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Long Distance Calling
Long Distance Calling: Avoid The Light
In der Musikpresse als Deutschlands neue Mogwai gefeiert, liefern Long Distance Calling auf ihrem zweiten Album „Avoid The Light“ zwar Instrumentalsongs mit innovativem Sound, versuchen aber zu viel auf einmal.

Die klare Konstante der Tracks ist der Wechsel von ruhigen Passagen zu massiveren Parts. Long Distance Callings finstere Instrumentalmusik arbeitet nicht mit Arrangements, die sich langsam und kontinuierlich steigern, sondern mit verschiedensten Facetten und Genreeinflüssen in einem steten Wechselspiel. Songs wie „359°“ produzieren einen Strudel aus immer wiederkehrenden Melodien. Stellenweise resultiert dieses Konzept in etwas sehr ausgedehnten Stücken, wie beispielsweise im zwölf Minuten langen Opener „Apparitions“.
Long Distance Calling -Trailer "Avoid The Light"
Die Intention zur Gründung der Band, nämlich gemeinsam alternativen Rock zu spielen, hört man in „I Know You, Stanley Milgram!“, wo Drums und Gitarre ausgiebig zusammen schrammeln. Doch gleichermaßen beinhaltet die Platte ruhige Gitarrenduette, Psychedelic- und Post-Rock-Elemente und düstere Töne wie in „Black Paper Planes“. Die unterschiedlichen Genre-Einflüsse sorgen für abwechslungsreiche Kompositionen - minder gelungen sind die Kreuzungen aber dann, wenn sie den Hörer daran hindern sich in der Musik zu verlieren und ihn eher entreißen.
Wie schon auf ihrem Debüt „Satellite Bay“ (2007) holte sich die Band für einen der Tracks gesangliche Unterstützung. „The Nearing Grave“ heißt der Song, der von Gastsänger Jonas Renske stimmlich untermalt wird und beweist, dass diese Kombination durchaus gut funktioniert.
Long Distance Calling kreieren einen innovativen Sound und liefern auf „Avoid The Light“ dynamische Ambient-Stücke ab. Doch auch wenn ihre Experimentierfreude spürbar ist, ist die Musik der fünfköpfigen Band zu unausgefeilt und laut, um wirkliche Parallelen zu Mogwai zuzulassen.
Jasmin Hollatz
VÖ: 24. April 2009
Label: Superball (SPV)
Tracklist:
1. Apparitions
2. Black Paper Planes
3. 359°
4. I Know You, Stanley Milgram
5. The Nearing Grave
6. Sundown Highway

Die klare Konstante der Tracks ist der Wechsel von ruhigen Passagen zu massiveren Parts. Long Distance Callings finstere Instrumentalmusik arbeitet nicht mit Arrangements, die sich langsam und kontinuierlich steigern, sondern mit verschiedensten Facetten und Genreeinflüssen in einem steten Wechselspiel. Songs wie „359°“ produzieren einen Strudel aus immer wiederkehrenden Melodien. Stellenweise resultiert dieses Konzept in etwas sehr ausgedehnten Stücken, wie beispielsweise im zwölf Minuten langen Opener „Apparitions“.
Long Distance Calling -Trailer "Avoid The Light"
Die Intention zur Gründung der Band, nämlich gemeinsam alternativen Rock zu spielen, hört man in „I Know You, Stanley Milgram!“, wo Drums und Gitarre ausgiebig zusammen schrammeln. Doch gleichermaßen beinhaltet die Platte ruhige Gitarrenduette, Psychedelic- und Post-Rock-Elemente und düstere Töne wie in „Black Paper Planes“. Die unterschiedlichen Genre-Einflüsse sorgen für abwechslungsreiche Kompositionen - minder gelungen sind die Kreuzungen aber dann, wenn sie den Hörer daran hindern sich in der Musik zu verlieren und ihn eher entreißen.
Wie schon auf ihrem Debüt „Satellite Bay“ (2007) holte sich die Band für einen der Tracks gesangliche Unterstützung. „The Nearing Grave“ heißt der Song, der von Gastsänger Jonas Renske stimmlich untermalt wird und beweist, dass diese Kombination durchaus gut funktioniert.
Long Distance Calling kreieren einen innovativen Sound und liefern auf „Avoid The Light“ dynamische Ambient-Stücke ab. Doch auch wenn ihre Experimentierfreude spürbar ist, ist die Musik der fünfköpfigen Band zu unausgefeilt und laut, um wirkliche Parallelen zu Mogwai zuzulassen.
Jasmin Hollatz
VÖ: 24. April 2009
Label: Superball (SPV)
Tracklist:
1. Apparitions
2. Black Paper Planes
3. 359°
4. I Know You, Stanley Milgram
5. The Nearing Grave
6. Sundown Highway
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