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Lenka
Lenka: Lenka
Lenka mag es niedlich und präsentiert auf ihrem Debüt Optimismus für Anfänger in Form handgemachter, jedoch unaufregender Popsongs.

Die gute Nachricht zuerst: Im Leben gibt es Regen und Wolken, aber auch ganz viel Sonnenschein. Man muss ihn nur in sein Herz lassen. Mit vermutlich genau dieser Erkenntnis im Geiste ließ Lenka ihre frühere Band, die Elektro- und Experimental-Formation Decoder Ring, zurück, um sich ganz jenem radiotauglichen Pop zu widmen, der auf ihrem Debüt zu finden ist.
Aus dem Radio bekannt sein dürfte dementsprechend auch ihr Hit "The Show", in dem die Australierin fröhlich feststellt, dass das gesellschaftliche Leben nur Fassade ist - genießen könne man diese "Show" aber trotzdem. Eine gescheiterte Beziehung verarbeitet Lenka kaum minder gut gelaunt in "Bring Me Down", während sie mit der Selbstzweifel-Hymne "Anything I'm Not" neues Material für die Heftrandkritzeleien pubertierender Mädchen liefert.
Insgesamt ist die Botschaft ihres unbetitelten Albums jedoch eine positive: "Ich mag es nicht, wenn die Menschen deprimiert sind. Ich will sie aufmuntern", erklärt die Musikerin Lyrics, die anmuten wie die Zitatsammlung eines Weisheitenbüchleins. So rät sie in "Live Like You're Dying", jeden einzelnen Moment zu genießen - es könnte ja der letzte sein.
Lenka - The Show
Gut gemeint sind die musikalischen Arrangements: Von Pauken und Trompeten über Percussions bis hin zu Orgel und Vibraphon kommen bei jedem der Songs diverse Instrumente zum Einsatz. Doch seien es die wohl platzierten Trompeten in "The Show", die Streicher in "Don't Let Me Fall" oder die düsteren Keyboards in "Trouble Is A Friend"; jedes musikalische Element ordnet sich gewissenhaft dem Hitcharakter der Songs und Lenkas penetrant glockenheller Stimme unter. So ist die eigentlich Potential bietende Instrumentierung kaum mehr als genau der Grad an Abwechslung, den dieses Album benötigt, um nicht völlig als gewöhnlicher Pop für die Masse abgetan zu werden.
Sicher, Lenka ist keines dieser gesichtslosen, kommerziell beliebig dehnbaren Popsternchen - hat sie doch alle Songs des Albums selbst geschrieben und auch einen beträchtlichen Teil der Instrumente eingespielt. Bleibt die Frage, warum sich eine derart talentierte Künstlerin unbedingt als Pop-Lolita inszenieren möchte. Von mit niedlichem Gesang vorgetragenen Zeilen wie "I'm just a little girl lost in the moment" mal ganz abgesehen, scheint Lenkas Universum ausschließlich aus bunten Zeichnungen, süßen Kleidchen und hübschem Nagellack zu bestehen. Auch musikalisch vermeidet sie jegliche Ecken und Kanten, bevor man sich überhaupt an ihnen stoßen kann.
Lenka - Trouble Is A Friend (live)
Lenkas Debüt ist der Soundtrack zu den harmlosen Seiten des Lebens, die passende Untermalung zum Sonnenbaden am Strand oder zum Ausprobieren neuer Rezeptideen auf Erdbeerbasis: Nicht aufdringlich, nicht eindringlich.
Sarah Schaefer
VÖ: 7.8.2009
Label: Sony Music
Tracklist:
1. The Show
2. Bring Me Down
3. Skipalong
4. Don't Let Me Fall
5. Anything I'm Not
6. Knock Knock
7. Dangerous And Sweet
8. Trouble Is A Friend
9. Live Like You're Dying
10. Like A Song
11. We Will Not Grow Old

Die gute Nachricht zuerst: Im Leben gibt es Regen und Wolken, aber auch ganz viel Sonnenschein. Man muss ihn nur in sein Herz lassen. Mit vermutlich genau dieser Erkenntnis im Geiste ließ Lenka ihre frühere Band, die Elektro- und Experimental-Formation Decoder Ring, zurück, um sich ganz jenem radiotauglichen Pop zu widmen, der auf ihrem Debüt zu finden ist.
