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Fionn Regan
Fionn Regan: The Shadow Of An Empire
Ein Stück Dylan, ein Hauch Cohen, dazu eine Prise Beatles - Fionn Regans zweites Album kommt einer Reise durch Vaters Plattensammlung gleich - jedoch ohne zum billigen Plagiat zu werden.

Von musikalischen Perlen der 60er und 70er ließ sich Fionn Regan für "The Shadow Of An Empire" inspirieren. Um die Sound-Ideen für den Zweitling durchzusetzen, musste sich Regan jedoch vom Label Lost Highway Records trennen. Er kaufte einfach selbst die notwendigste Aufnahmetechnik und zog sich in ein stillgelegtes Fabrikgebäude zurück. Mit dem Ergebnis seiner Arbeit gewann er schnell neue Weggefährten, allen voran Jeff Barrett, Gründer von Heavenly Recordings. Damit erweitert das alternative Londoner Label, das Indie-Größen wie The Soft Pack, die Doves oder Edwyn Collins beherbergt, seinen Katalog um einen klassischen Singer/Songwriter.
"The Shadow Of An Empire" ist vor allem eins - eine Huldigung Fionn Regans musikalischer Vorbilder, die insbesondere in der Woodstock-Ära zu finden sind. Strapaziert der Opener „Protection Raket“ mit seinem leiernden Strophengesang noch ein wenig die Nerven, wird Reagens neues Werk im weiteren Verlauf von Song zu Song besser. So stellt beispielsweise „Coat Hook“ mit seinem Anfangsriff, unterlegt von belustigender Topfdeckelpercussion, und der abwechslungsreich, humorvoll gestalteten Instrumentierung eine angemessene Entschädigung für den etwas schwachen Einstieg dar.
Eine ihrer größten Pluspunkte ist die überaus gelungene Spannungskurve der neuen Regan-Platte. Nach gut gelaunten Songs, gespickt mit sympathischen Ohrwurmcharakter, führt sie mit „Violent Demeanour“ und "Lines Written In Winter" auch durch melancholische Gefilde. Deren gelungenes Rezept: eine kleine Portion Pathos, eine Priese „Songs Of Love And Hate“ (Cohen) und der Verzicht auf unnötige Dramatik. „House Detective“ hebt die Stimmung im Anschluss wieder und bereitet auf den vielleicht stärksten Song der Platte vor - einer wunderschönen Ballade mit Anspielung auf Edgar Allen Poes angeblich letzte Worte. „Lord Help My Poor Soul“ besticht mit ruhigem Einstieg, fasziniert in seinen Strophen durch gefühlvolle Einschübe gesprochener Textpassagen und mündet in einem Gitarrenoutro, das beinahe an den Sound eines Alt-Saxophones erinnert. Es folgt der finale Titeltrack und Regan begleitet sich mit leicht heroischem Unterton allein am Klavier.
„The Shadow Of An Empire“ beweist Regans Talent, aus unterschiedlichen Bruchstücken sein eigenes Liedermacher-Mosaik zusammenzustellen. Sei es Leonard Cohens unverwechselbares Gitarrenpicking in „Violent Demeanour“ oder auch die fröhlich daher dudelnde Mundharmonika in „Little Nancy“, die er sich vom Beatles-Song „From Me To You“ ergaunerte - bei genauerem Hinhören finden sich noch viele gute Beispiele, die amüsieren und dazu anregen, nochmal in seiner Plattensammlung zu stöbern, um ihm auf die Schliche zu kommen. Mit 35 Minuten vielleicht ein wenig kurz geraten, ist diese Platte dennoch ein guter Anlass, mal wieder die Spinnenweben aus Vaters Vinylschrank zu entfernen.
Alex Beyer
VÖ: 19.02.10
Label: Heavenly Records / Cooperative Music / Universal
Tracklist:
01. Protection Racket
02. Catacombs
03. Coat Hook
04. Genocide Matinee
05. Violent Demeanour
06. Lines Written In Winter
07. House Detective
08. Little Nancy
09. Lord Help My Poor Soul
10. The Shadow Of An Empire

Von musikalischen Perlen der 60er und 70er ließ sich Fionn Regan für "The Shadow Of An Empire" inspirieren. Um die Sound-Ideen für den Zweitling durchzusetzen, musste sich Regan jedoch vom Label Lost Highway Records trennen. Er kaufte einfach selbst die notwendigste Aufnahmetechnik und zog sich in ein stillgelegtes Fabrikgebäude zurück. Mit dem Ergebnis seiner Arbeit gewann er schnell neue Weggefährten, allen voran Jeff Barrett, Gründer von Heavenly Recordings. Damit erweitert das alternative Londoner Label, das Indie-Größen wie The Soft Pack, die Doves oder Edwyn Collins beherbergt, seinen Katalog um einen klassischen Singer/Songwriter.
Eine ihrer größten Pluspunkte ist die überaus gelungene Spannungskurve der neuen Regan-Platte. Nach gut gelaunten Songs, gespickt mit sympathischen Ohrwurmcharakter, führt sie mit „Violent Demeanour“ und "Lines Written In Winter" auch durch melancholische Gefilde. Deren gelungenes Rezept: eine kleine Portion Pathos, eine Priese „Songs Of Love And Hate“ (Cohen) und der Verzicht auf unnötige Dramatik. „House Detective“ hebt die Stimmung im Anschluss wieder und bereitet auf den vielleicht stärksten Song der Platte vor - einer wunderschönen Ballade mit Anspielung auf Edgar Allen Poes angeblich letzte Worte. „Lord Help My Poor Soul“ besticht mit ruhigem Einstieg, fasziniert in seinen Strophen durch gefühlvolle Einschübe gesprochener Textpassagen und mündet in einem Gitarrenoutro, das beinahe an den Sound eines Alt-Saxophones erinnert. Es folgt der finale Titeltrack und Regan begleitet sich mit leicht heroischem Unterton allein am Klavier.
„The Shadow Of An Empire“ beweist Regans Talent, aus unterschiedlichen Bruchstücken sein eigenes Liedermacher-Mosaik zusammenzustellen. Sei es Leonard Cohens unverwechselbares Gitarrenpicking in „Violent Demeanour“ oder auch die fröhlich daher dudelnde Mundharmonika in „Little Nancy“, die er sich vom Beatles-Song „From Me To You“ ergaunerte - bei genauerem Hinhören finden sich noch viele gute Beispiele, die amüsieren und dazu anregen, nochmal in seiner Plattensammlung zu stöbern, um ihm auf die Schliche zu kommen. Mit 35 Minuten vielleicht ein wenig kurz geraten, ist diese Platte dennoch ein guter Anlass, mal wieder die Spinnenweben aus Vaters Vinylschrank zu entfernen.
Alex Beyer
VÖ: 19.02.10
Label: Heavenly Records / Cooperative Music / Universal
Tracklist:
01. Protection Racket
02. Catacombs
03. Coat Hook
04. Genocide Matinee
05. Violent Demeanour
06. Lines Written In Winter
07. House Detective
08. Little Nancy
09. Lord Help My Poor Soul
10. The Shadow Of An Empire
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Your songs Fionn Regan are magnificent, in them there is a sense and it is fine.
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