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Linkin Park
Linkin Park: A Thousand Suns
Linkin Park Reloaded - Auf "A Thousand Suns" schlägt die Band eine völlig neue Richtung ein. Der Weg führt weg vom Nu Metal hin zum percussionlastigen Elektro-Sound.
Was ist bloß los bei Linkin Park? Diese Frage dürften sich wohl viele in den letzten Wochen gestellt haben. „A Thousand Suns“ ist das wohl heiß diskutierteste Album des Jahres, noch vor seiner Veröffentlichung. Mit diversen Tracks zum Vorhören und der ersten Singleauskopplung „The Catalyst“ hat die Band die Diskussionen immer weiter angefacht. Doch ist das vierte Studioalbum der Band die Aufregung überhaupt wert? Definitiv ist es eine Platte, die man so nicht erwartet hätte. Diejenigen, die Linkin Park aber sowieso nichts abgewinnen können, dürfte dieses Album mit seinen inflationär benutzten Interludes, melodramatischen Balladen und Electro-Elementen auch nicht überzeugen. Für alle anderen wird es auf jeden Fall interessant.
Für ihr viertes Studioalbum hat die Band den Weg weg vom typischen Nu Metal Sound, wie beispielsweise noch auf „Minutes To Midnight“ zu hören war, hin zum HipHop und ruhigeren, elektronischeren Tracks eingeschlagen. Die Songs sind groß produziert und haben teilweise sehr einprägsame Melodien, muten dabei aber wie immer etwas melodramatisch an. 15 Titel umfasst das Werk der Kalifornier, wobei nicht alle als klassische Songs deklariert werden können. Ganze sechs Tracks sind Interludes, darunter zwei Intros. Stellt sich die Frage, ob die Jungs es hier nicht ein wenig übertrieben haben. Klar wird aber, dass es sich bei „A Thousand Suns“ um ein Konzeptalbum handelt.
Es geht um monumentale Themen: Kriege, die atomare Apokalypse, Zerstörung, Reue, Liebe und Gerechtigkeit. Diese werden in den Songs vor allem über Einspieler von Reden großer Persönlichkeiten transportiert. So hört man beispielsweise ein Zitat von Martin Luther King und Auszüge aus Robert Oppenheimers „Destroyer Of Worlds“ Rede, die er nach dem Test der ersten Atombombe 1945 hielt.
Linkin Park - A Thousand Suns Trailer
Neben Rave-Beats sind auf der Platte auch Reggae- und Dancehall-Elemente zu finden. „Wretches And Kings“, besticht beispielsweise durch fetten Basssound und die fließenden Raps von Mike Shinoda, gepaart mit Chester Benningtons energetischem Gesang. Auf jeden Fall mutig und ein potentieller Charthit, bei dem einem unweigerlich das Bild vom Massenpublikum, das zum Beat die Hände wild auf und ab bewegt, in den Sinn kommt.
Einer der stärksten Songs des Albums und ebenfalls massentauglich ist die erste Singleauskopplung „The Catalyst“. 90er Jahre Techno-Trance, den Linkin Park einfach in die heutige Zeit mitgenommen und mit den Stimmen aller sechs Bandmitglieder unterlegt haben.
Mit „Robot Boy“ und „Iridescent“ haben es auch Balladen, á la „What I've Done“, wieder auf das Album geschafft. Die weichen Gesangslinien Benningtons können allerdings auch nicht vom etwas platten Text ablenken: „Do you feel cold and lost in desparation?/ You build up hope/ But failure's all you've known/ Remember all the sadness and frustration/ And let it go.“
Linkin Park - The Catalyst
Mit „A Thousand Suns“ haben Linkin Park sich neu orientiert. Fans der früheren Alben dürften sich aber zunächst vor den Kopf gestoßen fühlen. Bis auf den Song „Blackout“ ist nicht mehr viel übrig von den Linkin Park der Erfolgsplatten „Hybrid Theory“ und „Meteora“. Die Gitarren hat das Sextett größtenteils gegen Percussionelemente, Synthies und Pianoklänge getauscht. Dennoch ist „A Thousand Suns“ kein schlechtes Album. Die Musikwelt aufmischen, wie mit ihrer ersten Platte, auf der sie Nu Metal und Rap vermengten, wird die Band damit aber trotzdem nicht.
