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Emigrate
Emigrate: Emigrate
Dass Richard der erste Rammsteiner sein würde, der mit einem Soloalbum daherkommt, war klar. Der Mann hat ein ausgeprägtes Ego, braucht als Kreativer und Songwriter von je her problematisch viel Platz innerhalb der Band und hat sich durch sein Leben in New York auch räumlich am weitesten aus dem Rammstein-Kosmos herausgewagt. Jetzt kann endlich raus, was anderswo zur Verstopfung geführt hätte.
Und um das gleich zu Anfang zu klären: "Emigrate" ist KEIN Rammstein-Album.
Zwar ist das große R. beim ersten Durchhören immer noch die erste Assoziation. Kruspe ist nun mal treibende Kraft in dieser Kapelle und kann und muss deshalb gar nicht komplett anders klingen. Im Gegenteil! Kruspe ist auch einer der wenigen Musiker, bei dem diese Verwandtschaft eben kein Plagiat ist, sondern in der Natur der Sache liegt. Das kann man doch mitnehmen!
Obwohl bei der Produktion auf die altbewährten Strukturen des Mutterschiffes (Produzent, Team, Management) zurückgegriffen wurde, schwimmt sich Emigrate frei. Kruspe singt englisch - er singt er selbst - und das macht er gut! Die Abteilung "Wahnsinn, Kunst und Avantgarde" bleibt bei Emigrate geschlossen. Hier ist nichts absurd und es gibt nichts zu lachen. Das Ganze ist "more Basic" und soweit das bei Bombast möglich ist, recht bodenständig. Gute Refrains, dynamische Arrangements, auffällig geschmackvolle Frauen-Chöre. Beim Song "New York City" rocken Emigrate so klassisch, dass man zwischendurch sogar mal ganz kurz an die Stones, AC/DC und die Sisters Of Mercy denkt. Cool!
"Emigrate" ist ein in jeder Hinsicht grundsolides dunkles Rock-Album. Es schlägt keine Türen auf, die nicht schon offen waren, aber es dreht sich auch nicht eine Stunde lang nur im Kreis und um sich selbst. Wer gehofft hat, dass Emigrate beweist, dass Richard Z. Kruspe ohne Rammstein nicht kann, der wird bitter enttäuscht. Wenn man dann auch noch bedenkt, wie unfassbar viel Schrott in der Abteilung "Soloalben" steht, steht man kurz auf und zieht seinen Hut. Kruspe kann was. Nur eben nicht alleine Rammstein sein. Muss er auch nicht. Will er auch nicht.
Text: Yessica Yeti
VÖ: 31.09.2007
Label: Motor
Tracklist:
01. Emigrate
02. Wake Up
03. My World
04. Let Me Break
05. In My Tears
06. Babe
07. New York City
08. Resolution
09. Temptation
10. This Is What
11. You Can't Get Enough
Zwar ist das große R. beim ersten Durchhören immer noch die erste Assoziation. Kruspe ist nun mal treibende Kraft in dieser Kapelle und kann und muss deshalb gar nicht komplett anders klingen. Im Gegenteil! Kruspe ist auch einer der wenigen Musiker, bei dem diese Verwandtschaft eben kein Plagiat ist, sondern in der Natur der Sache liegt. Das kann man doch mitnehmen!
Obwohl bei der Produktion auf die altbewährten Strukturen des Mutterschiffes (Produzent, Team, Management) zurückgegriffen wurde, schwimmt sich Emigrate frei. Kruspe singt englisch - er singt er selbst - und das macht er gut! Die Abteilung "Wahnsinn, Kunst und Avantgarde" bleibt bei Emigrate geschlossen. Hier ist nichts absurd und es gibt nichts zu lachen. Das Ganze ist "more Basic" und soweit das bei Bombast möglich ist, recht bodenständig. Gute Refrains, dynamische Arrangements, auffällig geschmackvolle Frauen-Chöre. Beim Song "New York City" rocken Emigrate so klassisch, dass man zwischendurch sogar mal ganz kurz an die Stones, AC/DC und die Sisters Of Mercy denkt. Cool!
"Emigrate" ist ein in jeder Hinsicht grundsolides dunkles Rock-Album. Es schlägt keine Türen auf, die nicht schon offen waren, aber es dreht sich auch nicht eine Stunde lang nur im Kreis und um sich selbst. Wer gehofft hat, dass Emigrate beweist, dass Richard Z. Kruspe ohne Rammstein nicht kann, der wird bitter enttäuscht. Wenn man dann auch noch bedenkt, wie unfassbar viel Schrott in der Abteilung "Soloalben" steht, steht man kurz auf und zieht seinen Hut. Kruspe kann was. Nur eben nicht alleine Rammstein sein. Muss er auch nicht. Will er auch nicht.
Text: Yessica Yeti
VÖ: 31.09.2007
Label: Motor
Tracklist:
01. Emigrate
02. Wake Up
03. My World
04. Let Me Break
05. In My Tears
06. Babe
07. New York City
08. Resolution
09. Temptation
10. This Is What
11. You Can't Get Enough
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