarren und dramatischem Pop neu zuzuschneiden.
Timo Richard
Label: Noisedeluxe/Alive
Tracklist:
01. September March
02. Fan City
03. Free At Last
04. Echoes
05. Isolation
06. Head Down
07. 42/43
08. Misery Loves Company
09. Heaven Over Milano
10. Dance
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katja.bott
vor 1211d 6h
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