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Hot Hot Heat
Hot Hot Heat: Happiness LTD.
Der schleichende Verfall von Hot Hot Heat setzt sich fort. Mit ihrem dritten Werk sind sie weiter von 'Make Up The Breakdown'-Zeiten entfernt denn je.
'Happiness LTD.' geht zwar vielversprechend los, aber dann... „It's over now, it's over now“, man könnte meinen, Sänger Steve Bays nimmt im Titeltrack den folgenden Verlauf vorweg. So viel Schmalz, so viel Wehleidigkeit, meilenweit weg vom coolen Moneybrother-Gejammer.
Der arme Steve Bays hat keine Freundin mehr. Man könnte eine Dose Mitleid auf machen, wenn er es nicht die ganze Albumlänge so aussülzen würde. Aber okay.
Nicht jeder macht aus einer einschneidenden Trennung etwas Geniales. Nicht jeder ist Beck.
Die andere Ebene des Hot Hot Heat'schen Niveauabfalls ist die totale Verpopung ihres ehemals so alternativen Indie-Rocks. Der Weg zur Radiotauglichkeit wurde ja schon auf dem netten Zweitling 'Elevator' bestritten. Jetzt allerdings kommt pompöser Stadion-Pop hinzu. Gar nicht mehr vorstellbar, dass sie auf ihrer ersten Sup Pop-Veröffentlichung purer Synthie-Punk waren. Merkwürdig, aber mit ihrem erfrischenden Langspiel-Erstling 'Make Up The Breakdown' waren sie am erfolgreichsten und seit sie dem Mainstream frönen stimmen die Verkaufszahlen nicht mehr.
'Harmonicas & Tambourines', 'My Best Fiend' und der Eingangssong beweisen das gewohnte Gespür der Kanadier für Melodie und Eingängigkeit, dazwischen fallen sie wieder und wieder erschreckend tief in den Sumpf der radiotauglichen Anbiederung und des selbstgefälligen Schmalz. Einzig 'Give Up?' steht über allen anderen. Hier schlagen sie in alter Stärke zu, zelebrieren ihre selige Tanzfreude trotz dunkler Wolken im Kopf.
'Happines LTD.' ist eine Pop-Platte. Je öfter man sie hört, desto glatter werden die schnell wahrgenommenen Angriffsflächen. Man kann sie getrost beim Putzen oder heimlichen Aerobic-Übungen durchlaufen lassen und alles ist schön.
So funktioniert Pop. Und jetzt auch Hot Hot Heat.
Mauricio Quinones
VÖ: 07.09.2007
Label: Reprise Records/Warner
Tracklist:
1. Happiness LTD.
2. Let Me In
3. 5 Times Out Of 100
4. Harmonicas & Tambourines
5. Outta Heart
6. My Best Fiend
7. Conversation
8. Give Up?
9. Good Day To Die
10.So So Cold
11.Waiting For Nothing
'Happiness LTD.' geht zwar vielversprechend los, aber dann... „It's over now, it's over now“, man könnte meinen, Sänger Steve Bays nimmt im Titeltrack den folgenden Verlauf vorweg. So viel Schmalz, so viel Wehleidigkeit, meilenweit weg vom coolen Moneybrother-Gejammer.
Der arme Steve Bays hat keine Freundin mehr. Man könnte eine Dose Mitleid auf machen, wenn er es nicht die ganze Albumlänge so aussülzen würde. Aber okay.
Die andere Ebene des Hot Hot Heat'schen Niveauabfalls ist die totale Verpopung ihres ehemals so alternativen Indie-Rocks. Der Weg zur Radiotauglichkeit wurde ja schon auf dem netten Zweitling 'Elevator' bestritten. Jetzt allerdings kommt pompöser Stadion-Pop hinzu. Gar nicht mehr vorstellbar, dass sie auf ihrer ersten Sup Pop-Veröffentlichung purer Synthie-Punk waren. Merkwürdig, aber mit ihrem erfrischenden Langspiel-Erstling 'Make Up The Breakdown' waren sie am erfolgreichsten und seit sie dem Mainstream frönen stimmen die Verkaufszahlen nicht mehr.
'Harmonicas & Tambourines', 'My Best Fiend' und der Eingangssong beweisen das gewohnte Gespür der Kanadier für Melodie und Eingängigkeit, dazwischen fallen sie wieder und wieder erschreckend tief in den Sumpf der radiotauglichen Anbiederung und des selbstgefälligen Schmalz. Einzig 'Give Up?' steht über allen anderen. Hier schlagen sie in alter Stärke zu, zelebrieren ihre selige Tanzfreude trotz dunkler Wolken im Kopf.
'Happines LTD.' ist eine Pop-Platte. Je öfter man sie hört, desto glatter werden die schnell wahrgenommenen Angriffsflächen. Man kann sie getrost beim Putzen oder heimlichen Aerobic-Übungen durchlaufen lassen und alles ist schön.
So funktioniert Pop. Und jetzt auch Hot Hot Heat.
Mauricio Quinones
VÖ: 07.09.2007
Label: Reprise Records/Warner
Tracklist:
1. Happiness LTD.
2. Let Me In
3. 5 Times Out Of 100
4. Harmonicas & Tambourines
5. Outta Heart
6. My Best Fiend
7. Conversation
8. Give Up?
9. Good Day To Die
10.So So Cold
11.Waiting For Nothing
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Interessanter Verriss!
Liest sich jedenfalls astrein. Ich frag mich nur ob das bedeuted, dass ich mir das Album anhören sollte oder nicht?
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