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Solomon Burke
Solomon Burke: Make Do With What You Got
Geht das überhaupt, dass ein Mann, der langsam auf die Rente zugeht, jugendlichen Musikhörern noch etwas zu sagen hat? Das kommt darauf an, antwortete ich. Schließlich gibt es eine Menge junge Menschen, die Sarah Connor nicht für eine begnadete Soul-Sängerin halten.
Burke ist einer der letzten großen Soulsänger der Sechziger, jetzt, wo Ray Charles ebenfalls gestorben ist. "Everybody Needs Somebody" ist sein bekanntestes Lied, unsterblich gemacht von den Blues Brothers in ihrem Film. Auf "Make Do With What You Got" ist es umgekehrt - hier hat sich der Meister, wie schon beim Vorgängeralbum "Don't Give Up On Me", Lieder schreiben lassen. Nicht von irgendwem allerdings, sondern unter anderen von Bob Dylan, Van Morrison oder Mick Jagger und Keith Richards. Auch ein Song des großen Country-Sängers Hank Williams wird interpretiert.
War die CD, mit der Burke vor zwei Jahren ein Comeback feierte und einen Grammy gewann, eher ruhiger und voller Balladen, gibt es hier die etwas rockigere, tanzbare Version des Bischofs. Was unter anderem auch an der prägenden Gitarre eines gewissen Ray Parker Junior liegt, den der ein oder andere vielleicht noch als Interpret des "Ghostbusters"-Titelsongs kennt. "I Need Your Love In My Life", der Opener, gibt da das Tempo vor, auch wenn natürlich noch das ein oder andere ruhige Lied folgt. Ein richtiger Gänsehaut-Song wie auf dem Vorgänger-Album, das Lied "None Of Us Are Free", fehlt hier zwar, Höhepunkte gibt es aber genügend - wie etwa "At The Crossroads" von Van Morrison. Und wer richtigen Soul sucht, wird hier auf alle Fälle fündig. Nicht nur was für "alte Menschen".
Text: Dietmar Stork




