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Jarvis Cocker
Jarvis Cocker: Further Complications
Pulp-Fans träumen nach wie vor von einer Reunion der Band. Jarvis Cocker lehnte in diesem Jahr erneut ab und präsentiert sein zweites Soloalbum „Further Complications“. Damit macht er einen Schritt in die Vergangenheit, der nicht jedem gefallen wird.

Titelgeber und zugleich der erste Song des Albums „Further Complications“ macht klar, was von Jarvis Cocker zu erwarten ist: Es ist kein Britpop, Jarvis Cocker hat zur Gitarre gegriffen und sich dem Seventies- und Blues-Rock gewidmet.
„Angela“, die erste Single-Auskopplung, erinnert mit ihrem melodischen Gitarrengeschrammel an Garage. Es ist ein bemerkenswerter Song - vor allem auch, weil Jarvis Cocker in einem Interview hat verlauten lassen, dass er es der deutschen Kanzlerin Angela Merkel untersagt, diesen Titel als Promotionen oder im Wahlkampf zu nutzen.
Jarvis Cocker - Angela
Der stärkste Song auf „Further Complications“ heißt „Leftovers“. Damit erreicht Jarvis Cocker anfangs das, was sich Britpop-Fans wünschen - nämlich einen kleinen Hauch von Pulp, den er halb sprechend, halb singend versprüht. Der Text ist schön schräg: Es dreht es sich um ein Mädchen aus einem Naturkundemuseum, das den Künstler um den Verstand bringt. Anfangs noch ruhig und verliebt, steigert sich der Song ins verzweifelte Schreien: „I Wanna Be Your Lover (..) I Could Be Your Teddybear“.
Enttäuschend ist hingegen „Pilchard“, was die Frage aufwirft, ob es nicht eher um einen Instrumental-Song handelt. Cockers Gesangsbeitrag besteht nämlcih lediglich aus Stöhnen, was nicht erotisch, sondern befremdlich wirkt. Alles was dann folgt, ist ein Brett nach dem nächsten, dreschende Gitarren und ein Künstler in allen Tonlagen. Der finale Track auf „Further Complications“ zeight eine weitere Facette: „You´re In My Eyes (Discosong)“ ist ein mehr als neun minütiges Murmeln zu einer Musik, die auch Titelmelodie einer etwas angestaubten TV-Serie sein könnte.
Jarvis Cockers Orientierung an den Seventies und am Bluesrock, ist sicher in der Mitarbeit von Steve Albini zu verorten. Dieser arbeitete für Größen wie Nirvana oder die Pixies, seine ersten Produktionen waren jedoch amerikanische Rock- und Bluesbands vor über 30 Jahren. Man hört Jarvis Cocker vielfältig, er scheint sich als Sänger auszutoben und verarbeitet in seinen Texten maßgeblich Frauengeschichten. Es bleibt abzuwarten, was Cocker nach dieser musikalischen Selbsttherapie bieten wird.
„Further Complications“ ist für Britpop-Liebhaber und Pulp-Fans keine Option, für Freunde des Bluesrocks schon eher.
Ulivia Gattermann
Jarvis Cocker - Further Complications
VÖ: 15.Mai 09
Label: Indigo (Rough Trade)
Tracklist:
1. Further Complications
2. Angela
3. Pilchard
4. Leftovers
5. I Never Said I Was Deep
6. Homewrecker!
7. Hold Still
8. Fuckingsong
9. Caucasian Blues
10. Slush

Titelgeber und zugleich der erste Song des Albums „Further Complications“ macht klar, was von Jarvis Cocker zu erwarten ist: Es ist kein Britpop, Jarvis Cocker hat zur Gitarre gegriffen und sich dem Seventies- und Blues-Rock gewidmet.
„Angela“, die erste Single-Auskopplung, erinnert mit ihrem melodischen Gitarrengeschrammel an Garage. Es ist ein bemerkenswerter Song - vor allem auch, weil Jarvis Cocker in einem Interview hat verlauten lassen, dass er es der deutschen Kanzlerin Angela Merkel untersagt, diesen Titel als Promotionen oder im Wahlkampf zu nutzen.
Jarvis Cocker - Angela
Der stärkste Song auf „Further Complications“ heißt „Leftovers“. Damit erreicht Jarvis Cocker anfangs das, was sich Britpop-Fans wünschen - nämlich einen kleinen Hauch von Pulp, den er halb sprechend, halb singend versprüht. Der Text ist schön schräg: Es dreht es sich um ein Mädchen aus einem Naturkundemuseum, das den Künstler um den Verstand bringt. Anfangs noch ruhig und verliebt, steigert sich der Song ins verzweifelte Schreien: „I Wanna Be Your Lover (..) I Could Be Your Teddybear“.
Enttäuschend ist hingegen „Pilchard“, was die Frage aufwirft, ob es nicht eher um einen Instrumental-Song handelt. Cockers Gesangsbeitrag besteht nämlcih lediglich aus Stöhnen, was nicht erotisch, sondern befremdlich wirkt. Alles was dann folgt, ist ein Brett nach dem nächsten, dreschende Gitarren und ein Künstler in allen Tonlagen. Der finale Track auf „Further Complications“ zeight eine weitere Facette: „You´re In My Eyes (Discosong)“ ist ein mehr als neun minütiges Murmeln zu einer Musik, die auch Titelmelodie einer etwas angestaubten TV-Serie sein könnte.
„Further Complications“ ist für Britpop-Liebhaber und Pulp-Fans keine Option, für Freunde des Bluesrocks schon eher.
Ulivia Gattermann
Jarvis Cocker - Further Complications
VÖ: 15.Mai 09
Label: Indigo (Rough Trade)
Tracklist:
1. Further Complications
2. Angela
3. Pilchard
4. Leftovers
5. I Never Said I Was Deep
6. Homewrecker!
7. Hold Still
8. Fuckingsong
9. Caucasian Blues
10. Slush
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