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I Am Kloot
I Am Kloot: Sky At Night
Auf "Sky At Night" liefern I Am Kloot zehn wunderbar melancholische Songperlen für einsame Nachtschwärmer und Freunde des akustischen Indie-Rocks.

„Where shall I go in this big black night?“ fragt John Bramwell in “Northern Skies”, dem Opener von “Sky At Night” und bringt mit dieser melancholischen Textzeile die Stimmung des neuen I Am Kloot-Albums auf den Punkt. „Sky At Night“ ist nämlich der ideale Soundtrack für einsame Nachtschwärmer ohne Plan und Ziel – und zudem ein weiteres wunderbares Akustik-Album des Trios aus Manchester.
Wobei die Bezeichnung „akustischer Indie-Rock“ für den Sound des mittlerweile sechsten Langspielers der Band fast ein wenig zu kurz greift. Denn obwohl die akustische Gitarre und der Gesang John Bramwells, das minimalistische Schlagzeugspiel von Andy Hargreaves, sowie der sich bewusst im Hintergrund haltende Bass von Peter Jobson nachwievor die Fixpunkte im Klangkosmos von I Am Kloot darstellen, gibt es auf „Sky At Night“ auch Chöre und Saxophone („Lately“), Harfen („Proof“) und sogar orchestrale Momente („Radiation“) zu entdecken. Dennoch wirken diese Ergänzungen der Instrumentierung nie zu aufdringlich sondern fügen sich nahtlos in die Stimmung der jeweiligen Songs ein. Effekthascherei haben I Am Kloot nämlich auch im Jahr 2010 alles andere als nötig. Bester Beweis ist das wunderschöne „I Still Do“, in welchem John Bramwell allein mit sich und seiner Gitarre für einen der herausragendsten Momente auf „Sky At Night“ sorgt.
So melancholisch, ja bisweilen unendlich traurig die Stimmung auf „Sky At Night“ aber sein mag, so hat dieses Album dennoch auch etwas Tröstendes. Zum einen die Erkenntnis, das Melancholie nachwievor einer der besten Antriebe für wunderbare Musik ist und zum anderen, dass es mit einem guten Drink und dieser Platte im Player auch ein Fest sein kann, sich in einer einsamen, schlaflosen Nacht bewusst zu machen, dass wohl jeder solche Momente kennt. Allen vorran sicher John Bramwell, der auf „Sky At Night“ erneut beweist, was für ein hervorragender Songschreiber er ist. Auch für den nächtlichen Spaziergang in verschlafenen Gassen eignen sich diese zehn Stücke geradezu perfekt. Unweigerlich kommen einem da Bilder von der Tristesse einer Industrie- und Arbeiterstadt wie Manchester – der Heimat von I Am Kloot – in den Sinn. Doch auch die einsamen Nachtschwärmer hierzulande werden mit „Sky At Night“ voll auf ihre Kosten kommen.
Thomas Kasperski
VÖ: 16.07.2010
Label: [PIAS] Recordings
Tracklist:
01. Northern Skies
02. To The Brink
03. Fingerprints
04. Lately
05. I Still Do
06. The Moon Is A Blind Eye
07. Proof
08. It's Just The Night
09. Radiation
10. Same Shoes

„Where shall I go in this big black night?“ fragt John Bramwell in “Northern Skies”, dem Opener von “Sky At Night” und bringt mit dieser melancholischen Textzeile die Stimmung des neuen I Am Kloot-Albums auf den Punkt. „Sky At Night“ ist nämlich der ideale Soundtrack für einsame Nachtschwärmer ohne Plan und Ziel – und zudem ein weiteres wunderbares Akustik-Album des Trios aus Manchester.
Wobei die Bezeichnung „akustischer Indie-Rock“ für den Sound des mittlerweile sechsten Langspielers der Band fast ein wenig zu kurz greift. Denn obwohl die akustische Gitarre und der Gesang John Bramwells, das minimalistische Schlagzeugspiel von Andy Hargreaves, sowie der sich bewusst im Hintergrund haltende Bass von Peter Jobson nachwievor die Fixpunkte im Klangkosmos von I Am Kloot darstellen, gibt es auf „Sky At Night“ auch Chöre und Saxophone („Lately“), Harfen („Proof“) und sogar orchestrale Momente („Radiation“) zu entdecken. Dennoch wirken diese Ergänzungen der Instrumentierung nie zu aufdringlich sondern fügen sich nahtlos in die Stimmung der jeweiligen Songs ein. Effekthascherei haben I Am Kloot nämlich auch im Jahr 2010 alles andere als nötig. Bester Beweis ist das wunderschöne „I Still Do“, in welchem John Bramwell allein mit sich und seiner Gitarre für einen der herausragendsten Momente auf „Sky At Night“ sorgt.
So melancholisch, ja bisweilen unendlich traurig die Stimmung auf „Sky At Night“ aber sein mag, so hat dieses Album dennoch auch etwas Tröstendes. Zum einen die Erkenntnis, das Melancholie nachwievor einer der besten Antriebe für wunderbare Musik ist und zum anderen, dass es mit einem guten Drink und dieser Platte im Player auch ein Fest sein kann, sich in einer einsamen, schlaflosen Nacht bewusst zu machen, dass wohl jeder solche Momente kennt. Allen vorran sicher John Bramwell, der auf „Sky At Night“ erneut beweist, was für ein hervorragender Songschreiber er ist. Auch für den nächtlichen Spaziergang in verschlafenen Gassen eignen sich diese zehn Stücke geradezu perfekt. Unweigerlich kommen einem da Bilder von der Tristesse einer Industrie- und Arbeiterstadt wie Manchester – der Heimat von I Am Kloot – in den Sinn. Doch auch die einsamen Nachtschwärmer hierzulande werden mit „Sky At Night“ voll auf ihre Kosten kommen.
Thomas Kasperski
VÖ: 16.07.2010
Label: [PIAS] Recordings
Tracklist:
01. Northern Skies
02. To The Brink
03. Fingerprints
04. Lately
05. I Still Do
06. The Moon Is A Blind Eye
07. Proof
08. It's Just The Night
09. Radiation
10. Same Shoes
Links
alex.beyer
vor 695d 18h
Dem ist nichts hinzuzufügen. I Am Kloot - wohl die unumstrittenen Könige Großbritanniens, spricht man von melancholie- und gedankenversunkenem Songwriting mit perfektionierter Minimalinstrumentierung.






eigentlich war "harfenmusik" gemeint... aber vielen dank für das aufmerksame lesen, mr tom!
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