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I Might Be Wrong
I Might Be Wrong: Circle The Yes
Trennung, Heimweh, mittelmäßige Stimmung. Die innere Zerrissenheit nutzen I Might Be Wrong um groß angelegten und opulenten Indierock aufzufahren.

Sie konnten einem 2007 Leid tun: Mussten I Might Be Wrong nicht nur ihr Debüt zweimal aufnahmen, sondern mit Radiohead-Referenzen zurechtkommen, nur weil sie sich den Bandnamen beim ersten Live-Album der Engländer um Frontmann Thom Yorke entliehen hatten. Ungeschickt verhielt sich die Band jedoch erst im Anschluss: Ein Rückzug aus den Medien folgte und fortan umgab die Berliner ein Hauch des Unnahbaren.
Zwischenzeitlich wurde es gar so ruhig, dass die neue Platte "Circle The Yes" wie ein Comeback wider Willen daherkommt. Obschon sich musikalisch Einiges getan hat: Im Vergleich zum Erstling "It Tends To Flow From High To Low" wirkt das Ganze ausgefeilter und verliert sich nicht im Wohlgefallen. I Might Be Wrong stellen die Experimentierlust hinten an und den Song in den Mittelpunkt: Ein Stilmix aus Indierock, leichtem Ambient und schlurfenden Pop. Ganz ohne überflüssigen Sound-Schnickschnack.

Zudem überrascht, dass Sängerin Lisa von Billerbeck ihren ohnehin tollen Gesang weiter verfeinern konnte und nicht selten an Victoria Legrand von Beach House erinnert. Eines stört hingegen: I Might Be Wrong sind auf textlicher Ebene immer noch die unbedarften Teenager, die ihre Gefühlschwankungen zwischen großer Liebe und heftigen Herzschmerz nach Außen tragen.
Freilich, das nennt sich Kritik auf hohem Niveau, denn "Circle The Yes" kann durchaus überzeugen. Eine Platte, die Herzen wärmt. Sofern erwünscht.
Marcus Willfroth
Vö: 09.10. 09
Label: Sinnbus/Alive
Tracklist:
1. Woodpecker
2. A Penny For Your Thoughts
3. A Propos
4. Jalopy
5. Pick A Panel
6. Chekov
7. Salomon
8. Novel Rave
9. It Takes Two To Tango
10. Elliot

Sie konnten einem 2007 Leid tun: Mussten I Might Be Wrong nicht nur ihr Debüt zweimal aufnahmen, sondern mit Radiohead-Referenzen zurechtkommen, nur weil sie sich den Bandnamen beim ersten Live-Album der Engländer um Frontmann Thom Yorke entliehen hatten. Ungeschickt verhielt sich die Band jedoch erst im Anschluss: Ein Rückzug aus den Medien folgte und fortan umgab die Berliner ein Hauch des Unnahbaren.
Zwischenzeitlich wurde es gar so ruhig, dass die neue Platte "Circle The Yes" wie ein Comeback wider Willen daherkommt. Obschon sich musikalisch Einiges getan hat: Im Vergleich zum Erstling "It Tends To Flow From High To Low" wirkt das Ganze ausgefeilter und verliert sich nicht im Wohlgefallen. I Might Be Wrong stellen die Experimentierlust hinten an und den Song in den Mittelpunkt: Ein Stilmix aus Indierock, leichtem Ambient und schlurfenden Pop. Ganz ohne überflüssigen Sound-Schnickschnack.

Zudem überrascht, dass Sängerin Lisa von Billerbeck ihren ohnehin tollen Gesang weiter verfeinern konnte und nicht selten an Victoria Legrand von Beach House erinnert. Eines stört hingegen: I Might Be Wrong sind auf textlicher Ebene immer noch die unbedarften Teenager, die ihre Gefühlschwankungen zwischen großer Liebe und heftigen Herzschmerz nach Außen tragen.
Freilich, das nennt sich Kritik auf hohem Niveau, denn "Circle The Yes" kann durchaus überzeugen. Eine Platte, die Herzen wärmt. Sofern erwünscht.
Marcus Willfroth
Vö: 09.10. 09
Label: Sinnbus/Alive
Tracklist:
1. Woodpecker
2. A Penny For Your Thoughts
3. A Propos
4. Jalopy
5. Pick A Panel
6. Chekov
7. Salomon
8. Novel Rave
9. It Takes Two To Tango
10. Elliot
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