Aus dem Radio bekannt sein dürfte dementsprechend auch ihr Hit "The Show", in dem die Australierin fröhlich feststellt, dass das gesellschaftliche Leben nur Fassade ist - genießen könne man diese "Show" aber trotzdem. Eine gescheiterte Beziehung verarbeitet Lenka kaum minder gut gelaunt in "Bring Me Down", während sie mit der Selbstzweifel-Hymne "Anything I'm Not" neues Material für die Heftrandkritzeleien pubertierender Mädchen liefert.
Insgesamt ist die Botschaft ihres unbetitelten Albums jedoch eine positive: "Ich mag es nicht, wenn die Menschen deprimiert sind. Ich will sie aufmuntern", erklärt die Musikerin Lyrics, die anmuten wie die Zitatsammlung eines Weisheitenbüchleins. So rät sie in "Live Like You're Dying", jeden einzelnen Moment zu genießen - es könnte ja der letzte sein.
Lenka - The Show
Gut gemeint sind die musikalischen Arrangements: Von Pauken und Trompeten über Percussions bis hin zu Orgel und Vibraphon kommen bei jedem der Songs diverse Instrumente zum Einsatz. Doch seien es die wohl platzierten Trompeten in "The Show", die Streicher in "Don't Let Me Fall" oder die düsteren Keyboards in "Trouble Is A Friend"; jedes musikalische Element ordnet sich gewissenhaft dem Hitcharakter der Songs und Lenkas penetrant glockenheller Stimme unter. So ist die eigentlich Potential bietende Instrumentierung kaum mehr als genau der Grad an Abwechslung, den dieses Album benötigt, um nicht völlig als gewöhnlicher Pop für die Masse abgetan zu werden.
Sicher, Lenka ist keines dieser gesichtslosen, kommerziell beliebig dehnbaren Popsternchen - hat sie doch alle Songs des Albums selbst geschrieben und auch einen beträchtlichen Teil der Instrumente eingespielt. Bleibt die Frage, warum sich eine derart talentierte Künstlerin unbedingt als Pop-Lolita inszenieren möchte. Von mit niedlichem Gesang vorgetragenen Zeilen wie "I'm just a little girl lost in the moment" mal ganz abgesehen, scheint Lenkas Universum ausschließlich aus bunten Zeichnungen, süßen Kleidchen und hübschem Nagellack zu bestehen. Auch musikalisch vermeidet sie jegliche Ecken und Kanten, bevor man sich überhaupt an ihnen stoßen kann.
Lenka - Trouble Is A Friend (live)
Lenkas Debüt ist der Soundtrack zu den harmlosen Seiten des Lebens, die passende Untermalung zum Sonnenbaden am Strand oder zum Ausprobieren neuer Rezeptideen auf Erdbeerbasis: Nicht aufdringlich, nicht eindringlich.
Sarah Schaefer
VÖ: 7.8.2009
Label: Sony Music
Tracklist:
1. The Show
2. Bring Me Down
3. Skipalong
4. Don't Let Me Fall
5. Anything I'm Not
6. Knock Knock
7. Dangerous And Sweet
8. Trouble Is A Friend
9. Live Like You're Dying
10. Like A Song
11. We Will Not Grow Old
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"[...] den dieses Album benötigt, um nicht völlig als gewöhnlicher Pop für die Masse abgetan zu werden"
Lol, genau das ist auch mein Eindruck von der Platte. Ich find sie nett. Nett gemacht, nett gesungen. Nett, nett, nett, mehr eben nicht. Nichts, was sich einprägt, sonder eher so Lieder, die man beim Einschlafen laufen lassen kann.
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