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Menomena
Menomena: Friend And Foe
Komm, wir bauen uns ein Flugzeug. Nein, Flügel - ach was, wir fliegen einfach los! Dazu braucht man nur die richtige Musik. Eine CD als Flügel für kleine gedankliche Rundflüge um einen verträumten Globus, der so aussieht, wie die Musik. Irgendwie kantig und trotzdem künstlerisch und wunderschön.
Zugegeben, manchmal spinnen die Typen, die Rezensionen schreiben, ganz schön vor sich hin. Manchmal aber, haben sie einfach nur eine gute Platte erwischt. Und „Friend And Foe“ ist eine solche, die auch schon ohne sie gehört zu haben ins Auge sticht. Das Cover-Artwork von Comic-Künstler Craig Thompson untermalt hier im wahrsten Sinne des Wortes die Bedeutung „Artrock“. Ein Cover sollte auch zur Musik passen und das ist hier definitiv der Fall.
Beobachtet man anfangs vielleicht skeptisch das Drehen der Platte im Player, um sich zu fragen: „Mal sehen, was mir diesmal wieder angedreht wurde“, verfliegen Zweifel und Argwohn bereits bei „Muscle’n Flo“, dem Opener. Eine gute Vorbereitung auf die kommenden 47 Minuten. Hymnenhafte Kunst kann man das schon nennen, begleitet von scheppernden, wuchtigen Drums, Orgeln, Pianos und geizig eingesetzten Gitarren singen sich Menomena an die obere Tabellenhälfte der Rockliga. Glänzen kann „Friend And Foe“ auch durch Vielseitigkeit: Mit „My My“ wird ein poppig-rockiger Song geboten, „Rotten Hell“ dagegen kommt als wunderbare Ballade irgendwo zwischen Oasis, Coldplay und Keane daher. Teils minimalistisch, teils überladen einigt man sich hier nicht auf das Forrest Gump-Prinzip des akzeptablen Mittelwegs, was zugegebenermaßen nicht immer klingt und gelingt. Aber wie sagte Brent Knopf schon im Motor.de-Interview: „Ich glaube, mit „Friend And Foe“ sind wir bei der Identitätssuche einen entscheidenden Schritt vorangekommen und haben die besten Momente der Vorgänger miteinander vereint: Auf der einen Seite ist es sehr experimentell, jedoch konzentriert auf das Wesentliche – anspruchsvolle Rockmusik.“. Dann geben wir ihnen noch ein wenig Zeit, die Identitätssuche abzuschließen.
So lange lassen wir uns auf von „Friend And Foe“ ein wenig tragen. Ein rosafarbenes Szenegetränk verleiht die Flügel, Menomena den Pilotenschein.
Text: Tim Kollande
VÖ: 07.09.2007
Label: Filmguerrero/Barsuk
Tracklist:
01. Muscle’n Flo
02. The Pelican
03. Wet And Rusting
04. Air Aid
05. Weird
06. Rotten Hell
07. Running
08. My My
09. Boyscout’n
10. Evil Bee
11. Ghostship
12. West
Zugegeben, manchmal spinnen die Typen, die Rezensionen schreiben, ganz schön vor sich hin. Manchmal aber, haben sie einfach nur eine gute Platte erwischt. Und „Friend And Foe“ ist eine solche, die auch schon ohne sie gehört zu haben ins Auge sticht. Das Cover-Artwork von Comic-Künstler Craig Thompson untermalt hier im wahrsten Sinne des Wortes die Bedeutung „Artrock“. Ein Cover sollte auch zur Musik passen und das ist hier definitiv der Fall.
Beobachtet man anfangs vielleicht skeptisch das Drehen der Platte im Player, um sich zu fragen: „Mal sehen, was mir diesmal wieder angedreht wurde“, verfliegen Zweifel und Argwohn bereits bei „Muscle’n Flo“, dem Opener. Eine gute Vorbereitung auf die kommenden 47 Minuten. Hymnenhafte Kunst kann man das schon nennen, begleitet von scheppernden, wuchtigen Drums, Orgeln, Pianos und geizig eingesetzten Gitarren singen sich Menomena an die obere Tabellenhälfte der Rockliga. Glänzen kann „Friend And Foe“ auch durch Vielseitigkeit: Mit „My My“ wird ein poppig-rockiger Song geboten, „Rotten Hell“ dagegen kommt als wunderbare Ballade irgendwo zwischen Oasis, Coldplay und Keane daher. Teils minimalistisch, teils überladen einigt man sich hier nicht auf das Forrest Gump-Prinzip des akzeptablen Mittelwegs, was zugegebenermaßen nicht immer klingt und gelingt. Aber wie sagte Brent Knopf schon im Motor.de-Interview: „Ich glaube, mit „Friend And Foe“ sind wir bei der Identitätssuche einen entscheidenden Schritt vorangekommen und haben die besten Momente der Vorgänger miteinander vereint: Auf der einen Seite ist es sehr experimentell, jedoch konzentriert auf das Wesentliche – anspruchsvolle Rockmusik.“. Dann geben wir ihnen noch ein wenig Zeit, die Identitätssuche abzuschließen.
So lange lassen wir uns auf von „Friend And Foe“ ein wenig tragen. Ein rosafarbenes Szenegetränk verleiht die Flügel, Menomena den Pilotenschein.
Text: Tim Kollande
VÖ: 07.09.2007
Label: Filmguerrero/Barsuk
Tracklist:
01. Muscle’n Flo
02. The Pelican
03. Wet And Rusting
04. Air Aid
05. Weird
06. Rotten Hell
07. Running
08. My My
09. Boyscout’n
10. Evil Bee
11. Ghostship
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