Grand

Alben von Matt & Kim

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Hallo liebe Achtziger, ihr habt Matt & Kim verloren! Sowohl das Synthie-Geschrammel, als auch die Tanzbarkeit der Songs geben jedenfalls allen Anlass zu dieser Vermutung.

Die Songs „Cutdown“ und „Cinders“ sind exemplarisch für das, was auf dieser Platte passiert: Der Beat bricht nicht ab. Kim gibt mit der Bassdrum den Takt an, während sich Matt auf seinem Keyboard die Finger wund spielt und für die eingängigen Melodien sorgt. Während die meisten Stücke jedoch mit Matts etwas verzerrter Stimme geschmückt sind, gibt es in „Cinders“ nur ein schreiendes „One, Two, Three, Four“, was wohl als klare Aufforderung zum Abtanzen verstanden werden darf.

Matt & Kim - Daylight


2006 veröffentlichte die Band ihr selbst betiteltes Debütalbum. Mit „Grand“ liefern Matt Johnson und Kim Schifino nun einen Nachfolger, der sich erneut eindeutig dem Dance-Pop verschrieben hat. Die simplen Produktionsbedingungen der neuen Platte, die zum größten Teil im Haus von Matts Eltern in Vermont aufgenommen wurde, hört man. Doch nicht nur der trashige Sound der Songs, auch das Keyboardgeklimper und die straffen Elektrobeats sind es, die einen in die Achtziger schleudern.
In „Don´t Slow Down“ setzt die Band auf Synthies und Bassdrum deluxe und übertrumpft ihren eigenen Trashpegel. Wesentlich angenehmere Parallelen zur Vergangenheit wurden da mit dem etwas ruhigerem „Turn This Boat Around“ inklusive süßer Keyboard-Kompositionen oder dem eingängigen Casio-Hit „Daylight“ produziert, bei dem die Drumssticks nicht eine Sekunde pausieren.

Einige neue Facetten präsentiert das Duo mit „Lessons Learned“, wo auch Trommelkönigin Kim mal zu Wort kommt sowie im Superkurzsong „Spare Change“, bei dem die Standard-Instumentierung hinter der Arbeit mit Klatschen und Schnipsen zurückbleibt. Eine Ode an ihre Heimatstadt liefert die Band aus Brooklyn mit den Zeilen „Hey New York Our Old Friend“ („I´ll Take Us Home“).

Matt & Kim - Lessons Learned


Matt & Kim präsentieren mit „Grand“ eine Dance-Pop-Platte à la MGMT. Sie ist synthie-poppig wie das letzte Werk der Schweden Peter, Bjorn & John, trashig wie die Handsome Furs und in erster Linie außerordentlich energiegeladen. Allesamt relativ simpel gehalten, sind die Tracks dennoch solide, auch wenn man Gefahr läuft, der Stimme schnell überdrüssig zu werden. Doch das Duo bewies schon in der Vergangenheit, dass ihre Songs durch verrückte Videoclips und ihre Entertainment-Künste nur gewinnen können.

Jasmin Hollatz

VÖ: 19. Juni 2009
Label: Nettwerk (Soulfood Music)

Tracklist:
01. Daylight
02. Cutdown
03. Good Ol' Fashion Nightmare
04. Space Chance
05. I Wanna
06. Lessons Learned
07. Don' t Slow Down
08. Turn This Boat Around
09. Cinders
10. I' ll Take Us Home
11. Daylight (Outro Remix)
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