Stefanie Göthel
VÖ: 10.09.2010
Label: Warner Bros. Records
Tracklist:
01. The Requiem
02. The Radiance
03. Burning In The Skies
04. Empty Spaces
05. When They Come For Me
06. Robot Boy
07. Jornada Del Muerto
08. Waiting For The End
09. Blackout
10. Wretches & Kings
11. Wisdom, Justice & Love
12. Iridescent
13. Fallout
14. The Catalyst
15. The Messenger
Was ist bloß los bei Linkin Park? Diese Frage dürften sich wohl viele in den letzten Wochen gestellt haben. „A Thousand Suns“ ist das wohl heiß diskutierteste Album des Jahres, noch vor seiner Veröffentlichung. Mit diversen Tracks zum Vorhören und der ersten Singleauskopplung „The Catalyst“ hat die Band die Diskussionen immer weiter angefacht. Doch ist das vierte Studioalbum der Band die Aufregung überhaupt wert? Definitiv ist es eine Platte, die man so nicht erwartet hätte. Diejenigen, die Linkin Park aber sowieso nichts abgewinnen können, dürfte dieses Album mit seinen inflationär benutzten Interludes, melodramatischen Balladen und Electro-Elementen auch nicht überzeugen. Für alle anderen wird es auf jeden Fall interessant.
Für ihr viertes Studioalbum hat die Band den Weg weg vom typischen Nu Metal Sound, wie beispielsweise noch auf „Minutes To Midnight“ zu hören war, hin zum HipHop und ruhigeren, elektronischeren Tracks eingeschlagen. Die Songs sind groß produziert und haben teilweise sehr einprägsame Melodien, muten dabei aber wie immer etwas melodramatisch an. 15 Titel umfasst das Werk der Kalifornier, wobei nicht alle als klassische Songs deklariert werden können. Ganze sechs Tracks sind Interludes, darunter zwei Intros. Stellt sich die Frage, ob die Jungs es hier nicht ein wenig übertrieben haben. Klar wird aber, dass es sich bei „A Thousand Suns“ um ein Konzeptalbum handelt.
Es geht um monumentale Themen: Kriege, die atomare Apokalypse, Zerstörung, Reue, Liebe und Gerechtigkeit. Diese werden in den Songs vor allem über Einspieler von Reden großer Persönlichkeiten transportiert. So hört man beispielsweise ein Zitat von Martin Luther King und Auszüge aus Robert Oppenheimers „Destroyer Of Worlds“ Rede, die er nach dem Test der ersten Atombombe 1945 hielt.
Linkin Park - A Thousand Suns Trailer
Neben Rave-Beats sind auf der Platte auch Reggae- und Dancehall-Elemente zu finden. „Wretches And Kings“, besticht beispielsweise durch fetten Basssound und die fließenden Raps von Mike Shinoda, gepaart mit Chester Benningtons energetischem Gesang. Auf jeden Fall mutig und ein potentieller Charthit, bei dem einem unweigerlich das Bild vom Massenpublikum, das zum Beat die Hände wild auf und ab bewegt, in den Sinn kommt.
Einer der stärksten Songs des Albums und ebenfalls massentauglich ist die erste Singleauskopplung „The Catalyst“. 90er Jahre Techno-Trance, den Linkin Park einfach in die heutige Zeit mitgenommen und mit den Stimmen aller sechs Bandmitglieder unterlegt haben.
Mit „Robot Boy“ und „Iridescent“ haben es auch Balladen, á la „What I've Done“, wieder auf das Album geschafft. Die weichen Gesangslinien Benningtons können allerdings auch nicht vom etwas platten Text ablenken: „Do you feel cold and lost in desparation?/ You build up hope/ But failure's all you've known/ Remember all the sadness and frustration/ And let it go.“
Linkin Park - The Catalyst
Mit „A Thousand Suns“ haben Linkin Park sich neu orientiert. Fans der früheren Alben dürften sich aber zunächst vor den Kopf gestoßen fühlen. Bis auf den Song „Blackout“ ist nicht mehr viel übrig von den Linkin Park der Erfolgsplatten „Hybrid Theory“ und „Meteora“. Die Gitarren hat das Sextett größtenteils gegen Percussionelemente, Synthies und Pianoklänge getauscht. Dennoch ist „A Thousand Suns“ kein schlechtes Album. Die Musikwelt aufmischen, wie mit ihrer ersten Platte, auf der sie Nu Metal und Rap vermengten, wird die Band damit aber trotzdem nicht.
Stefanie Göthel
VÖ: 10.09.2010
Label: Warner Bros. Records
Tracklist:
01. The Requiem
02. The Radiance
03. Burning In The Skies
04. Empty Spaces
05. When They Come For Me
06. Robot Boy
07. Jornada Del Muerto
08. Waiting For The End
09. Blackout
10. Wretches & Kings
11. Wisdom, Justice & Love
12. Iridescent
13. Fallout
14. The Catalyst
15. The Messenger
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Wo bitteschön war auf "Minutes to Midnight" Nu Metal Sound? Bleed it out? Given up? Lässt sich noch drüber reden, aber der Rest...
Tja, ich werde mir Zeit lassen, bis ich mir vielleicht mal die Platte anhöre. Die guten alten Zeiten haben sie schon mit dem letzten Album abgeschworen, unerreicht ist nach wie vor Hybrid Theory und ich glaube LP ist sich nicht bewusst, dass sie alte Fans verliert und neue bekommt. Damals hätte niemand so eine Entwicklung erwartet.
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