Ein Neuer Tag

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Als Juli, also Eva Briegel und ihre vier Jungs, vor etwa zwei Jahren mit ihrem Debütalbum "Es Ist Juli" in die Charts schossen, verlief der Erfolg ihres angerockten Deutsch-Pop vorwiegend in den Fußstapfen von Vorgängern wie Wir Sind Helden. Mittlerweile stapfen wiederum viele andere kleine Bands mit Sängerin und Rock-Gitarren hinter den Julis her, um sich ein Stückchen vom erfolgreichen Kuchen zu sichern.

Was also tun bei Album Nummer Zwei, um nicht plötzlich in der großen Masse der Nachmacher unterzugehen?
Evas Idee: Haare blond färben. Davon abgesehen ist auf "Ein Neuer Tag" eigentlich alles beim Alten geblieben: souverän produzierter Rock-Pop mit relativ hohem Balladenanteil und den unverzichtbar zwischen Selbstanfeuerung und Seelenschmerz changierenden Texten. Weder das Haarefärben noch das Sich-Treu-Bleiben ist in letzter Konsequenz besonders originell, aber nach Dreifach-Platin für den Erstling wäre man vielleicht auch blöd, am Erfolgsrezept zu drehen. Allerdings klingt es nicht so, als hätten die Fünf an einen Hit vom "Perfekte Welle"- oder "Geile Zeit"-Kaliber gedacht ("Das Gute Gefühl" und "Am Besten Sein" kommen der Sache am nächsten). Da könnte der neue Tag ganz schnell zu einem ernüchternden werden.

Text: Patrick Heidmann
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