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Happy Mondays
Happy Mondays: Uncle Dysfunktional
Die Stimme des Volkes ist launisch. Wo gestern noch der absolute Hype gerochen wurde, verbreitet sich morgen womöglich gähnende Leere. Was soll an einem Happy Mondays-Comback daher gut sein?
Vor allem: Brauchen wir die Jungs mit ihrem neuen Werk "Uncle Dysfunktional" nach 15 Jahren wirklich zurück?
Mit dem Problem, dass Kritik immer in Affirmation münden kann, soll es an dieser Stelle um die Beantwortung gehen. Vergewissern wir uns deswegen, dass die Mondays nie eine stinknormale Combo waren und während der ersten Manchester-Rave-Phase Ende der Achtziger/Anfang der Neunziger eine Sonderstellung innehatten. Frontmann Shaun Ryder hielt seinem Manager schon mal die Knarre an die Schläfe, konsumierte Methadon als wäre es keine Entziehungs-, sondern eine Alternativdroge für Heroin und kann mit Recht als bester Poet seit Oscar Wilde bezeichnet werden. Kein Grund jedoch, "Uncle Dysfunktional" voreingenommen gegenüber zu stehen. Ein Album, welches gerade die eingefleischten Hörer der Mondays kalt erwischt. Nichts ist, wie es war...
Am auffälligsten ist der Experimentierdrang, den Ryder ohne seinen Bruder Bez an den Tag legt. Der Opener beinhaltet dies allerdings kaum, klingt sehr straight und eingängig rockend. Doch dann legt "Uncle Dysfunktional" so richtig los. Stürzt sich in wild gewordene Elektronik beim Song "Anti Warhole On The Dancefloor", lässt ein verschrobenes Gitarrenspiel in "Rats With Wings" vom Stapel und bietet ganz zum Schluss in "Weather" dank schrägen Feedbacksound den ultimativen Gegenentwurf zur eigenen Bandgeschichte. Das ist alles harter Tobak, zerschossenes Zeug oder meinetwegen Avantgarde-Pop! Es ist aber auch brillant, einzigartig und so gar nicht vorhersehbar. Die Happy Mondays pfeifen auf die Erwartungen und überraschen genau deswegen so angenehm mit "Uncle Dysfunktional".
Um nun die Antworten auf die oben gestellten Fragen zu liefern: Eine ganze Menge ist famos an dieser Rückkehr und verdammt, wir brauchen die Mondays. Einen erneuten Hype werden sie nicht entfachen können - ihre Stellung als eine der wichtigsten britischen Bands seit den Beatles haben sie indes einmal mehr gefestigt, ganz sicher sogar!
Text: Marcus Willfroth
Label: Sequel (Sanctuary)/Rough Trade
VÖ: 20.7.07
Tracklist:
01.: Jellybean
02.: Angels And Whores
03.: Deviants
04.: Rats With Wings
05.: Country Disco
06.: In The Blood
07.: Anti Warhole On The Dancefloor
08.: Rush Rush
09.: Uncle Dysfunktional
10.: Dr. Dick
11.: Weather
Mit dem Problem, dass Kritik immer in Affirmation münden kann, soll es an dieser Stelle um die Beantwortung gehen. Vergewissern wir uns deswegen, dass die Mondays nie eine stinknormale Combo waren und während der ersten Manchester-Rave-Phase Ende der Achtziger/Anfang der Neunziger eine Sonderstellung innehatten. Frontmann Shaun Ryder hielt seinem Manager schon mal die Knarre an die Schläfe, konsumierte Methadon als wäre es keine Entziehungs-, sondern eine Alternativdroge für Heroin und kann mit Recht als bester Poet seit Oscar Wilde bezeichnet werden. Kein Grund jedoch, "Uncle Dysfunktional" voreingenommen gegenüber zu stehen. Ein Album, welches gerade die eingefleischten Hörer der Mondays kalt erwischt. Nichts ist, wie es war...
Am auffälligsten ist der Experimentierdrang, den Ryder ohne seinen Bruder Bez an den Tag legt. Der Opener beinhaltet dies allerdings kaum, klingt sehr straight und eingängig rockend. Doch dann legt "Uncle Dysfunktional" so richtig los. Stürzt sich in wild gewordene Elektronik beim Song "Anti Warhole On The Dancefloor", lässt ein verschrobenes Gitarrenspiel in "Rats With Wings" vom Stapel und bietet ganz zum Schluss in "Weather" dank schrägen Feedbacksound den ultimativen Gegenentwurf zur eigenen Bandgeschichte. Das ist alles harter Tobak, zerschossenes Zeug oder meinetwegen Avantgarde-Pop! Es ist aber auch brillant, einzigartig und so gar nicht vorhersehbar. Die Happy Mondays pfeifen auf die Erwartungen und überraschen genau deswegen so angenehm mit "Uncle Dysfunktional".
Um nun die Antworten auf die oben gestellten Fragen zu liefern: Eine ganze Menge ist famos an dieser Rückkehr und verdammt, wir brauchen die Mondays. Einen erneuten Hype werden sie nicht entfachen können - ihre Stellung als eine der wichtigsten britischen Bands seit den Beatles haben sie indes einmal mehr gefestigt, ganz sicher sogar!
Text: Marcus Willfroth
Label: Sequel (Sanctuary)/Rough Trade
VÖ: 20.7.07
Tracklist:
01.: Jellybean
02.: Angels And Whores
03.: Deviants
04.: Rats With Wings
05.: Country Disco
06.: In The Blood
07.: Anti Warhole On The Dancefloor
08.: Rush Rush
09.: Uncle Dysfunktional
10.: Dr. Dick
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