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Incubus
Incubus: Light Grenades
Es klingt vielleicht unglaubwürdig, und erwartet hätten es sicher die Wenigsten. Aber mit "Light Grenades" legen Incubus tatsächlich im 15. Karriere-Jahr ihr bestes Album vor.
Sorgsam hat die Band ihren Sound im Zuge der einjährigen Aufnahme-Sessions mit Produzent Brendan O' Brien verfeinert und überflüssigen Ballast radikal entmistet. So gibt es hier weder ausufernde Jams zu hören - von einer Ausnahme im Mittelteil von "Pendulous Threads" einmal abgesehen - noch die sonst gern gepflegte Langeweile auf hohem Niveau. Oder sonstige, nur dem eigenen Ego, nicht aber dem Song dienende Elemente. Selbst DJ Kilmores Turntables landeten auf dem Müllhaufen.
Neben dem nunmehr hauptamtlichen Keyboarder Kilmore haben aber auch Mike Einziger und vor allem Brandon Boyd ihr Repertoire noch einmal beträchtlich erweitert. So hat Einziger offenbar in letzter Zeit eine Menge U2 gehört, sein Spiel ist deutlich von The Edge beeinflusst. Boyd indessen äußerst sich so deutlich und direkt wie noch nie über schmerzhafte Beziehungen und ähnliches, und steuert zudem die prägnantesten Melodien bei, die vom Incubus-Sänger bislang zu hören waren.
Im Ergebnis beschert diese Vorgehensweise Incubus mehr Ecken und Kanten als je zuvor, vor allem aber die stringentesten und effizientesten Songs bislang. Qualitäten indes, die sich nicht unbedingt auf Anhieb offenbaren: Nach pluckerndem Intro geht die Band im Opener "A Kiss To Send Us Off" noch in recht altmodischer Crossover-Manier zu Werke. "Dig" ist dann eine klassische, wenngleich gelungene Ballade, wie man sie schon öfter von den Schöngeistern hörte, die Single "Anna Molly" ein ganz auf play it safe gebürsteter Incubus-Trademark-Tune. Seine Qualitäten entfaltet das Werk - entgegen des allgemeinen Trends die besten drei, vier Songs an den Anfang zu stellen - erst in der zweiten Hälfte. Vom achten Song, "Oil And Water" beginnend, steigert sich "Light Grenades" mit jedem weiteren Beitrag. Einsamer Höhepunkt ist schließlich das effektiv rockende "Rogues". Gekrönt von einer wahren Killer-Melodie und dem um sein Leben singenden Brandon Boyd in Bestform, ehe es mit dem erwähnten und bis auf die instrumentalen Sperenzchen ebenfalls superben "Pendulous Threads" ein letztes Mal in die Vollen geht. Die Wiederaufnahme des bereits am Wendepunkt des Albums stehenden "Earth To Bella"-Motivs mit sozialkritischem Anspruch hätte es danach fast nicht mehr gebraucht. Ein schöner Abschluss für ein wirklich gelungenes Album ist die ätherische Ballade trotzdem.
Neben dem nunmehr hauptamtlichen Keyboarder Kilmore haben aber auch Mike Einziger und vor allem Brandon Boyd ihr Repertoire noch einmal beträchtlich erweitert. So hat Einziger offenbar in letzter Zeit eine Menge U2 gehört, sein Spiel ist deutlich von The Edge beeinflusst. Boyd indessen äußerst sich so deutlich und direkt wie noch nie über schmerzhafte Beziehungen und ähnliches, und steuert zudem die prägnantesten Melodien bei, die vom Incubus-Sänger bislang zu hören waren.
Im Ergebnis beschert diese Vorgehensweise Incubus mehr Ecken und Kanten als je zuvor, vor allem aber die stringentesten und effizientesten Songs bislang. Qualitäten indes, die sich nicht unbedingt auf Anhieb offenbaren: Nach pluckerndem Intro geht die Band im Opener "A Kiss To Send Us Off" noch in recht altmodischer Crossover-Manier zu Werke. "Dig" ist dann eine klassische, wenngleich gelungene Ballade, wie man sie schon öfter von den Schöngeistern hörte, die Single "Anna Molly" ein ganz auf play it safe gebürsteter Incubus-Trademark-Tune. Seine Qualitäten entfaltet das Werk - entgegen des allgemeinen Trends die besten drei, vier Songs an den Anfang zu stellen - erst in der zweiten Hälfte. Vom achten Song, "Oil And Water" beginnend, steigert sich "Light Grenades" mit jedem weiteren Beitrag. Einsamer Höhepunkt ist schließlich das effektiv rockende "Rogues". Gekrönt von einer wahren Killer-Melodie und dem um sein Leben singenden Brandon Boyd in Bestform, ehe es mit dem erwähnten und bis auf die instrumentalen Sperenzchen ebenfalls superben "Pendulous Threads" ein letztes Mal in die Vollen geht. Die Wiederaufnahme des bereits am Wendepunkt des Albums stehenden "Earth To Bella"-Motivs mit sozialkritischem Anspruch hätte es danach fast nicht mehr gebraucht. Ein schöner Abschluss für ein wirklich gelungenes Album ist die ätherische Ballade trotzdem.
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