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Korn
Korn: Korn III - Remember Who You Are
Mit ihrem neunten Album machen Korn da weiter, wo sie aufgehört hatten. Und genau das könnte ihr fatalster Fehler sein.

Erinnert sich noch irgendwer an die letzten drei Alben von Korn? An die Meilensteine "Untitled", "See You On The Other Side" oder "Take A Look In The Mirror"? Nein? Keine Bange, wir auch nicht.
Der Grund dafür und für die traurige Tatsache, dass sich auch für Korns neues, neuntes Album in ihrer 17-jährigen Bandgeschichte niemand mehr ernsthaft interessieren wird, ist einleuchtend: "Korn III - Remember Who You Are" setzt da an, wo seine Erschaffer, damals noch Helden und Pioniere eines Genres namens Nu-Metal, schon vor zehn Jahren hätten aufhören müssen.
Ex- oder Wieder-Junkie und Leichenbestatter Jonathan Davis entwirft ach so schaurige Szenerien über böse Menschen, dunkle Mächte, viel Gewalt und den eigenen Schweinehund. Klar, auf dem absteigenden Ast kehren eben die altbekannten Probleme (Drogen, Psychosen, Verlustängste, blinde Wut usw.) zurück. Das funktionierte damals, auf Alben wie "Life Is Peachy" oder dem kommerziellen Durchbruch "Follow The Leader", noch wie ein musikgewordenes Innenleben eines missverstandenen Heranwachsenden.
Korn - "Oildale"
Heute sind Songs wie "Oildale (Leave Me Alone) oder "Pop A Pill" leider nur noch peinlich. Der Bass hängt tief, die Becken hoch, außer ein paar Mitgliederwechseln alles beim Alten. In "Lead The Parade" steckt immerhin noch der Ansatz einer Idee, der Titel des innovationsärmsten Albums des Jahres ist Korn mit "Korn III - Remember Who You Are" trotzdem kaum zu nehmen.
Schlüssig ist allein, dass Korn im Jahre 2010 so wie das Bild der Menschheit klingen, das sie vor 15 Jahren entwarfen und seitdem kopieren: uninspiriert, frustriert, gelangweilt, satt, gierig, mutlos, egal. Sorry, Jungs.
Fabian Soethof
VÖ: 09.07.2010
Label: Roadrunner
Tracklist:
01. Uber-time
02. Oildale (Leave Me Alone)
03. Pop A Pill
04. Fear Is A Place To Live
05. Move On
06. Lead The Parade
07. Let The Guilt Go
08. The Past
09. Never Around
10. Are You Ready To Live?
11. Holding All These Lies

Erinnert sich noch irgendwer an die letzten drei Alben von Korn? An die Meilensteine "Untitled", "See You On The Other Side" oder "Take A Look In The Mirror"? Nein? Keine Bange, wir auch nicht.
Der Grund dafür und für die traurige Tatsache, dass sich auch für Korns neues, neuntes Album in ihrer 17-jährigen Bandgeschichte niemand mehr ernsthaft interessieren wird, ist einleuchtend: "Korn III - Remember Who You Are" setzt da an, wo seine Erschaffer, damals noch Helden und Pioniere eines Genres namens Nu-Metal, schon vor zehn Jahren hätten aufhören müssen.
Ex- oder Wieder-Junkie und Leichenbestatter Jonathan Davis entwirft ach so schaurige Szenerien über böse Menschen, dunkle Mächte, viel Gewalt und den eigenen Schweinehund. Klar, auf dem absteigenden Ast kehren eben die altbekannten Probleme (Drogen, Psychosen, Verlustängste, blinde Wut usw.) zurück. Das funktionierte damals, auf Alben wie "Life Is Peachy" oder dem kommerziellen Durchbruch "Follow The Leader", noch wie ein musikgewordenes Innenleben eines missverstandenen Heranwachsenden.
Korn - "Oildale"
Heute sind Songs wie "Oildale (Leave Me Alone) oder "Pop A Pill" leider nur noch peinlich. Der Bass hängt tief, die Becken hoch, außer ein paar Mitgliederwechseln alles beim Alten. In "Lead The Parade" steckt immerhin noch der Ansatz einer Idee, der Titel des innovationsärmsten Albums des Jahres ist Korn mit "Korn III - Remember Who You Are" trotzdem kaum zu nehmen.
Schlüssig ist allein, dass Korn im Jahre 2010 so wie das Bild der Menschheit klingen, das sie vor 15 Jahren entwarfen und seitdem kopieren: uninspiriert, frustriert, gelangweilt, satt, gierig, mutlos, egal. Sorry, Jungs.
Fabian Soethof
VÖ: 09.07.2010
Label: Roadrunner
Tracklist:
01. Uber-time
02. Oildale (Leave Me Alone)
03. Pop A Pill
04. Fear Is A Place To Live
05. Move On
06. Lead The Parade
07. Let The Guilt Go
08. The Past
09. Never Around
10. Are You Ready To Live?
11. Holding All These Lies
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