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Donots
Donots: The Long Way Home
Nach 17 Jahren Bandbestehen sind die Donots fester Bestandteil deutscher Rockmusik. Ihr neues Album: routinierter und abgeklärter - dennoch kein alter Stiefel.

Bekannt geworden sind die Donots vor circa zehn Jahren mit „What Ever Happend To The 80s“ und schafften damit zum ersten Mal einen Chartentry. Einige Jahre zogen seitdem ins Land und sie entwickelten sich zu einer der vorzeigbarsten Bands Deutschlands. Melodiöser Punk-Rock, der sofort ins Ohr geht, ist spätestens seit ihrem letzten Album „Coma Chameleon“ das Markenzeichen der Donots.
Unbeirrt knüpfen die Vier nun zwei Jahre nach dem letzten Album daran an. Der Opener „Changes“ baut Spannung auf und lässt schon das erste Mal den Fuß wippen, während man darauf gespannt ist, was die Niedersachsen dieses Mal aus dem Hut zaubern werden.
Spätestens beim zweiten Track der Platte, ihrer ersten Singleauskopplung „Calling“, entlädt sich ein Feuerwerk. Kraftvoll feuern Guido & Co. toughe Gitarrenklänge mit bombastischem, atmosphärischem Gesang aus den Boxen und bringen damit nicht nur die Membran ordentlich zum Hüpfen, sondern haben bereits nach fünf Minuten von „The Long Way Home“ den mittanzenden Hörer auf ihrer Seite.
Eingängige Hooks, die schon früher bei Songs wie „Stop The Clocks“ zum Einsatz kamen, haben die Donots als probates Mittel entdeckt und abermals publikumswirksam eingesetzt. Der Ohrwurm wohnt jedem Tack bei, frisst sich ins Trommelfell und hinterlässt dort Spuren, die lange nicht verheilen sollen. Sauber vom altbewährten Produzenten Vincent Sorg gemischt, kann man sich in die rockigen Klangwelten hineinlegen und die Seele baumeln lassen, gleichzeitig aber, je nach Stimmung, motivieren die Songs auch zum Tanzen. Die scheinbar in den Strophen aufkommende Melancholie, scheint sobald der Refrain eines Tracks mit voller Power aus der Anlage dröhnt, wie weggeblasen.
„Dead Man Walking“ ist der dreckigste Song von allen. Genial der Übergang vom folkisch angehauchten „Let It Go“ zum an Urzeiten erinnernden Punk, flüstert einem eine erotische Frauenstimme ins Ohr: „Hey! Wake up, man! Today’s your last day on the planet, darling!“, bevor dann Schlagzeugtrommelei à la Offspring, NoFX oder Millencolin einsetzt. Gerade mittendrin im Polka-Pogo, schwer atmend wegen der Staubwolke um einen herum, wird das ganze von einer aus bayrischen Bierzelten bekanntem Humbta-Humbta-Tuba unterbrochen. Die Donots experimentieren und integrieren auch dieses untypische Blasinstrument neben Mandoline, Mundharmonika und vielem mehr perfekt in ihre Musik.
Die Donots sind von der „We’re Not Gonna Take It“-Coverband zu eigenständigen Künstlern gereift. „The Long Way Home“ ist ein Album, das noch eine Schippe auf das letzte drauflegt. Das Fazit zu den Donots 2010: Gefestigter und professioneller.
Florian Kroha
VÖ: 26.03.2010
Label: Solitary Man Records
Tracklist:
01. Changes
02. Calling
03. Forever Ends Today
04. High & Dry
05. Let It Go
06. Dead Man Walking
07. Make Believe
08. Who You Are
09. The Years Gone By
10. Hello Knife
11. Parade Of One

Bekannt geworden sind die Donots vor circa zehn Jahren mit „What Ever Happend To The 80s“ und schafften damit zum ersten Mal einen Chartentry. Einige Jahre zogen seitdem ins Land und sie entwickelten sich zu einer der vorzeigbarsten Bands Deutschlands. Melodiöser Punk-Rock, der sofort ins Ohr geht, ist spätestens seit ihrem letzten Album „Coma Chameleon“ das Markenzeichen der Donots.
Unbeirrt knüpfen die Vier nun zwei Jahre nach dem letzten Album daran an. Der Opener „Changes“ baut Spannung auf und lässt schon das erste Mal den Fuß wippen, während man darauf gespannt ist, was die Niedersachsen dieses Mal aus dem Hut zaubern werden.
Eingängige Hooks, die schon früher bei Songs wie „Stop The Clocks“ zum Einsatz kamen, haben die Donots als probates Mittel entdeckt und abermals publikumswirksam eingesetzt. Der Ohrwurm wohnt jedem Tack bei, frisst sich ins Trommelfell und hinterlässt dort Spuren, die lange nicht verheilen sollen. Sauber vom altbewährten Produzenten Vincent Sorg gemischt, kann man sich in die rockigen Klangwelten hineinlegen und die Seele baumeln lassen, gleichzeitig aber, je nach Stimmung, motivieren die Songs auch zum Tanzen. Die scheinbar in den Strophen aufkommende Melancholie, scheint sobald der Refrain eines Tracks mit voller Power aus der Anlage dröhnt, wie weggeblasen.
„Dead Man Walking“ ist der dreckigste Song von allen. Genial der Übergang vom folkisch angehauchten „Let It Go“ zum an Urzeiten erinnernden Punk, flüstert einem eine erotische Frauenstimme ins Ohr: „Hey! Wake up, man! Today’s your last day on the planet, darling!“, bevor dann Schlagzeugtrommelei à la Offspring, NoFX oder Millencolin einsetzt. Gerade mittendrin im Polka-Pogo, schwer atmend wegen der Staubwolke um einen herum, wird das ganze von einer aus bayrischen Bierzelten bekanntem Humbta-Humbta-Tuba unterbrochen. Die Donots experimentieren und integrieren auch dieses untypische Blasinstrument neben Mandoline, Mundharmonika und vielem mehr perfekt in ihre Musik.
Die Donots sind von der „We’re Not Gonna Take It“-Coverband zu eigenständigen Künstlern gereift. „The Long Way Home“ ist ein Album, das noch eine Schippe auf das letzte drauflegt. Das Fazit zu den Donots 2010: Gefestigter und professioneller.
Florian Kroha
VÖ: 26.03.2010
Label: Solitary Man Records
Tracklist:
01. Changes
02. Calling
03. Forever Ends Today
04. High & Dry
05. Let It Go
06. Dead Man Walking
07. Make Believe
08. Who You Are
09. The Years Gone By
10. Hello Knife
11. Parade Of One
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