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Eels
Eels: Hombre Lobo
Aal, Mensch, Wolf? Der Mann, den sie "E" nennen, kehrt vier Jahre nach dem letzten Eels-Album zurück in die Plattenläden (oder das, was von ihnen übrig ist) und verwirrt durch Konstanz.

"Every Day I Wake Up/ And Wonder Why/ I'm Alone When I Know/ I'm A Lovely Guy" - das ist mit Abstand die beste Textpassage auf "Hombre Lobo", dem neuen Eels-Album.
Aber damit fangen die Probleme (zumindest für den Rezensenten) erst richtig an: Was sonst soll man über diese Platte noch schreiben? Dass sie im Grunde keine nie da gewesenen Erkenntnisse oder überhaupt etwas Neues zum Thema "Eels" liefert? "Blinking Lights And Other Revelations" war 2005 ein Meister- wenn nicht gar Lebenswerk. Möglicherweise der ganz große Wurf des Mark O. Everett a.k.a. "E" alias Eels. Und seitdem ist der gute Mann ja auch nicht untätig gewesen. Er hat diverse Touren mit neuen Band-Konstellationen und Arrangements gespielt, ein Live-Album und seine eigene Biographie veröffentlicht. Des Weiteren ist er für einen Dokumentarfilm der BBC der verschlungenen Lebens- und vor allem Schaffensgeschichte seines verstorbenen Vaters nachgegangen, der ein verkanntes Physik-Genie war.
Eels - That Look You Give That Guy
Dennoch, und selbst wenn man all das im Hinterkopf behält (oder eben vielleicht gerade deshalb) - irgendwie ist diese Platte ein wenig enttäuschend. Vieles klingt wie bereits auf einer früheren Eels-Platte gehört, manches gar uninspiriert-unfertig. Die Gänsehaut, die Songs wie "Three Speed" (auf "Electro-Shock Blues") oder "The Stars Shine in the Sky Tonight" ("Blinking Lights") geradezu spielerisch hervorriefen, bleibt aus. Stattdessen wirkt "Hombre Lobo" wie eine routinierte Fingerübung.
Dass das natürlich immer noch auf hohem Niveau stattfindet, und überwiegend authentischer ist, als 90 Prozent dessen, was sonst so an Herz, Gemüt und Nieren gehen will, steht außer Frage - hilft aber leider auch nicht so richtig weiter. Vielleicht ist die Platte ein so genannter "Grower" - das hofft der Eels-Fan in mir.
Eels - Fresh Blood
Aber der momentane Schreiber dieser Zeilen kann sich die Enttäuschung nicht verkneifen und mit ihr hinter'm Berg halten. Dabei ist dieser E doch nun echt ein "lovely guy" - auch wenn er hier vor allem das zu tun scheint, was der Amerikaner "going through the motions" nennt. Aber: Es gibt immer ein Morgen bzw. ein nächstes Album. Hoffentlich.
Ralph Schlegel
VÖ: 29.05.09
Label: Cooperative/Universal
Tracklist:
01. Prizefighter
02. That Look You Give That Guy
03. Lilac Breeze
04. In My Dreams
05. Tremendous Dynamite
06. The Longing
07. Fresh Blood
08. What's A Fella Gotta Do
09. My Timing Is Off
10. All The Beautiful Things
11. Beginner's Luck
12. Ordinary Man

"Every Day I Wake Up/ And Wonder Why/ I'm Alone When I Know/ I'm A Lovely Guy" - das ist mit Abstand die beste Textpassage auf "Hombre Lobo", dem neuen Eels-Album.
Aber damit fangen die Probleme (zumindest für den Rezensenten) erst richtig an: Was sonst soll man über diese Platte noch schreiben? Dass sie im Grunde keine nie da gewesenen Erkenntnisse oder überhaupt etwas Neues zum Thema "Eels" liefert? "Blinking Lights And Other Revelations" war 2005 ein Meister- wenn nicht gar Lebenswerk. Möglicherweise der ganz große Wurf des Mark O. Everett a.k.a. "E" alias Eels. Und seitdem ist der gute Mann ja auch nicht untätig gewesen. Er hat diverse Touren mit neuen Band-Konstellationen und Arrangements gespielt, ein Live-Album und seine eigene Biographie veröffentlicht. Des Weiteren ist er für einen Dokumentarfilm der BBC der verschlungenen Lebens- und vor allem Schaffensgeschichte seines verstorbenen Vaters nachgegangen, der ein verkanntes Physik-Genie war.
Eels - That Look You Give That Guy
Dennoch, und selbst wenn man all das im Hinterkopf behält (oder eben vielleicht gerade deshalb) - irgendwie ist diese Platte ein wenig enttäuschend. Vieles klingt wie bereits auf einer früheren Eels-Platte gehört, manches gar uninspiriert-unfertig. Die Gänsehaut, die Songs wie "Three Speed" (auf "Electro-Shock Blues") oder "The Stars Shine in the Sky Tonight" ("Blinking Lights") geradezu spielerisch hervorriefen, bleibt aus. Stattdessen wirkt "Hombre Lobo" wie eine routinierte Fingerübung.
Dass das natürlich immer noch auf hohem Niveau stattfindet, und überwiegend authentischer ist, als 90 Prozent dessen, was sonst so an Herz, Gemüt und Nieren gehen will, steht außer Frage - hilft aber leider auch nicht so richtig weiter. Vielleicht ist die Platte ein so genannter "Grower" - das hofft der Eels-Fan in mir.
Eels - Fresh Blood
Aber der momentane Schreiber dieser Zeilen kann sich die Enttäuschung nicht verkneifen und mit ihr hinter'm Berg halten. Dabei ist dieser E doch nun echt ein "lovely guy" - auch wenn er hier vor allem das zu tun scheint, was der Amerikaner "going through the motions" nennt. Aber: Es gibt immer ein Morgen bzw. ein nächstes Album. Hoffentlich.
Ralph Schlegel
VÖ: 29.05.09
Label: Cooperative/Universal
Tracklist:
01. Prizefighter
02. That Look You Give That Guy
03. Lilac Breeze
04. In My Dreams
05. Tremendous Dynamite
06. The Longing
07. Fresh Blood
08. What's A Fella Gotta Do
09. My Timing Is Off
10. All The Beautiful Things
11. Beginner's Luck
12. Ordinary Man
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